Ursula Hesse von den Steinen (Phaedra); Landschaftspark Duisburg-Nord | (c) Hans Jörg Michel
Phaedra
Hans Werner Henze
Premiere
Dauer: ca. 1¾ Stunden, eine Pause
Termine
Theater Duisburg
Oktober 2010
Fr  |  29.10.  | 19:30  Abo. P Online Tickets: 18,10 - 62,80 €
November 2010
Di  |  02.11.  | 19:30  Abo. X Online Tickets: 14,40 - 50,10 €
Sa  |  06.11.  | 19:30  Abo. E Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
So  |  14.11.  | 15:00  Abo. M Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
Mi  |  24.11.  | 19:30  Abo. C Online Tickets: 14,40 - 50,10 €
Dezember 2010
Mi  |  01.12.  | 19:30  Abo. G Online Tickets: 14,40 - 50,10 €

 
Dauer: ca. 1¾ Stunden, eine Pause
Raunende Echos aus längst vergangener Zeit formen sich allmählich zur Fabel von Phaedra, die sich in ihren Stiefsohn Hippolyt verlieben muss, weil dieser die Jagdgöttin Artemis umschwärmt, was die Liebesgöttin Aphrodite wiederum in rasende Eifersucht treibt: In einem Labyrinth aus schuldhaften Verknüpfungen werden zwei Menschen zu Spielbällen der Götter. Aus der Liebe führt der Weg direkt in den Tod. Phaedra, von Hippolyt zurückgewiesen, verleumdet ihn bei seinem Vater Theseus, worauf dieser dessen Tod veranlasst. Verzweifelt im Liebesschmerz wie der Reue stürzt sich Phaedra in den Selbstmord. Doch das Spiel der Göttinnen hat kein Ende. Artemis entführt den toten Hippolyt in den heiligen Hain am Nemi-See, erschafft aus seinen Überresten Virbius und sperrt ihn in einen Käfig. Phaedra kehrt – unterstützt durch Aphrodite – von den Toten zurück, um Hippolyt in die Unterwelt zu holen. Dieser aber vermag sich zu befreien. Als Gott des Waldes, ohne Bewusstsein der eigenen Vergangenheit, bricht er auf in die Wälder, um nach der Musik des wiedergeborenen Minotauros einer Zukunft in neuer Sterblichkeit entgegenzugehen: „Wir sind nackt geboren. Wir dringen zur Sterblichkeit vor und tanzen ...“.

Ein „kretisch, maritim, urzeitiges“ Musiktheater wollte Hans Werner Henze (*1926) mit seiner Oper „Phaedra“ auf das Libretto des Lyrikers Christian Lehnert komponieren – und präsentierte mit der Uraufführung 2007 an der Berliner Staatsoper ein magisches Spätwerk. Geheimnisvolle Schattierungen, exotische Klangwirkungen und kammermusikalische Durchsichtigkeit vereinen sich zu einer ganz eigenen Musiksprache. Entstanden ist ein Meisterwerk, dessen labyrinthische, der Dramaturgie eines imaginären Theaters folgende Strukturen tief hinein in die ebenso faszinierende wie fremde Welt des antiken Mythos entführen. Die Zeitschrift „Opernwelt“ kürte „Phaedra“ zur Uraufführung des Jahres; für die Neuinszenierung der Deutschen Oper am Rhein im Rahmen des Henze-Projekts „Neue Musik für eine Metropole“ der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 konnte die Regisseurin Sabine Hartmannshenn gewonnen werden, die seit ihrer zur Produktion des Jahres 2002 gewählten „Lulu“-Inszenierung an der Oper Göteborg mit ihren Arbeiten an vielen internationalen Bühnen begeisterte.


Eine Koproduktion der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 für „Das Henze-Projekt“
 
***
Hans Werner Henze

PHAEDRA
Konzertoper in zwei Akten
Text von Christian Lehnert


 
In deutscher Sprache mit Übertiteln
 

Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Inszenierung Sabine Hartmannshenn
Bühne Dieter Richter
Kostüme Susana Mendoza
Licht Volker Weinhart
Dramaturgie Anne do Paço
 
Phaedra Ursula Hesse von den Steinen
Aphrodite Anke Krabbe
Hippolyt Jussi Myllys
Artemis Vasily Khoroshev
Minotaurus Richard Sveda
 
Orchester  Duisburger Philharmoniker
 

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