21.06.2026 / Konzert

Fokus: Jascha Horenstein

Ein Tag für den legendären Düsseldorfer Generalmusikdirektor 1929-33

Mit dem „FOKUS: JASCHA HORENSTEIN“ erinnert die Deutsche Oper am Rhein an den Generalmusikdirektor des Düsseldorfer Opernhauses, den die Nationalsozialisten 1933 gewaltsam aus dem Amt jagten und dessen Name in Vergessenheit geriet.


Geboren 1898 in Kiew, geprägt durch Studien in Wien und frühe Erfolge im musikalischen Berlin an der Seite von Wilhelm Furtwängler, führte dieser Weg Jascha Horenstein 1928 an das Düsseldorfer Opernhaus. Bereits ein Jahr später übernahm er hier das Amt des Generalmusikdirektors. Gemeinsam mit dem Generalintendanten Walter Bruno Iltz ermöglichte Horenstein hier Musiktheater, das sich der Moderne öffnete. Sein besonderes Interesse galt der zeitgenössischen Musik: So förderte er Komponisten wie Alban Berg, Kurt Weill oder Igor Strawinsky und setzte ihre Werke ganz selbstverständlich auf den Düsseldorfer Spielplan. Horenstein war ein Dirigent, der Tradition und Zukunft miteinander verband: Als Interpret von Gustav Mahler und Anton Bruckner setzte er Maßstäbe, während er sich mit gleicher Intensität für die Musik seiner Gegenwart einsetzte.

Doch diese künstlerische Blüte war von kurzer Dauer. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Jascha Horenstein, jüdischer Herkunft und entschiedener Gegner politischer Einflussnahme auf die Kunst, aus seinem Amt gedrängt und zur Emigration gezwungen. Eine Aufführung von Beethovens „Fidelio“ sollte seine letzte an der Deutschen Oper am Rhein werden: Sie wurde von Männern der SA gestört, er flüchtete unerkannt aus dem Opernhaus – und kehrte nie wieder zurück.
Matineekonzert durch Studierende der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Opernhaus Düsseldorf – Foyer
21.06.2026, 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
21.06.2026, 15 Uhr
Dr. Wolfram Goertz und Axel Kober im Gespräch

Opernhaus Düsseldorf – Foyer
21.06.2026, 17.00 Uhr

Eintritt frei!
Axel Kober