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Save opera, ballet and concert in Duisburg

Comments

Holger Lieberich Sun, 10.06.2012 23:09 Uhr

Hann.,d.10.06.2012

...die Meldungen zu den derzeit zahlreichen Bestrebungen der öffentl.Hand und einiger Rundfunkanstalten - die notwendigen Mittel zur Erfüllung ihres Kulturauftrages zu kürzen oder gar zu streichen - man kann nur dringend davor warnen. Die Verödung einer gewachsenen Kultur in Deutschland wäre nicht auf zu fangen. Ich selber wurde 1968 vorübergehend Opfer der ersten Orchesterauflösung in Deutschland: des damaligen Niederächsischen Symphonie-Orchesters Hannover - eines Klangkörpers der regional wie überregional eine nicht aufzufangende Lücke hinterließ.
Auf der einen Seite werden heutezutage Musikwettbewerbe inszeniert, künftige hochbegabte Musiker produziert - man siehe die enorme Anzahl an z.T.hochqualifizierten Probespielkandidaten - denen letztendlich der berufliche u. künstlerische Boden unter den Füßen entzogen wird: Hier gibt man zuerst - dort nimmt man wieder fort...
Mögen die Entscheidungs-träger des angestrebten Kulturabbaues noch rechtzeitig anderen Sinnes werden....!
Holger Lieberich

a.schmitt Wed, 06.06.2012 22:33 Uhr

Lieber Herr Fink,
Kulturhauptstadt ade - mit nichten,
hier sind nicht nur die Verantwortlichen der Stadt Duisburg gefragt, sondern vor allem die Opernchefs selbst. Die von Ihnen zitierte interkommunale Zusammenarbeit wird zu erst von den Mitarbeitern dieser Institution geleistet und ist in der Tat beispielhaft.
Fragwürdig bleibt, wo jede/r Mark/Euro dahinsickert im Dickicht des nicht nur mehr ´Kölschen´ Klüngels!

Den Politikern kann ich nur den Mut wünschen - und als Steuerzahler auch fordern - in dem internen Muff endlich aufzuräumen und moderne Strukturen folgen zu lassen!

Kultur geht Hand in Hand mit modernem Management und erreicht so auch moderne Menschen!!

E. Hansen Wed, 06.06.2012 17:59 Uhr

Meine Frau und ich haben unser langjähriges Abo gekündigt. Wir sind seit vielen Jahrzehnten gerne Gäste in Düsseldorf und Duisburg gewesen, jetzt fahren wir nach Essen oder sehen uns Gastspiele oder Konzerte kleiner Ensembles an, die wirklich wunderbar sind. Die Rheinoper wird von Jahr zu Jahr unspektakulärer und ist uns kein Abo mehr wert. Wo sind all die schönen Abende von Herrn Fiore, den alle so schätzten, geblieben? Wo setzt Herr Kober das ganze Geld denn ein? Noch mehr Gala, aber kein Spielplan für den Normalbesucher - nein Danke!
Die leeren Reihen in diesen Häusern sind nicht die Schuld der Sänger, Tänzer, Musiker, und Angestellten hinter der Bühne, die am Ende für das Versagen der "Grossen" den Kopf hinhalten müssen.

Nicht Oper scheiden - sondern Oper erneuern. Von oben herab.
Traurig aber wahr...

Helena Wed, 06.06.2012 11:15 Uhr

Anstatt an allem wichtigen, schönen und guten zu sparen, sollte man besser darin investieren. Man wundert sich, warum die Stadt vor die Hunde geht, und treibt es selbst weiter voran. Nehmt den Leuten die Oper, die stellvertretend für Kultur, Unterhaltung, Vielfalt, Kurzweil, Geschichte, Bildung undundund steht, und ihr nehmt gleichzeitig eurer Stadt eine gute Perspektive und eine Chance auf Bildung.
Denn, dass die Duisburger Philharmonie früher oder später vor die Hunde gehen wird, wenn die Opernehe aufgelöst wird, ist hier wohl allen klar (siehe meine Vorredner).

GEGEN die Scheidung und FÜR mehr kulturelle Vielfalt!

Dr. S. Möller Wed, 06.06.2012 08:08 Uhr

Es gibt bisher tolle Statements von unterschiedlichsten Dirigenten und Musikerpersönlichkeiten wie Anu Tali, John Fiore, Jonathan Darlington,...
Es wäre wünschenswert auch seitens des künstlerisch Verantwortlichen GMD Axel Kober eine Stellungnahme zu erlangen.
Vielen Dank

zorniger Fan Tue, 05.06.2012 18:41 Uhr

War heute bei der Sitzung des Kulturausschusses.Sehr ernüchternd, Lippenbekenntnisse zu hauf.Der gemeinsame Appell, der vom Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf vorbereitet worden war, scheiterte am Parteiengezänke der Duisburger Fraktionen.Gute Nacht Duisburg. Der Letzte macht das Licht aus.

opernfreund Sun, 03.06.2012 19:56 Uhr

Meine Mutter hat mich zur Oper schon als Kind geführt. Meine Frau und ich hatten lange ein Opern-Abo sowie auch lange ein Premieren-Abo, wir haben es gekündigt, weil die Qualität immer schlechter wurde. Heute besuchen wir hin und wieder eine Premiere und wir wundern uns, daß diese immer mäßigere Besucher hat.
Es wäre trotzdem eine Qualitätsminderung für diese Stadt - allerdings sollte man den kompletten Beamtenklüngel, der einfach nicht rechnen kann sofort in die Wüste schicken.

Jürgen Ingenhaag Sat, 02.06.2012 11:15 Uhr

Die Ehe der Rheinoper Duisburg-Düsseldorf soll geschieden werden? ?
Das würde doch den Anfang vom Ende der Duisburger Philharmoniker bedeuten!

Ich habe vielleicht keine Ahnung von Politik, aber ich habe es in der Wirtschaft selbst erlebt wie ein Unternehmen einen Großteil seiner Aufträge verliert, zunächst auf Kurzarbeit geht, dann Insolvenz anmeldet, Personal entlässt und letztendlich aufgelöst wird. Die Duisburger Philharmoniker brauchen die Rheinoper, sie ist nämlich ihr tägliches Brot. Die Rheinoper hat einen guten Ruf und das liegt vor allem auch an der hervorragenden Qualität des Hausorchesters, den Duisburger Philharmonikern.
Nichts gegen Gastspiele, aber jeder weiß doch was Heimvorteil bedeutet. Und unsere Philharmoniker müssen Hausherren im Stadttheater (mit der Rheinoper) bleiben...

Die Stadt Duisburg mag große finanzielle Probleme haben, aber ein Imageproblem hat sie allemal. Ich als Niederrheiner aus der Nachbarstadt Rheinberg kann nur für mich sprechen und ich bin nicht so voreingenommen wie manch andere Zeitgenossen, die um Duisburg einen großen Bogen machen. Mafiamorde, hohe Ausländerkriminalität, Loveparade-Katastrophe, Bürgermeisterabwahl oder Küppersmühlen-Umbau sorgten bundesweit für Negativschlagzeilen, die kein Niederrheiner braucht.

Duisburg bedeutet den Eintritt in die große weite Welt, sei es durch Verkehrsknotenpunkte wie den Hauptbahnhof, den kreuzenden Autobahnen oder den größten Binnenhafen überhaupt. Duisburg ist für mich auch die nächste Großstadt, die mir ans Herzen gewachsen ist weil sie eigentlich doch sehr sympathisch ist. Vielleicht liegt es am Zoo oder den Wäldern und Seen im Südosten der Stadt. Oder auch an den vielen guten Einkaufsgelegenheiten in der Stadtmitte, auf jeden Fall tragen Theater und Philharmonie dazu bei. Ich habe mein Interesse an Kultur und Musik in dieser Stadt kennen und schätzen gelernt. So bin ich immer wieder überwältigt vom guten Klang des traditionsreichen Orchesters, unseren Duisburger Philharmonikern. Ich sage bewusst ?unseren? Philharmonikern, denn wir identifizieren uns am Niederrhein mit den Duisburger Philharmonikern.

Leider bekomme ich inzwischen immer mehr den Verdacht, dass ausgerechnet meine Generation der Mittvierziger nur aus Kulturbanausen besteht. Und diese Generation sitzt mittlerweile in der Politik und trifft Entscheidungen. Tja, und wenn nun Kulturbanausen über Angelegenheiten entscheiden müssen, die ihnen nicht am Herzen liegen, dann ist klar, worauf es hinausläuft. Dann wird Kultur zum verzichtbaren Luxusgut klassifiziert. Die Medien, allen voran das Privatfernsehen, machen es ja vor, dass die Prioritäten halt woanders liegen. So hat der Untergang der deutschen Hochkultur längst begonnen. Und dann gehen da auch noch ein paar Intellektuelle ans Werk, veröffentlichen eine Studie, aus der hervorgeht, dass es in Deutschland ja viel zu viele Theater, Opernhäuser und Orchester gibt. So wird also noch Öl ins Feuer gegossen und gewisse Stadträte fühlen sich in ihren Sparabsichten bestätigt.

Ich wünsche der Stadt Duisburg, dass ihre Oper und ihr Orchester erhalten bleiben, denn sonst würde ich auch zu einem Zeitgenossen, der um Duisburg einen Bogen macht.

Jürgen Ingenhaag, im Mai 2012

Theo Lehmkuhl Tue, 29.05.2012 15:44 Uhr

Der kulturelle Markenkern des Duisburger Theaters ist
gleichzeitig dessen
Glanzstück: Die
Deutsche Oper am Rhein.
Ausgerechnet hier
die Axt anzulegen
erscheint mir geradezu grotesk.
Wie in jedem Wirtschaftsunternehmen hat man sich im
Falle einer Finanzkrise zunächst von peripheren Leistungen zu trennen, um den Markenkern zu bewahren. Die gegenwärtige Krise
sollte dazu führen, das Duisburger Theater endgültig der alleinigen Regie der Rheinoper zu unterstellen. Dadurch entfallen nicht nur die Kosten durch die Doppelvermarktung,
( das Duisburger Theater vermarktet die Rheinoper wie ein Subunternehmen )sondern Duisburg kann sich endlich gleichwertig wie Düsseldorf als Heimstätte eines der bedeutendsten Deutschen Operninstitutionen präsentiern. Durch diesen Imagegewinn lassen sich bestimmt auch in Duisburg die Besucherzahlen erhöhen. Sollte
sich die Finanzsituation in Duisburg jemals ändern, können Mittel für ein peripheres Kulturangebot (Schauspiel-Gastspiele, Akzente etc.)
an andern Standorten (das Theater am Marientor steht leer) bereitgestellt werden.

Das schöne Duisburger Theater hat eine große Vergangenheit ( Duisburger Oper bis 1944), als Partner der Deutschen Oper am Rhein eine glänzende Gegenwart, die politisch Verantwortlichen in Duisburg sollten
es nicht zu einem Sarkophag Ihrer Kulturpolitik werden lassen, sondern als Deutsche Oper am Rhein zusammen mit Düsseldorf in eine große Zukunft führen.

Lothar Fink Mon, 28.05.2012 19:13 Uhr

Kulturhauptstadt ade - kann man da nur sagen. Es ist ungeheuerlich, dass die Verantwortlichen in der Stadt Duisburg, keinen anderen Ausweg sehen, als dieses erfolgreiche Institut mit Oper, Ballett und renomierten Philamonikern zu schließen.
Ich war über viele Jahre im Verwaltungsrat der Oper. Wir haben um jede/n Mark/Euro gerungen. Fast 60 Jahre hat dieses erfolgreich arbeitende Zwei-Städte-Institut beispielhafte interkommunale Zusammenarbeit geleistet.

Den Politikerinnen und Politikern darf man den Mut wünschen, die Entscheidung des Verwaltungsvorstandes wieder rückgängig zu machen.

Karl Hartnack Sun, 27.05.2012 21:11 Uhr

Düsseldorf bietet höchste Qualität an Oper, Ballett und Konzerten. Leider führt die Verdummung der Menschen dazu, dass nur Minderwetiges und "Pop" Kultur Anerkennung findet und sogar mir Millionenbeträgen aus den öffentlichen Kassen gefördert wird. Auf den ganzen Mist im Fernsehen, "Wetten, dass" und anderen viel zu großzügig unterstützen Kram kann ich und mein Bekanntenkreis mit Freude verzichten.

a. schmitt Sun, 27.05.2012 15:33 Uhr

Wann stellen sich die künstlerisch Verantwortlichen A.Kober und C.Meyer der Öffentlichkeit ? Das Präsentieren nicht nachvollziehbarer Besucherzahlen und Schönrederei angesichts leerer Häuser reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus. Kultur MUSS sein ! Aber Kultur verträgt sich auch mit einem modernen Management und modernen Strukturen in Oper und Orchester.
Seien Sie so ehrlich und übernehmen sie die politische Verantwortung. Nur so kann Oper in Düsseldorf und Duisburg in Zukunft bestehen.

Dr. Klaus Heinrich Kohrs Sat, 26.05.2012 17:59 Uhr

Noch ein zweiter Kommentar: Wo könnte man denn sparen? Z.B. könnte man doch den Luxus einstellen, beim Wechsel der Inszenierungen von Düsseldorf nach Duisburg und umgekehrt das Werk vom jeweiligen Orchester neu einstudieren zu lassen. Das könnte doch sogar qualitätsfördernd sein. Würde wohl finanziell nicht riesig viel bringen, wäre aber doch ein Schritt, der auch die Bereitschaft zu Strukturverbesserungen zeigen würde. Mit Jammern kommen wir ja nicht weiter.

I. Gerlach Thu, 24.05.2012 10:33 Uhr

An Kultur zu sparen ist für eine Stadt ein Tod auf Raten ? denn Kultur ist Bildung!

Als aktives Mitglied verschiedener Chöre und Amateur-Theater finde ich es beschämend, einen der wenigen Anziehungspunkte, die die Stadt Duisburg noch hat, "platt" machen zu wollen.
Am 16. 5. war in den WDR Nachrichten u. a. folgendes zu hören:

Partnerschaftsabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan.
Deutschland will Afghanistan langfristig unterstützen - also auch nach dem Abzug der Bundeswehrsoldaten, der bis 2014 geplant ist.
Ab 2015 bekommen die afghanischen Sicherheitskräfte demnach 150 Millionen Euro pro Jahr. Außerdem soll es Hilfen im Schulbereich und bei der Berufsausbildung geben - sowie beim Aufbau der Energie- und Wasserversorgung. Auch bei der Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes hat Deutschland Unterstützung versprochen. Es verpflichtet sich zudem beim Aufbau des Justizwesens und der zivilen Luftfahrt zu helfen.
Bundeskanzlerin Merkel und der afghanische Präsident Karsai sprachen von einem "neuen Kapitel" in den Beziehungen beider Länder.

So also der Wortlaut dieser Meldung.

Ich finde es wieder einmal erschreckend, wie großzügig deutsche Gelder in der ganzen Welt verteilt werden, und auch Steuergelder nutzlos verschwendet werden (siehe z. B. Schwarzbuch des "Bund der Steuerzahler").

Für unser eigenes (Heimat)Land, die einzelnen Bundesländer, Kommunen, Gemeinden und Städte bleibt nichts - außer dem kulturellen Kahlschlag und Kürzungen in vielen wichtigen Bereichen.
Das kann doch wohl nicht wahr sein.
Ich fordere die verantwortlichen Politiker (Volksvertreter) auf, sich endlich für uns (das Volk) stark zu machen, unsere Belange und Wünsche zu berücksichtigen und gut funktionierende Dinge, wie z.B. die Oper Düsseldorf/Duisburg nicht weg zu rationalisieren, um wieder mehr Geld für unsinnige Dinge, wie Hilfen für marode Staaten und großzügige Unterstützungen für die Kultur in fremden Ländern zu haben.
Ähnliche Gedanken, bezüglich Geldverschwendung hat sich ja p.bonack am 17.5.2012 auch schon gemacht. Diesen Ausführungen kann ich mich nur anschließen.

Erdal Akkaya Wed, 23.05.2012 13:16 Uhr

Die Stimme Duisburgs wurde in unserer gemeinsamen Tournee (März 2012) in Istanbul bekannt. Diese Konzert fanden in prachvollen Orten statt. Die Einsparungen im Kunst und Kultur Bereich, ist wie, die Einsparung von menschlicher Qualität. Für eine qualitative Zukunft. Bitte vermindern Sie nicht diese Stimme. Die Welt braucht dieses Klang.

strittmatter otto Wed, 23.05.2012 10:06 Uhr

die theatergemeinschaft düsseldorf-duisburg muß bestehen bleiben,sie hat sich auf allen ebenen bewährt.

Mag. Manfred Rindler Tue, 22.05.2012 23:17 Uhr

Vor ziemlich genau einem Jahr standen wir, das Orchester in Baden, vor einem ähnlichen Problem - finanzieller Natur, Einsparungen etc. In unterstützenden Gesprächen mit BR-Kollegen erfuhr ich von einer äußerst interessanten Studie des IHS betreffend Wirtschaftlichkeit der Staatsoper in Wien. Kurz zusammengefaßt: Der Bericht wurde für die Spielsaison 2005/06 erstellt (2008 veröffentlicht) und weist eine Wertschöpfung von 432,6 Mio. Euro aus, die gegenüber einer Subvention an die Bundestheater von 133,6 Mio. Euro steht. Das ist ein Verhältnis von 1 zu 3,2 zu Gunsten jeden investierten Euros! (Genaueres im Prüfungsbericht ab Seite 41.)

Das bedeutet, daß Kultur(Betriebe) sogar aus wirtschaftlicher Sicht GEWINNBRINGEND sind! (Umwegrentabilität etc.) Das muß den politisch Verantwortlichen klargemacht werden!

Der Link zur Studie "Prüfung der Bundestheater bzgl. der ökonom. Wirkungen in Wien und Gesamtösterreich"

http://www.ihs.ac.at/publications/lib/bundestheater_endbericht.pdf

Francesco Mattone Tue, 22.05.2012 18:21 Uhr

"Kultur (zu lateinisch cultura ?Bearbeitung, Pflege, Ackerbau?, von colere ?wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen?) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur".

Deswegen sind wir Mensch und deshalb müssen wir kulturelles Leben schützen, pflegen und ausbauen. Oper, Ballett & Konzert - früher - jetzt und für die Zukunft....auch in Duisburg!

Andrey Boreyko Tue, 22.05.2012 13:48 Uhr

Mit Bestürzung habe ich die aktuelle Diskussion um angedrohte Kürzungen der Stadt Duisburg im Bereich des Duisburger Zuschussanteils an die Theatergemeinschaft Düsseldorf Duisburg zur Kenntnis genommen.

Die Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg hat über Jahrzehnte sehr erfolgreiche Arbeit geleistet und konnte sowohl im kreativ-kulturellen Bereich sowie einer sparsamen Kostenstruktur als Vorbild dienen. Dieser Weg muss weiter beschritten werden und nicht durch Kürzungen in Gefahr gebracht werden.

Ich unterstütze ausdrücklich die Petition der Theatergemeinschaft Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg. Ich bitte die politischen Entscheidungsträger in Duisburg und Düsseldorf gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, welche die Theatergemeinschaft der beiden Städte weiterhin fördert und in eine erfolgreiche Zukunft führt.

Andrey Boreyko
Generalmusikdirektor

G. Flehmer Mon, 21.05.2012 19:15 Uhr

Unsere Kultur, sprich Theatergesellschaft darf dem Kahlschlag nicht zum Opfer fallen. Was bleibt sonst noch!
Ich habe in meinem Bekanntenkreis alle mobil gemacht. Rettet unsere Oper!

J. Preihs Thu, 17.05.2012 18:49 Uhr

Gibt es eine Transparenz der Stadtausgaben? Was wird subventioniert, wo gibt es finanzielle Desaster? Wie hoch sind die Gehälter der so bemühten Politiker - wo gibt es Konsequenzen, wenn Gelder verludert werden? Steigt den Verantwortlichen auf die Zehen. Kultur muss erhalten bleiben!

p.bonack Thu, 17.05.2012 17:27 Uhr

Da werden in Duisburg Millionen von Euros in Projekte wie "Küppersmühle" regelrecht versenkt und für die Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH sollen kein Geld da sein. Werden der Kulturdezernent,der Ex- Oberbürgermeister und Co dafür zur Verantwortung gezogen? Ich glaube nicht!!! Wann wird so eine Schluderwirtschaft abgeschafft und die Duisburger Finanzen endlich auf eine solide Basis gestellt? Wenn Politiker weiter nach "Gutsherrenart" regieren können und Ihnen kein Einhalt geboten wird werden wir in ein paar Jahren woll nicht mal mehr Grünanlagen in den Städten finden. Schliesslich wollen unsere Volksvertreter bezahlt werden und das ist sehr teuer!!!

Bernhard Stute Thu, 17.05.2012 14:03 Uhr

Was bleibt von einer Stadt und den Menschen, wenn die Kultur verschwindet?

Hartmut Baum Wed, 16.05.2012 22:00 Uhr

Leider sehen die Städte immer nur die Ausgaben,nicht jedoch die Investition in dieser Ausgabe.

Dehe Wed, 16.05.2012 17:30 Uhr

Nicht nur Duisburger besuchen die oper der Stadt, viele Menschen reisen von weit her an und geben neben der Opernkarte zusätzliches Geld aus, z.B. in Restaurants,Taxigebühren, Fahrkarten, Benzin usw. Eine Stadt wie Duisburg ist ohne Opernhaus eine völlig uninteressante Stadt. Die Oper gehört zu Duisburg, genauso wie der Hafen

Dr. S. Möller Wed, 16.05.2012 16:01 Uhr

Es gibt bisher tolle Statements von unterschiedlichsten Dirigenten und Musikerpersönlichkeiten wie Anu Tali, John Fiore und Jonathan Darlington.
Es wäre
wünschenswert auch seitens des künstlerisch Verantwortlichen GMD Axel Kober eine Stellungnahme zu erlangen.
Vielen Dank

Joachim Baumann Tue, 15.05.2012 09:41 Uhr

Vom SPD OB Kandidat Sören Link habe ich gestern eine Email zum Haushaltsanierungsplan der Stadt Duisburg erhalten, den ich um Punkt 6 ergänzt habe. Ich hoffe, dass der junge Kandidat und die SPD Duisburg ein kulturelles Bewußtsein haben.

Auszug aus dem Brief:
"Dabei steht für mich fest, dass
5. es mit Sozialdemokraten keinen sozialen Kahlschlag geben wird und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt
nicht gefährdet werden darf."

6 . es mit Sozialdemokraten keinen kulturellen Kahlschlag geben wird und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt
nicht gefährdet werden darf. Die Deutsche Oper am Rhein muss in Duisburg bleiben! Wie viel Tragödien kann eine Stadt, eine Region verkraften?

Nach dem Krieg waren es Gewerkschaften und Sozialdemokraten die im Ruhrgebiet die Ruhrfestspiele gegründet haben, weil sie wussten, dass Bürger Kultur und soziale Sicherheit benötigen um die Kraft zu haben einen Sozialstaat mit demokratischen Strukturen aufzubauen. Geld gab es damals weniger als heute, aber es gab nach dem Faschismus die Notwendigkeit, die Einsicht und den Willen.

Duisburg ohne kulturelle Leuchttürme wird zu einer verbrannten Stadt.

Mit solidarischen Grüßen

Joachim Baumann

Dr. Willi Plöger Mon, 14.05.2012 13:11 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe letzte Woche die Petition unterzeichnet und möchte dies noch wie folgt kommentieren: Obwohl ich 35 Jahre an der Universität Helsinki tätig war, bin ich
dem Rheinland und seinem besonderen künstlerischen Gepräge u.a. aus
biographischen Gründen immer noch stark verbunden. Die geplanten
Tilgungen im Kulturbereich sind für mich der Anfang vom Ende der
Identität dieser heimatlichen Landschaft und ihrer Bewohner.
PRINCIPIIS OBSTA!- Mit besten Grüßen, Dr. Willi Plöger

Christoph Erpenbeck Thu, 10.05.2012 21:25 Uhr

Ich war neun Jahre Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein unter Kurt Horres
und bin jetzt Sänger und Chefdisponent des Theaters Krefeld - Mönchengladbach.
Ich fordere die Verantwortlichen auf, alle Aspekte eines solchen Kulturbetriebes zu bedenken bis hin zu den Standortfaktoren für die Städte.
Streichen an der Kultur ist für eine Stadt ein Tod auf Raten.
Wer sich nicht in der kulturellen Spannweite einer Gesellschaft zur Dauerhaftigkeit einer kulturell bewahrenden Existenz bekennt, gibt die Gesellschaft der Beliebigkeit preis.

Peter Schulz-Knappe Thu, 10.05.2012 16:05 Uhr

Es wird Zeit, sich wieder zu solidarisieren, um die wichtigen Dinge im Leben nicht ausschliesslich von wirtschaftlichen Gesichtspunkten dominieren zu lassen.
Über 8 Millionen Deutsche singen in Chören. Wahrscheinlich gibt es mehr Sänger in Deutschland als Fußballer im DFB, und das bis ins hohe Alter. Mit wunderbaren sozialen Effekten.
Gerade die Häuser in den grossen Städten helfen hier, als Kristallisationskeime diese Stärke zu bewahren. Daher ist die primär auf minimalen Verlust ausgerichtete Betrachtung viel zu kurzsichtig.
Wir brauchen die öffentlichen Häuser. Und jeder weiß, dass sie Zuschüsse brauchen. Ok.
Es wäre fatal, wenn gerade ein Paradebeispiel, nämlich die Kooperation von Häusern und Kommunen, um den Spagat zwischen kultureller Aufgabe und finanzieller Aufgabe zu lösen, jetzt verloren ginge.
Kopf hoch, es muss weitergehen.

Guido Wed, 09.05.2012 12:39 Uhr

Zu Herrn Kubis (6.5.)

Ihr 14-jähriger wäre wahrscheinlich kein Intensivtäter, wenn doch nur jemand sein Interesse an irgendetwas frühzeitig geweckt hätte. Zur inneren Zufriedenheit gehört Bildung in allen Bereichen. Zuständig für Bildung ist das Elternhaus aber auch der Staat.Ein wichtiger Teilbereich hier ist sicher auch ein Opernhaus, wo auf Kinder- und Jugendarbeit Wert gelegt wird und Heranwachsende rechtzeitig "von der Strasse" geholt werden.Sie als Mitarbeiter der Jugendhilfe sind quasi die Feuerwehr. Nötig, richtig und wichtig, wenn Erziehung versagt hat.Sie wird aber immer öfter versagen, wenn das Angebot ständig eingeschränkt wird.

Auch wenn mir Ihr Ton überhaupt nicht gefällt, verstehe ich schon Ihr Anliegen.

Dennoch: Nur heilen statt vorbeugen ist keine Lösung.

gerd leo kuck Wed, 09.05.2012 09:53 Uhr

"die deutsche oper am rhein" ist eines der wenigen erfolgreichen Operinstitute von zwei städten in deutschland.Duisburg profitiert mit einem vergleichsweise geringem finanziellem beitrag überproportional von erstklassigen sängerinenn und sängern,dirigenten und regisseuren.einem attraktiven spielplan.Der bedeutendsten tanzcompany in nrw und einer der interessantesten in Europa.wie soll die existenz des Orchesters legitimiert werden,wenn die arbeit im graben der oper wegfällt?
gerd leo kuck
generalintendant a.D.

Dr. Klaus Heinrich Kohrs Tue, 08.05.2012 19:08 Uhr

Es ist gut, daß auch eine so herbe Stimme wie die des Jugendpädagogen Kubis (die armen Kinder!) hier zu Wort kommt. Denn damit wird doch deutlich, in welch unbequemer Lage sich der Duisburger Kulturdezernent befindet, dem man die eigene Verzweiflung nun fast besser glauben kann.
Aber Duisburg muß aus seiner Depression herauskommen und sollte sich an seine großartigen Oberbürgermeister erinnern, für die der Antagonismus von Hochkultur einerseits und Jugendkultur und sozialem Engagement andererseits nie existiert hat.
Sich in solche Alternativen drängen zu lassen, schadet allem: Die "Hochkultur" wird verächtlich gemacht, und zugleich wird die beschworene "zeitgemäße" Gegenwelt hoffnungslos banalisiert.

Also: Keine kränkenden Angriffe gegen den Kulturdezernenten. Machen wir ihm lieber Mut, an eine unverbrüchliche Einheit unserer Kultur zu glauben und dafür zu kämpfen.

Und im übrigen: Als Fachmann sehe ich es seit Jahren mit Ungehagen, wie sehr die Deutsche Oper am Rhein von den Medien vernachlässigt wird (auch jetzt, in der Krise - während über jede Kölner Blähung und Verwerfung ständig und parteiisch berichtet wird). Wir müssen unsere großartige Oper auch dagegen verteidigen! Beide Städte gemeinsam.

gemeinsam-kulturvielfalt-erhalten Tue, 08.05.2012 17:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Kubis, Polemik hilft keinem weiter. Die Duisburger Jugend- und Kulturinstitutionen sollten sich nicht gegenseitig zerfleischen, sondern gemeinsame Strategien und Ideen entwickeln, wo es noch (anderweitige) Einsparmöglichkeiten gibt. Die Duisburger Gesellschaft ist glücklicherweise sehr komplex und besteht nicht nur aus Straftätern und Oberschicht. Bei den vormittags stattfindenden Kinderopernvorstellungen können Sie zum Beispiel ein begeistertes junges Publikum erleben, das zu großen Teilen aus Kindern mit Migrations-
hintergrund besteht. Diese Kinder lernen durch das Engagement ihrer Eltern, Lehrer und Lehrerinnen eine Welt kennen, die ihnen sonst verschlossen bliebe. Bevor Sie weiter gegen die Oper wettern- und nebenbei durch Ihre Wortwahl den eigenen Arbeitsbereich diskreditieren- sollten Sie selbst einmal den Weg in eine Opern- oder Ballettvorstellung finden. Vielleicht entdecken auch Sie für sich eine andere Welt! Sollte Ihnen diese Welt nicht gefallen, wissen Sie wenigstens wovon Sie reden.

Eva H. Tue, 08.05.2012 16:57 Uhr

Wie kann man über einen so gewaltigen Schritt nachdenken? Ob die Menschen, die sich herausnehmen solche gravierenden Entscheidungen durchsetzen möchten, überhaupt schonmal Vorstellungen in Ihrem Haus besucht haben?
Gänsehaut, Spannung, Träumereien, Tränen, Dramatik, und in der Pause eine Brezel.... Ich besuche regelmäßig und voller Liebe zur Oper das Theater Duisburg und wäre zu tiefst betrübt, wenn eine Kooperation zwischen Duisburg und Düsseldorf nicht mehr zu Stande käme.

Günter Margiol Tue, 08.05.2012 07:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Esch!

Ich arbeite selbst in einem Kulturbetrieb und weiss daher, dass Gäste an einem Theater aus aller Herren Länder kommen können - doch das ist NICHT Multikulti, da alle Protagonisten sich mit unserer Kultur (bei der Arbeit) identifizieren, sonst wären sie auf der Bühne fehl am Platz bei der Interpretation von Werken. Auch besteht Kultur als Ganzes nicht nur aus Theatern. Ich will jetzt nicht näher auf Multikulti eingehen - das können Sie offenen Auges täglich auf der Strasse sehen und in der Zeitung lesen.
Mit freundlichen Grüssen
G.Margiol

Jan Soukup, DiS. Mon, 07.05.2012 23:54 Uhr

Plese save Deutsche Oper am Rhein! Don´t fall your culture to the deep. Jan Soukup, DiS. director of Moravian and Silesian Sinfonietta

Fabio Scinta Mon, 07.05.2012 22:52 Uhr

Meiner Meinung nach darf solch ein musikalischer Schatz niemals in Frage gestellt werden. Ist es nicht die klassische Musik und das klassische Ballett, welche durch theatralischen, tänzerischen und musikalischen Glanz die Menschen Tag ein, Tag aus in ihren Bann zieht?

Wolfgang Esch, Duisburg Mon, 07.05.2012 21:43 Uhr

Herr Kruik, Achtung! In einer Ehe schreibt man sowas nicht. Die Opernverwaltung und somit die Macher der Petition sitzen in Düsseldorf. Mir scheint sie haben die Methode der elektronischen Unterschrift noch nicht verstanden - egal wo Sie wohnen.

Herr Margiol,
wenn unsere Oper nicht Multikulti ist, was dann: Sänger aus der ganzen Welt singen in der Orginalsprache des Werks. Auch eine Form der Globalisierung und zwar in der Region. Leider ist Duisburg in finanziellen Kalamitäten, während Düsseldorf einen gewissen Wohlstand nicht verbergen kann. Das ist die Wurzel des Problems.

Jürgen Kuik Mon, 07.05.2012 19:41 Uhr

was ist das wieder für ein saublödes Petitions-Formular, in dem weder erklärt noch ersichtlich ist, wie oder wo die "Unterschrift", um die allein es doch geht, gegeben werden soll !! Typisch Duisburg

Günter Margiol Mon, 07.05.2012 16:29 Uhr

Das erste, das Politikern einfällt. wenn es um Sparmaßnahmen geht, ist Sparen auf Kosten von Bildung und Kultur. Das ist leider auch in Österreich so.
Vielleicht ist das "Zusperren" von Theatern und das Auflösen von Orchestern auch eine indirekte Forderung des Globalisierungsgedankens mit seiner "Multikultur" (die keine Kultur ist), um eigenständig gewachsenes Kulturgut, das ja auch Identifikation einer Region mit seiner Geschichte und Gesellschaft ist, abzuschaffen.

Die zuständigen Gremien in Brüssel setzen seit Jahren alles daran, eigenständiges Kulturgut möglichst zu vernichten (haben auch Sie im Ex-Jugoslawien vergeblich die kommunalen Märkte nach traditioneller Handarbeit wie z.B. Holzarbeiten, Tuch, Tischtücher u.s.w.) abgesucht und nichts gefunden von den Dingen, die es früher zu Hauf gab? Alles ist verschwunden und hat der Massenware weniger Konzerne Platz machen müssen, die es von Istrien bis Montenegro an allen Standeln als Einheitsware von schlechter Qualität zu kaufen gibt. Auch das fällt unter den Begriff Kulturvernichtung.

Mit dem Wegfall der Monarchie hat in Österreich (und auch in Deutschland, wie ich meine) der Staat und damit die öffentliche Hand die Verpflichtung der Förderung von Kultur in allen Facetten übernommen (diese Förderung war früher dem Adel und den Feudalherren vorbehalten, z.B.Fürst Esterhazy bei Josef Haydn).

Und Kultur hat schon unter den Römern und Griechen Geld gekostet.

Oberstes Gebot unserer Politiker müsste also sein, in Bildung und Kultur zu investieren, und nicht aus kurzsichtiger Sparpolitik genau dort anzusetzen, wo die Gesellschaft ihre Wurzeln ableitet. Kultur in jeder Form ist die einzige Sprache auf der Welt, die man grenzüberschreitend nicht lernen muss und sie doch versteht.
Um einen Kulturraum zu erhalten, muss man ihn auch fördern.
Wenn Kultur zerstört wird, raube ich der Gesellschaft die Grundlage und die Gesellschaft zerfällt.

Wenn man nackte Zahlen auf den Tisch legt, was Theater oder Beruforchester an Geld kosten, wird einem schwindlig. Jedoch relativiert sich Vieles, wenn man bedenkt, dass die Beschäftigten (und das ist die grosse Mehrheit, Gäste sind eher selten) vor Ort wohnen, ihre Steuern zahlen, ihre Kinder grossziehen, das verdiente Geld in der Region ihres Arbeitsplatzes ausgeben und damit die Wirtschaft der Region unterstützen (die ja auch wieder Steuern davon zahlt), dann kann man über den Begriff UMWEGRENTABILITÄT die Kosten für den Erhalt von Kultureinrichtungen und deren Personal relativieren. Oder sind die Kosten für hunderte Arbeitslose, abgesehen von den sozialen Folgen, geringer?

Vielleicht verhelfen meine Gedanken doch dem einen oder anderen Politiker dazu, seine Kurzsichtigkeit zu korrigieren.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Anmerkung: Verbreitung durchaus erwünscht!

junge Duisbürgerin Mon, 07.05.2012 00:19 Uhr

Entgegen vieler Meinungen gilt der Opernbesuch für viele Familien als Alternative am Sonntag. Ich selber (23) gehe sehr gerne in die Oper und bin solche Diskussionen aus meiner Heimat (Osnabrück) nicht ansatzweise gewohnt! Kulturverdorssenheit wird durch Kürzungen im Etat der Kultur doch erst hervorgerufen.

Die Arbeit, die in deutsche Theatern und auch in Duisburg geleistet wird, wird sowieso von den meitsen nicht mehr genug gewürdigt. Immer wieder wird nur "sparen" und "es lohnt sich nicht" in populistischer Manier geschrien. Was an Geldern an anderer Stelle verschleudert wird (Bsp. Klagen gegen Arbeitsämter,dicke Gehälter für einige Politiker auch über ihre Amtszeit hinaus), darüber meckert natürlich keiner der Herren im Rathaus oder anderswo. Damit würde man sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

Und übrigens eine Universitätsstadt ohne Kultur (und dazu zählt Oper, Philharmonie und Theater auf jeden Fall!)kann es eigentlich nicht geben. Den Kultur ist auch Bildung!

Dr. Gisela Csiba Sun, 06.05.2012 23:53 Uhr

Herr Kubis, Ihre Behauptung, Oper sei "Hochkultur für Wenige", ist falsch und zeigt, dass Sie dieses Angebot weder für sich selber noch für Ihre "Schützlinge" in Anspruch genommen haben. Sonst wüssten Sie nämlich, dass Oper in jedem Fall für ALLE eine bereichernde Erfahrung ist. Ihr aggressiver Ton lässt zudem Sozialkompetenz vermissen, nämlich DIE Fähigkeit, vernünftige DEMOKRATISCHE Entscheidungen - hier zum Erhalt von unverzichtbarem und unersetzlichem Kulturgut - zu treffen.
Die Jugend braucht in erster Linie Vorbilder, nicht Geld!

Ulrich Schardt Sun, 06.05.2012 22:52 Uhr

Nichts wird sich in diesem Lande verbessern, nichts, wenn alle Kulturetats um 20% gekürzt und jede "so genannte" subventionierte Kultur auf 0 zusammengekürzt wird. Die ganze Welt beneidet uns um dieses kulturelle Erbe, was wir jetzt natürlich mit Füßen treten können. In Venezuela hat ein Sozialpädagoge vor Jahrzehnten Straßenkindern mit Musik eine Struktur und einen Sinn für ihre Leben ermöglicht. Dies mag trotz hunderter Jugendorchester dort immer noch ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, wie vielleicht auch in Duisburg, angesichts der sozialen Probleme und Verhältnisse. Aber jedes Kind und jeder Jugendliche, der durch die Arbeit auch der Rheinoper erreicht, möglicherweise angesprochen und seelisch berührt wird, ist ein wahrer Gewinn für dieses rein profitorientierte Land. Dafür kämpfen wir hier auch. Denn die bösen Reichen können sich ihre Opernerlebnisse auch sonst wo leisten, sie zahlen aber auch in und für Duisburg Steuern und unterstützen vielleicht auch gerne Kultur in ihrer Stadt. Keine kaputtgemachte Kultur in Duisburg verbessert ein soziales Problem.

Wolfgang Esch Sun, 06.05.2012 21:11 Uhr

An den Kollegen von der Duisburger Jugendhilfe: Niemand stellt eine Oper über irgendwas anderes, aber die Sozialpädagogik ist selbst dann kein Wundermittel, wenn dafür mehr Geld ausgegeben wird. Was schwierigen Jugendlichen hilft, sind Chancen und Bildung. Die Oper gehört für Kinder und Jugendliche zur kulturellen Bildung, sie ist Erlebnispädagogik, wie gefordert.

jansssenmussweg Sun, 06.05.2012 20:35 Uhr

Als erste Maßnahme zum Erhalt der Opernehe schlage ich vor, den Kulturdezernenten der Stadt Duisburg künftig nur noch als "sogenannter Kulturdezernent" zu bezeichnen. Die unsägliche Mischung von Untätigkeit, um nicht zu sagen Faulheit und Dummdreistigkeit zählt zu den Plagen mit denen Duisburg noch klarkommen muss.
Schade, dass man Dezernenten nicht abwählen kann.
Ein zorniger Duisburger Opernfreund

Birgitta Henze Sun, 06.05.2012 20:22 Uhr

Zum Beitrag von Herrn Kubis:

Ich habe leider keine Kinder, auch wenn ich gerne welche gehabt hätte, aber ohne Kinder nutze ich natürlich auch keine der geförderten Einrichtungen, die übrigens zu einem sehr großen Teil auch von meinen Steuern bezahlt werden. Trotzdem käme ich natürlich niemals auf die absurde Idee diesen erheblichen Anteil meiner Steuern zurückzuforden. Nur weil ich etwas wie Kindergärten, Spielplätze, Schulen und in meinem Fall auch Büchereien und Schwimmbäder nicht nutze, schreie ich nicht gleich danach, all diese Einrichtungen zu schließen.

Außerdem soll doch eigentlich die Bildung der Kinder und auch aller m Menschen, die in diesem Land leben, gefördert werden. Und ich bin mir sicher, dass Kultur ein Teil dieser Bildung ist.

Es bleibt noch zusätzlich eine Frage offen. Wer bezahlt all die vielen Arbeitslosen, die durch eine Trennung Duisburgs von der Deutschen Oper am Rhein auf die Stadt Duisburg zukommen würden?
Orchestermusiker sind ab einem Alter von 30 - 35 Jahren nicht mehr vermittelbar. Chorsänger dürfen ein bißchen älter sein, aber auch auch als Chorsänger wird man spätestens ab 40 zu keinem Vorsingen mehr eingeladen. Was wird aus all den Menschen, die in den Abteilungen Maske, Garderobe, Requisite, Technik, Beleuchtung, Ton u.ä. arbeiten, und dann nicht mehr benötigt werden.
Kann die Stadt sich all diese Arbeitslosen leisten?

Ich war über viele Jahre Mitglied der Statisterie und des Extrachores, bis meine berufliche Entwicklung dies nicht mehr zuließ, aber ich kann nur sagen, dass diese 16 Jahre die Schönsten meines Lebens waren. Ich kehre nach wie vor immer wieder, sofern es meine Zeit erlaubt, gerne zurück.

Es wäre eine unsägliche Schande, wenn man der Stadt Duisburg seine Kultur nehmen würde.

Dr. Peter Henke Sun, 06.05.2012 17:50 Uhr

Zum Beitrag von Herrn Kubis:

Natürlich lässt sich die Bezuschussung eines Angebots, das de facto nur von einer Minderheit wahrgenommen wird, hinterfragen und natürlich gibt es gerade in einer Stadt wie Duisburg wichtigeres als ein Opernhaus (auch wenn der Umgang mit sozialen Missständen und Gewalt gerade einen Kerngegenstand des Musiktheaters darstellt...).

Aber ist das die Lösung? Nur noch privat finanzierte "Hochkultur", die für einen Großteil der Bürger völlig unerschwinglich ist? Eine Vertiefung der Kluft zwischen "denen da oben", die sich einen Opernbesuch leisten können, und dem Rest, der draußen bleibt? Könnte es sein, dass das zu noch mehr "Intensivtätern" führt, die sich solche Ungerechtigkeiten nicht bieten lassen? Und was soll an einem solchen Modell - Musiktheater nur für die Gutverdienenden - "christlich" sein, wie von Herrn Kubis mehrfach angedeutet? Gibt es zwischen dem "Jugendlichen aus schwierigem sozialen Umfeld" und dem "Besserverdienenden" nicht noch andere Menschen, deren Bedürfnisse relevant sind und die vielleicht auch einmal Erfahrung mit der "Hochkultur" machen wollen?

Jedenfalls lehrt die Beschäftigung mit dem Musiktheater Besucher jeder Einkommensklasse das Wahrnehmen von Zwischentönen, die dem Beitrag von Herrn Kubis leider fehlen.

Christian Kubis Sun, 06.05.2012 16:22 Uhr

Ich finde es gut, dass damit aufgehört werden soll, Hochkultur für Wenige aus kommunalen Mitteln zu finanzieren. Ich arbeite selbst in der Jugendhilfe in Duisburg, hier fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Und es wird jawohl auch jeder Opernliebhaber akzeptieren können, das Hochkultur wie eine Oper nicht länger bezuschusst werden darf, wenn das Geld schon in der Jugendhilfe vorne und hinten nicht reicht. Oder will hier irgendeiner behaupten, dass der Besuch von Opern Jugendlichen aus schwierigem sozialen Umfeld irgendetwas für Ihre Zukunft bringt?!? Ne, da bräuchte man vielmehr Sozialpädagogen, Erlebnispädagogen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten usw., aber ganz bestimmt keine Oper, an der z.B. ein 14jähriger jugendlicher Intensivtäter überhaupt kein Interesse hat. Sowas unchristliches eine Oper über fachlich-fundierte Jugendhilfe zu stellen. Vielen Dank Ihr unchristlichen Besserverdienenden für Eure Scheiß-Petition zum Erhalt der Oper !!! Ich ganz nicht fassen, als ob es nichts wichtigeres gibt als diese blöde, teure Oper...soll die sich über den Verkauf von Eintrittskarten komplett (!!!) selbst finanzieren, dann kann Sie ja bleiben... Denkt doch mal nach, bevor Ihr diese Schrott-Petition unterschreibt...

Dr. Peter Henke Sat, 05.05.2012 15:09 Uhr

Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit weiterer Sparbemühungen: Die jahrzehntelange Erfolgsgeschichte der Rheinoper, die gerade der Stadt Duisburg Musiktheater, Ballett, Kinderprogramm etc. für einen - gemessen am dargebotenen hohen Niveau - extrem günstigen finanziellen Aufwand beschert, zu beenden, wäre eine kultur- und auch haushaltspolitisch völlig absurde Entscheidung! Will man ein gewisses Geistesleben aufrecht erhalten, so ist es mit (erfreulichen) "Leuchtturmprojekten" wie der Ruhrtriennale und gelegentlichen "Events" nicht getan. Es bedarf einer kulturellen Grundversorgung, nicht zuletzt um unsere Kinder und andere weniger Erfahrene an die "Kultur" heranzuführen. Oder sollen in Deutschland nur noch Superstars und Supermodels gesucht, aber keine kulturellen Inhalte mehr vermittelt werden?

Wälsungenblut1971 Sat, 05.05.2012 10:02 Uhr

Meine Idee:

Bei jedem Kauf eines Tickets für unsere Düsseldorfer Oper gibt es eine Option, eine Solidaritätsversion des Tickets mit 5? Aufpreis zu wählen.

Reinerlös nach Duisburg!

Evtl eine Goldversion, die 50? Aufpreis kostet....und steuerlich absetzbar ist....

Christian Fischbach Fri, 04.05.2012 20:52 Uhr

Die NRW-Landesregierung möchte doch verschuldete Kommunen entlasten. Kultur ist ihr gerade auch für Kinder und Jugendliche wichtig. Es wäre ein fatales Zeichen, wenn das Theater in Duisburg nach dem Scheitern der Opern-Ehe viel öfter lehr stehen würde und somit aus dem Blickfeld der Bürger immer mehr verschwinden würde. Unter der Vorgängerregierung,man mag über viele Entscheidungen diskutieren, aber es gab unter dem Kulturstaatssekretär Große-Brockhoff eine Kommission die einen Bericht zur Zukunft der Kultur in NRW erstellt. Dort wurde auch die Übertragung von einigen Theatern in die Obhut des Landes als Staatstheater vorgeschlagen. Damals wurden zwar Essen als Landesoper und Köln für das Schauspiel vorgeschlagen. Aber wieso sollte nicht das Land NRW eine Landesoper künftig inne haben, die in der Landeshauptstadt und in Duisburg sitzt. Die Qualität ist vorhanden und die Stadt Duisburg könnte entlastet werden. Andere kulturelle Stätten würden mit frei werdenden Geldern gestärkt.

Marc Franke Fri, 04.05.2012 17:50 Uhr

Na Bravo Herr Elbers ! Welch ein Zeichen von Solidarität dem langjährigen Partner gegenüber, unmittelbar nach Bekanntwerden der Duisburger Pläne laut über eine Verbindung mit Köln nachzudenken.Der OB sollte kämpfen für den Erhalt dieser Opernehe, kümmert sich aber stattdessen lieber um Bambi-Verleihung, Wetten Dass und Eurovision Song Contest !Wann bekommt Düsseldorf endlich mal wieder einen OB, der sich für die Kultur einsetzt ?!

Susanne Kittner Fri, 04.05.2012 13:43 Uhr

Ich appelliere an alle Beteiligten der Stadt Duisburg die Entscheidung, die Opernehe Düsseldorf ? Duisburg aufzugeben, noch einmal zu überdenken und in alle Richtungen (einschließlich Gründung einer Stiftung) zu überlegen, wie man dieses Stück Kulturgut erhalten kann.
Ich bin mit dem Theater Duisburg aufgewachsen (meine Eltern waren bereits Abonnenten) und die Musik der Philharmoniker hat mich mein Leben lang begleitet. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass etwas über so viele Jahre Gewachsenes und Begeisterndes einfach vernichtet wird. Duisburg wird nie wieder eine Philharmonie und Oper haben und in absoluter Bedeutungslosigkeit versinken, wenn dieser Glücksfall ?Opernehe? aufgegeben wird.
Wozu hat man die neue Mercatorhalle gebaut und Sponsoren eine riesig teure Orgel zahlen lassen, wenn die Philharmoniker abgeschafft werden? (Wenn die Opernehe gekündigt wird, lösen sich zwangsläufig auch die Philharmoniker auf.)
Das Orchester, das Opernensemble, das Ballett, das sind doch nicht Dinge, die man in den Abfall schmeißt um sie nächstes Jahr wieder neu zu kaufen. Sie jetzt aufzugeben, bedeutet sie für immer zu verlieren (und mit immer meine ich auch immer, es sei denn, ich werde in mindestens 10 Generationen wiedergeboren - vielleicht gibt es dann, eventuell, mit viel Glück einen Neustart!?). Das Orchester ist so anerkannt und so leistungsfähig wie nie zuvor. Wenn irgendwer oder irgendetwas in Duisburg für Qualität, für Können steht, dann sind es Oper, Ballett und Philharmonie. Alle Solisten, alle Dirigenten kommen gerne nach Duisburg und alle loben das hohe Niveau des Orchesters. Und das Einzugsgebiet des Theaters und der Philharmonie zieht ebenfalls immer weitere Kreise (auf jeden Fall gehört ein großer Teil des Niederrheins jetzt schon zum Stammpublikum in Duisburg).
Bitte zerstören Sie nicht diese Beiträge zu einer menschenwürdigen und erhebenden Lebensqualität, das wäre ein Verbrechen.

zorniger fan Fri, 04.05.2012 12:31 Uhr

Der Mann, der nicht Musik hat in ihm selbst,
den nicht die Eintracht süßer Töne rührt,
taugt zu Verrat, zu Räuberei und Tücken;
die Regung seines Sinns ist dumpf wie Nacht,
sein Trachten düster wie der Erebus.
Trau keinem solchen! (Lorenzo)
Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig V. 1

Lars Wallerang Fri, 04.05.2012 09:49 Uhr

Ich fürchte, die Politiker, die hier 11 Mio. Euro sparen wollen, wissen nicht, welche kulturelle Hebelwirkung dieser Betrag besitzt. Billiger ist die Pflege eines großen Opern-Repertoires auf hohem künstlerischen Niveau bei erschwinglichen Eintrittspreisen auf dieser Welt nicht zu haben. Die sich so reich verzinsende Investition zu streichen ist kulturökonomischer Suizid.

Helmut Brenner Fri, 04.05.2012 07:59 Uhr

Es hat bisher in keinem Land und keiner Stadt auf dieser Welt funktioniert, wenn an der Kultur gespart wird. Im Gegenteil, ein Land, eine Stadt verarmt erst richtig, wenn man sich seiner kulturellen Güter leichtfertig beraubt, nur um einen kurzfristigen finanziellen Effekt zu erzielen.
Den abstrusen Gedanken, die Oper in Duisburg zu schließen, muß unbedingt Einhalt geboten werden.

Rudolf Hermes Thu, 03.05.2012 23:43 Uhr

Gerade 10 Jahre ist es her, dass in Duisburg-Wanheimerort das riesige Produktionszentrum der Deutschen Oper am Rhein mit zwei Probebühnen, Werkstatten und einer gigantischen Montagehalle gebaut wurde. Damit sollte die feste Verbundenheit Duisburgs mit der Rheinoper unterstrichen werden und die Stadt beteiligte sich mit 3,8 Millionen Euro an dem Bau, der 10,4 Millionen kostete.
Soll hier in Zukunft ein Outlet-Center eingerichtet werden, oder was will ein Duisburg ohne Oper mit diesem Gebäudekomplex anfangen?

Ute Miller Thu, 03.05.2012 21:50 Uhr

Mir fällt für die Verantwortlichen für diesen Vorschlag nur das Wort "Kulturbanausen" ein, wenn ich höre, daß aus Einspargründen ausgerechnet an die Auflösung der jahrzehntelangen, florierenden Zusammenarbeit der "Deutschen Oper am Rhein" Düsseldorf mit Duisburg überhaupt gedacht wird? Es kann sich doch nur um (ich hoffe ja immer noch, daß es nur einer ist!!) Menschen handeln, die mit Musiktheater,Oper und Ballett, überhaupt nichts anfangen können. Vermutlich ist das solch ein Banause, daß er nichts anderes kennt als internet und Fernsehen; in der Oper war er sicher höchstens einmal (da war's ihm vermutlich gräßlich öd und fad) Sein Argument: Im Fernsehen brächte man doch genügend Kultur zum Vortrag wie Gottschalk, Silbereisen, Komödienstadl usw. ....Mir graust es bei der Vorstellung, daß solche Leute im Finanz- Ausschuß der Stadt Duisburg sitzen und Einfluß auf die Haushaltsführung haben..Duisburg hat wahrhaftig immer noch einen Ruf als schmuddelige Malocherstadt mit hohem Ausländeranteil, naja, ein bißchen grüner ist sie ja inzwischen, in der Wedau wird gepaddelt, sie hat auch einen ZOO :-) aber das Sahnehäubchen, das der Stadt bisher ein wenig Glanz gab, ist die "Deutsche Oper am Rhein", das Ballett und alle sonst noch damit verbundenen Aktivitäten. Wenn ich schon höre:"Daseins - vorsorge vor Kultur", dann sind wir nicht mehr weit weg vom "Erst kommt das Fressen, dann die Kultur". Kulturland Deutschland, ja, das klingt wunder- schön! Noch werden wir beneidet vom Ausland für unsere bemerkenswerte
Theater-und Opernlandschaft im ganzen deutschen Raum. Will Duisburg wirklich als erste Stadt anfangen mit dem Abbau seines bedeutenden Musiklebens? Dann wird Duisburg endgültig eine gesichtslose und niveaulose Malocherstadt sein, ein ungastlicher Ort mit z.B. geschlossenen Schwimmbädern, vor sich hin ödenden Einkaufszentren, von wo aus man
dann auf ein geschlossenes Theater blickt... Bildung wird auch kaum noch anzutreffen sein, denn Kultur und Bildung gehören zusammen! Als nächste Einsparung
ist vorauszusehen die Niveausenkung und Vereinheitlichung
der Schulen...
Dann hat Frau Behrend recht: stellen wir doch den Antrag auf Eingemeindung als nördlichstem Stadtteil von Düsseldorf, dann sparen wir auch einen neuen OB!!
Solche Kultureinrichtungen gehören unbedingt zur Lebensqualität einer Stadt, wer daran spart, hat nicht begriffen, daß "Maloche" eben nicht alles im Leben ist, erst die Kultur macht uns zu freien Menschen!

Dr. U. Rabien Thu, 03.05.2012 19:46 Uhr

was ist das wieder für ein saublödes Petitions-Formular, in dem weder erklärt noch ersichtlich ist, wie oder wo die "Unterschrift", um die allein es doch geht, gegeben werden soll !!

Renate Rothe Thu, 03.05.2012 19:41 Uhr

Alleine über den Erhalt unserer Kulturstätten diskutieren zu müssen, ist schon eine Schande für unsere Stadt. Man denke nur an das Duisburger Prestigeobjekt Küppersmühle, wo Millionen Euro marode vor sich hinrosten. Sparen ist gut und wichtig aber bitte in Bereichen, wo es nötig und richtig ist!

karin finke Thu, 03.05.2012 17:08 Uhr

Ich kann es einfach nicht fassen! Wie peinlich ist das denn! In dieser Stadt wird viel Geld für Menschen, die der Stadt überhaupt keine Leistungen anbieten, ausgegeben,aber für die schönen Künste soll nun nur noch der Rotstift sprechen?
Bleibt den Bürgern dann nur noch das "Prekariats-Fernsehen" als kulturelle Quelle?? Jeder Opern-Besucher kennt das wundervolle Gefühl nach einer Vorstellung, langsam wieder in den Alltag herabzusteigen, nachdem man quasi den Olymp verlassen hat.Ich möchte nicht aus "Kostengründen" auf Kultur verzichten müssen!

Gregor Ziegler Thu, 03.05.2012 16:47 Uhr

Ich kann mir Duisburg ohne unsere Oper überhaupt nicht vorstellen.

Ich habe hier, als gebürtiger Duisburger, meine ersten Theater- und Opernerlebnisse gehabt, meine Kinder gehen regelmäßig in die (fast immer ausverkauften)Stücke der Kinderoper.

Ich hoffe sehr, dass uns die Oper erhalten bleibt und unser Leben weiterhin bereichert. Sie ist etwas ganz besonderes, ohne sie wäre Duisburg nicht mehr dieselbe Stadt, hätte nicht mehr dieselbe Lebensqualität.

Besonders ärgerlich ist, dass die Oper in Duisburg ohnehin schon relativ niedrige Kosten verursacht aufgrund der Fusion mit Düsseldorf. Das sollte nicht aufgegeben werden.

Duisburg braucht nicht nur schicke Shoppingcenter als "Leuchttürme" der Innenstadt, es braucht Kultur, gerade in schwierigen Zeiten.

Jürgen Ernst Thu, 03.05.2012 16:39 Uhr

Traurigkeit vermischt sich mit Wut angesichts solcher Pläne. Die Duisburger Philharmoniker und das Schauspiel-/Opernhaus gehören zu den noch letzten verbliebenen Aushängeschildern dieser Stadt. Hier würde etwas ganz Besonderes unwiederbringlich verloren gehen. Soll sich das Lebenswerte in Duisburg zukünftig etwa auf ein austauschbares Einkaufszentrum beschränken, von dem aus man wehmütig auf das leerstehende Theater blickt? Ich wünsche den verantwortlichen Politikern Mut und Kreativität bei der Suche nach Lösungen im Sinne der Kultur. Und von den Bürgern erhoffe ich mir einen von der Politik nicht zu ignorierenden Proteststurm.

Jürgen Plich via Sami Luttinen Thu, 03.05.2012 12:32 Uhr

Ich bin ganz erschüttert, dass nun anscheinend die Existenz des Theaters, in dem ich als gebürtiger Duisburger zum ersten Mal große Opern hörte, auf dem Spiele steht - und die des Symphonieorchesters, dem ich die prägenden Musikerlebnisse meiner Jugend verdanke!

Als freiberuflicher Musiker weiß ich zwar, das Subventionen nicht zwingend nötig sind, um Kunst am Leben zu erhalten. Irgendwie hält einen Künstler die Begeisterung für die Sache, für die er brennt, immer am Leben. Ja, auch Mozart und Schubert ließ man darben, und dennoch schufen sie große Musik.

Ist das aber richtig? Wollen sich die Verantwortlichen unserer Städte, Länder, des Staates wirklich auf eine Stufe stellen mit autoritären Regimes der Vergangenheit, die die Künste und überhaupt die wachen Geister verachteten? - Dieter Bohlen lebt, und das Stadttheater wird abgeschafft? Das Dschungel-Camp floriert, und das Symphonieorchester wird aufgelöst? Ja wo leben wir denn?

Eine Stadt wie Duisburg ist durch mancherlei Verwerfungen stark gefährdet. Ich verstehe, dass die Stadtoberen sich um die kaum noch kontrollierbaren Finanzen Sorgen machen und überall Einsparmöglichkeiten suchen. Leider schätzen aber solche Beamte das Potenzial, das in der Kultur liegt, oft falsch ein, weil keine unmittelbaren, bezifferbaren Gewinne auf der Habenseite erscheinen.

Doch gerade da, wo Gefahr im Verzuge ist, müssten solche Kräfte gestärkt - und nicht geschwächt - werden, die im Verborgenen wirken, wie eben die Kultur. Sie kann in den Menschen, die sie erleben, Ungeahntes freisetzen. - Wo habe ich ein ums andere Mal den Schillerschen Spruch gelesen: "Mit all seinen Tiefen, seinen Höhen roll ich das Leben ab vor deinem Blick. Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück"? Am Giebel des Duisburger Stadttheaters! Menschen, die die Kunst auf diese Weise in sich einlassen - die "reicher in sich selbst zurückkehren" - werden den Herausforderungen der Welt anders begegnen als ohne sie.

Wir brauchen gerade heute solche Menschen, wir brauchen diese Kultur! Deshalb meine Bitte: Unterzeichnen Sie die Petition, wie ich es soeben getan habe. Danke!

Ulrich Schardt Thu, 03.05.2012 10:29 Uhr

Wo bleiben die Duisburger als Unterzeichner? Gefühlt lediglich jeder 10. Unterzeichner kommt aus Duisburg...Solidarität von aussen ist unerlässlich - aber es IST EURE OPER, DUISBURGER!

Wälsungenblut1971 Thu, 03.05.2012 09:35 Uhr

Vielleicht sollte eine Umwidmung des Duisburger Opernhauses in eine Moschee angedacht werden.....

Operamrheinfan Thu, 03.05.2012 09:32 Uhr

Erhaltet die Operngemeinschaft auf dem jetzigen hohen Niveau.
Sucht finanzstarke Sponsoren.
Gründet bzw. stärkt Fördervereine etc..
Kein Städte-Klein-Klein.
Kulturhauptstadterbe ausbauen, nicht eindammpfen.

Wälsungenblut1971 Thu, 03.05.2012 09:30 Uhr

Leider hat die Stadt Duisburg es versäumt, Verantwortliche zu installieren, die Etateinsparungen durchsetzen, ohne an künstlerischer Qualität wie Quantität der Aufführungen Abstriche machen zu müssen.

Dies wäre möglich - gewesen!

Wenn der neue OB Link inauguriert ist, sollte eine seiner ersten Amtshandlungen sein:

Entlassung des Kulturdezernenten Janssen plus Entlassung des überforderten wie inkompetenten Intendanten der Duisburger Philharmoniker, "Dr." Wendel....Eine Rettung ist noch möglich, mit dem richtigen Führungspersonal....

Claudia Behrend Thu, 03.05.2012 09:04 Uhr

Duisburg schafft sich konsequent ab. Mein Vorschlag zur Einsparung: Antrag auf Eingemeindung als nördlichster Stadtteil von Düsseldorf, spart u.a. die Wahl zum neuen OB

Rudolf Hermes Wed, 02.05.2012 23:38 Uhr

Ich erinnere mich noch gut, an die Pressekonferenz zur Spielzeit 2009/10. Damals wurde der Duisburger Kulturdezernent nach dem geringeren Anteil seiner Stadt am Etat der Rheinoper gefragt. Seine Antwort war, dass das nur vorübergehend so sei, Duisburg aber bestimmt auch mal irgendwann wieder mehr bezahlen würde.

Daniel Draganov Wed, 02.05.2012 22:07 Uhr

Vielleicht ist jetzt die Zeit, die aktuell überhand nehmenden Diskussionen um die Notwendigkeit von Kultur und ihre Einrichtungen zu nutzen, und ein für allemal klar zu stellen, dass Deutschland ein Kulturland ist, das seine Identität und Identifikation aus seiner kulturellen Geschichte bezieht und dessen Zukunft in der Pflege und Bewahrung derselben liegt!
Bildung ist das Pfund, mit dem Deutschland sich zukunftsfähig machen will, aber Bildung ist ohne Kultur nicht zu haben! Bildung IST Kultur!

Ulrich Schardt Wed, 02.05.2012 21:54 Uhr

Und noch einer zum ewig leidigen Thema Auslastung...Auslastung hat auch, ich betone auch, etwas damit zu tun, wie oft ein Haus, ein Theater überhaupt noch bespielt wird, geöffnet ist, sich als Ort für den gesellschaftlichen Diskurs, einfacher gesagt, als Treffpunkt für Opernfans, -freunde, kultur- und musikintersssierte junge und alte Menschen öffnet. Die Anzahl der Vorstellungen in Duisburg ist die letzten 20 Jahre kontinuierlich gesunken, sauber proportional zu den sinkenden Zuschüssen der Stadt Duisburg. D.h. durch Angebotsverknappung erreicht man in Theater nicht automatisch Nachfrageerhöhung, sondern in fast allen Fällen sinkt das Interesse...Und das wird politisch von langer Hand, wenn nicht gewollt, so doch billigend in Kauf genommen, um genau in einem solchen Moment wie diesem von Herrn Janssen als Kürzungsargument auf den Tisch zu kommen.

Ulrich Schardt Wed, 02.05.2012 21:47 Uhr

Das Interview auf Duisburg365 mit Herrn Janssen verschlägt mir die Sprache. Tenor "Daseinsvorsorge vor Kultur" Hört, Ihr Kulturschaffenden und -interessierten. Ihr sorgt Euch nicht um's Dasein. Es ist vielmehr im verwaltungstechnisch beschlossenen Umkehrschluss wohl richtig, dass es Euch und uns für's Dasein nicht zu geben braucht. Erst kommt das Fressen...

Günter Ververs Wed, 02.05.2012 21:31 Uhr

Budgetkürzungen stehen nicht im Zusammenhang mit sinkenden Zuschauerzahlen. Die Kölner Oper hat eine Auslastung von 90% und auch hier soll gekürzt werden. Mangelndes Interesse hat mit bildungspolitischem Kahlschlag an unseren Schulen zutun, in denen musische Fächer bedeutungslos geworden sind. Die Politik orientiert sich zusehr an den wechselden Bedürfnissen der Wirtschaft und macht sich eindimensionales Denken zueigen. Der Bürger finanziert auch Parteien und Politiker, die weit weniger als 60% der Wähler motivieren können, vom Stimmrecht Gebrauch zumachen und niemand fordert ernsthaft die Abschaffung der Parteien. Die Kirchen sind auch nicht mehr zu 100% besetzt und trotzdem zahlen wir Kirchensteuer. Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Ich fordere die Politiker, die Parteien und die Kleriker auf, gehen sie in die Oper, ins Ballett und in Konzerte. Der Besuch wird ihren Verstand beflügeln oder haben sie Angst vorm Fliegen?

Arend Weitzel Wed, 02.05.2012 20:14 Uhr

Wie weit sind wir gekommen, daß gerade das, was unser Land einzigartig macht - nämlich unsere über Jahrhunderte gewachsene Musikkultur - nun allenthalben als Schlachtvieh herhalten muß, weil irrigerweise angenommen wird, daß man dadurch marode Haushalte sanieren könne. NEIN zu jeder Art der Kürzung im Bereich der Kultur! Was hier einmal zertreten ist, wird nie wieder reparabel sein! Es gilt, ein unschätzbar kostbares Gut an kommende Generationen weiterzugeben. Es geht um nicht weniger als um kulturellen und geistigen Umweltschutz!

Gisbert Gnidowski Wed, 02.05.2012 18:12 Uhr

Eine Subventionskürzung verursacht Reduzierung der Qualität, des Personals und der Machbarkeit. Im Anschluß folgt dann Provinzniveau, was einer Oper am Rhein nicht zuzumuten wäre. Erhaltet der Region die Qualität, die auch Stondortfördernd ist.

Wolfgang Wipfler Wed, 02.05.2012 17:02 Uhr

Finanzierung von Kunst ist keine Subvention, sondern Investition!

Britta Gillessen Wed, 02.05.2012 16:47 Uhr

Nicht nur von der Nahrungsaufnahme lebt der Mensch. Kultur, Sport, Bildung etc. gehören ebenfalls dazu.

Bin nur froh, dass Staat, Land und Gemeinden stets über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, unfähige Politiker, in jungen Jahren, in den "wohlverdienten" Ruhestand zu entlassen!

Da verzichte ich doch gern auf Live-Erlebnisse und begnüge mich mit "Konservenklassik"!.

kühler Rechner Wed, 02.05.2012 15:13 Uhr

@"kühler Leser"
mea culpa, hatte ich überlesen. Danke für die Korrektur. Leider kann ich den Kommentar nicht editieren.

Trotzdem ist meine erste Rechnung zutreffend: im Schnitt 70 EUR Subvention pro Besucher.

Bedeutet das, dass jedes Ticket um diesen Preis erhöht werden müsste, um "kostendeckend" zu arbeiten? (ob man das will, sollte, oder muss sei dahingestellt)

Und nach kurzer Websuche hat sich meine "kühle" Rechnung als so falsch gar nicht erwiesen, da die Auslastung wohl tatsächlich nur rund 65% beträgt:

http://www.ioco.de/2012/04/11/dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein-opernehe-mit-duisburg-in-der-dauerkrise-ioco-aktuell-10-04-2012/

(wobei ich die Behauptungen hinter diesem Link natürlich nicht verifizieren kann)

Meine Rechnungen bedeuten nicht, dass ich dafür bin, den Etat so stark zu kürzen. Aber vielleicht sollte das Problem der niedrigen Zuschauerakzeptanz zusätzlich zu allen Solidaritätsrufen thematisiert werden, und eine Verbesserung angestrebt werden.

"kühler Leser" Wed, 02.05.2012 14:33 Uhr

Hallo "kühler Rechner",
die Zahl von 150000 Besucher bezieht sich nur auf Duisburg. Bitte lesen Sie doch genau, bevor sie anfangen "kühl2 zu rechnen...

kühler Rechner Wed, 02.05.2012 13:57 Uhr

Hmm, mal rechnen. 2.5 Mio EUR = 25%, d.h. 100% = 10 Mio. [alleine von Duisburg?oder sind die genannten 25% die Gesamtsubventionen?]

Bei 150 000 Besuchern sind das 67 EUR Subventionen pro Besucher.

Das klingt für mich als sei die Oper chronisch unterbesucht, und man müsste ihre Attraktivität stark steigern --- ohne steigende Kosten. Sonst fällt es schwer, diese Ausgaben zu rechtfertigen.

150 000 Besucher bedeuten nur ~1400 Besucher pro Arbeitstag (sogar angenommen, dass die Oper nur Samstag und Sonntag arbeitet, also 104 Tage im Jahr). Bei ~2400 Sitzen in beiden Häusern bedeutet das eine Auslastung von weniger als 60%.

http://www.rheinoper.de/de_DE/house/facts

Stephan Kürten Wed, 02.05.2012 08:58 Uhr

Solange sich die Duisburger Verwaltung eine Alterssubventionierung moralisch inkompetenter Bürgermeister leistet, ohne zu streiken, ist der Bedarf an Subventionierung kultureller Einrichtungen zur moralischen Bildung nicht gedeckt.

Andreas Kuhlmann Tue, 01.05.2012 22:28 Uhr

Zuerst die Kultur plattmachen und dann wundern wenn sich Unkultur breitmacht! Wie blöd ist DAS denn?

Annette S. Will Tue, 01.05.2012 20:02 Uhr

Meine Kindheit und meine Jugend waren geprägt von der Oper. Mit ihr bin ich großgeworden. Mit meinem Vater, dem Kammermusiker Karl H. Will, war ich mehrmals in der Woche im Theater. Ohne Kultur und vor allem Musik wäre das Leben nicht lebenswert.
Wir berufen uns auf unsere deutsche Künstler und Philosophen sowie auf unsere starke Wirtschaft. Von unseren Sportlern werden wir in einem Jahr der Fußball-EM und der Olympische Spiele auch hoffentlich noch viel positives hören. Ohne Kultur wäre das aber für mich nicht denkbar. Theater oder Opernbetriebe schließen ist ein genauso ein Verrat an der eigen Kultur und Geschichte wie der zurecht verfehmte Verkauf von Museumsbesitz. Ein Volk ohne Kultur verkauft sich selbst und seine Zukunft. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar und nicht erreichbar.
Ein Leben in einer Stadt ohne Kultur lohnt sich nicht.

Stefán v. Cassenberg Tue, 01.05.2012 19:31 Uhr

Die lustige Witwe sah mich vor langen langen Jahren als Komparsen, andere Stücke folgten, heute arbeite ich als Schauspieler und Regisseur. An die Rheinoper legt man keine Hand an, man stützt und fördert sie. Wird es nicht endlich Zeit, einer Staatsoper am Rhein den Weg zu bereiten? Düsseldorf übernimmt Repräsentation, denn Düsseldorf ist Landeshauptstadt, das Haus zu Duisburg übernimmt die Theaterversorgung in Duisburg, den kompletten Niederrhein und bis tief hinein in die Niederlande. Das darf man nicht einmal in Gedanken gefährden. Stefán v. Cassenberg

Holger Bleck Tue, 01.05.2012 18:57 Uhr

Bei Subventionskürzungen in der Größenordnung wie jetzt am Theater Duisburg vorgesehen kann NICHT mit einer Anpassung an wirtschaftliche Entwicklungen argumentiert werden. Dazu ist der vorgesehene Anteil in Höhe von 2,5 Mio. Euro oder rund 25% ab 2014 ganz offensichtlich zu hoch. Was auch immer die tatsächlichen - wirtschaftlichen und politischen - Hintergründe sind: Eine Vielzahl von Menschen würden durch diese radikale Kürzung ihre Jobs verlieren, sei es direkt im Theater oder dadurch, das eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Zulieferfirmen und - Betrieben in Duisburg und im Tourismusbereich von der Kultur leben. Subventionskürzungen in der vorgesehenen Größenordnung kämen einem kulturellen Kahlschlag gleich und es wäre für die Region eine Amputation am lebendigen Körper, an deren Ende möglicherweise die Liquidation einer sowohl in der Bevölkerung als auch in internationalen Fachkreisen hoch geschätzten Kulturinstitution stehen könnte. Ich bitte die verantwortlichen Entscheidungsträger der Stadt Duisburg inständig, eine für alle Beteiligten vernünftige Lösung zu finden und die seit 1956 bestehende und bewährte Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg nicht durch kurzsichtige Maßnahmen in ihrer Existenz zu gefährden - so, wie es derzeit leider an vielen Orten der Welt, auch in Wien, geschieht. Mit herzlichem Dank, Holger Bleck, Direktion Wiener Kammeroper & Internationaler Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb

ulla sommers Tue, 01.05.2012 15:06 Uhr

Wie ist es nur möglich, dass
Sportereignisse in Millionenhöhe ohne jeglichen Widerspruch aus der Bevölkerung hingenommen und für gut geheißen werden und um kulturelle Veranstaltungen muss man kämpfen, Petitionen unterschreiben und trotzdem Gefahr laufen, dass eins nach dem anderen Kulturinstitut eingespart wird. Gerade kämpfen wir noch um den Kultursender des WDR und schon gibt es wieder einen Kampf um ein Institut am Rhein. Beängstigend und deprimierend zugleich.
Ulla Sommers, Düsseldorf

Tom Duven Tue, 01.05.2012 14:13 Uhr

Liebe Politiker, hört doch endlich mit diesem kulturpolitschen Unsinn auf! Gerade ihr müsstet doch wissen, wie wichtig Kultur jedweder Art ist. Es gab mal eine Zeit, da haben sich Menschen mit Malen, Dichten und musiziern das Leben gerettet! Habt ihr das vergessen?

Hauke Berheide Tue, 01.05.2012 13:51 Uhr

Wer auf die Deutsche Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker zielt, trifft Duisburg und die gesamte Region mitten ins ohnehin schon blutende Herz.
Wer Duisburg die Oper und das Orchester nimmt, kann die Stadt auch gleich für die Abrissbirne freigeben. Niemand mehr wird von dem Trümmerfeld Notiz nehmen, das mal meine Heimatstadt war.
Hauke Berheide, Berlin/ Rom

Peter Tries Tue, 01.05.2012 13:43 Uhr

Die Kultur in Duisburg darf nicht den Bach runtergehen , wofür haben Wir eine so schöne Konzerthalle, ausserdenm währen wieder mal Arbeitplätze bedroht, unsere Politiker werden ja nicht arbeitslos, ich halte die Sparmassnahmen für unverantwortlich.
Mit freundlichen Grüssen
Peter Tries

Dirk Grüne Tue, 01.05.2012 03:13 Uhr

Oper, Ballett und Konzert gehören zur Bildungsgrundausstattung. Nehmen Sie diese den Bürgern nicht.

Chris Mon, 30.04.2012 20:25 Uhr

Vielleicht an dieser Stelle mal eine kurze Gegenmeinung:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kultursubventionen-was-gefaellt-hat-schon-verloren-11697157.html

Michael Leinert Mon, 30.04.2012 18:12 Uhr

Als ehemaligem Chefdramaturgen der Rheinoper sträuben sich mir die noch verbliebenen Haare, wenn ich lesen muss, was man mit dem Kulturleben in Duisburg anstellen will. Es ist nicht zu glauben, auf welchem intelektuellen Niveau die verantwortlichen Politiker hier argumentieren.
Bendenken Sie bitte, Duisburger Verantwortliche:
Without art our earth would be only "eh" !!!

Deutsche Oper am Rhein Mon, 30.04.2012 16:49 Uhr

"Retten Sie Oper, Ballett & Konzert in Duisburg" - wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und freuen uns auf Ihre Beiträge!

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