Morenike Fadayomi, Norbert Ernst, Alma Sadé, Theresa Kronthaler, Markus Marquardt | (c) Hans Jörg Michel
Salome
Richard Strauss
Theater Duisburg
Freitag, 29. Juni 2012
19:30 - 21:15 Uhr
Dauer: ca. 1 3/4 Stunde, keine Pause
16,10 - 56,00 € Abo.+D
Dauer: ca. 1 3/4 Stunde, keine Pause
Die Stimme ihres vermeintlichen „Retters“ kommt aus den Tiefen – und dringt an das Ohr jener jungen Frau, die ein Gespür für die Dinge hat, die unter der Oberfläche liegen. Ausbrechen möchte sie aus den Verhältnissen, in denen sie gefangen ist. Angelockt durch seine Stimme meint sie in Jochanaan ihren Erlöser zu erkennen. Doch die Welten, die da aufeinanderprallen, könnten entgegengesetzter kaum sein. Von Jochanaans kategorischer Weltflucht in einen orgiastischen Taumel hineingetrieben, der sehr viel mehr als nur eine erotische Ausschweifung ist, steigert sich Salome mit dem gleichen Fanatismus wie der Prophet in die für sie einzig verständliche Kategorie: jene des Besitzes. Was folgt, ist ein schauerliches Ritual der Vernichtung.
Als Strauss (1864–1949) Oscar Wildes „Salomé“ 1902 in Berlin sah, war er sogleich Feuer und Flamme. „Das Stück schreit nach Musik“, erklärte er und machte sich an eine Vertonung, die ihresgleichen sucht.

„Gürbaca zeigt uns, was in der Oper auch steckt. Ihre Arbeit läuft vorsätzlich Amok, ein Thriller, vermutlich und zu Recht künftig ausverkauft. Den Rest besorgen die Duisburger Philharmoniker unter Michael Boder, die dieses Familiengrab mit allerbestem Strauss fluten.“
Wolfram Goertz, Rheinische Post

„Sängerisch herausragend Wolfgang Schmidt als Herodes, der den Potentaten als Geschäftsmann gibt, der aber auch immer nach neuen Ausschweifungen sucht. Eine erstklassige Rollendeutung. Königlich, weil statuarisch und unbeugsam: die Herodias von Renée Morloc, die vor allem in den tiefen Lagen ihres Mezzos sehr überzeugte. Morenike Fadayomi hat die Stimme, die für die Titelpartie gebraucht wird, einen kraftvollen Sopran, der in den Höhen sicher anspringt. Das bewies sie eindrucksvoll im musikalischen Höhepunkt der ‚Salome‘: in ihrem großen Schlussmonolog.“
Christoph Schulte im Walde, Opernnetz

„Gürbaca gewinnt dem inneren Gehalt (des Werkes) in teilweise grotesk übersteigerten Bildern jene brutale Wirksamkeit ab, die ganz elementar in Stückvorlage, Libretto und Musik angelegt ist. Keine leere Provokation also, sondern eine bemerkenswert tiefe Durchdringung der Vorlage.“
Ralf Tiedemann, Opernglas

 
***
Richard Strauss

SALOME
Musikdrama in einem Aufzug
Text vom Komponisten nach Oscar Wilde
 
In deutscher Sprache mit Übertiteln
 

Musikalische Leitung Stefan Klingele
Inszenierung Tatjana Gürbaca
Bühne und Licht Klaus Grünberg
Kostüme Silke Willrett
Dramaturgie Anne do Paço
 
Herodes Wolfgang Schmidt
Herodias Renate Behle
Salome Morenike Fadayomi
Jochanaan John Wegner
Narraboth Johan Weigel
Page Katarzyna Kuncio
Erster Jude Johannes Preißinger
Zweiter Jude Florian Simson
Dritter Jude Markus Müller
Vierter Jude Mark Bowman-Hester
Fünfter Jude Lukasz Konieczny
Erster Nazarener Martin Blasius
Zweiter Nazarener Dmitry Lavrov
Erster Soldat Young-Doo Park
Zweiter Soldat Ulrich Burdack
Cappadocier Kai-Uwe Schöler
Sklave Alma Sadé
Orchester Duisburger Philharmoniker
 

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