Profil

Roland Petit

CHOREOGRAPH

Roland Petit wurde 1924 in Villemomble, Frankreich geboren. Er trat im Alter von neun Jahren in die Ballettschule der Pariser Oper ein, wo er 1940 in das Corps de ballet aufgenommen wurde. Seine erste eigene Choreographie zeigte er in Paris bei den berühmten "Les Soirées de la danse" im Théâtre Sarah Bernhardt. Mit der finanziellen Hilfe seines Vaters gründete er 1945 "Les Ballets des Champs-Elysées" und drei Jahre später "Les Ballets de Paris". In dieser Zeit entstand auch eines seiner bekanntestes Werk: "Carmen". Nach mehreren Aufträgen für große Compagnien in Europa und Amerika, wurde er 1952 nach Hollywood engagiert. Dort choreographierte er Tanzszenen für verschiedene Spielfilme wie "Daddy Long Legs" oder "Anything Goes".
Inspiriert vom amerikanischen Musical rief er zwischen 1956 und 1959 "La Revue des Ballets de Paris" ins Leben, die im Théâtre de Paris sowie in der Music-Hall Alhambra in Paris aufgeführt wurde. Es folgten mehrere Welttourneen mit "Les Ballets de Paris", ehe er 1965 "Notre-Dame de Paris" kreierte. Beeinflusst wurde er dabei von dem Schriftsteller Victor Hugo. Er pflegte Beziehungen und Freundschaften zu vielen Künstlern. So entwarf Yves Saint-Laurent mehrmals Kostüme für seine Inszenierungen und der Maler Pablo Piccaso stiftete die Bühnenbilder.
1972 gelangte Petit durch die Einladung des Bürgermeisters Gaston Defferre erstmals nach Marseille. Er sollte der Ballettcompagnie der Marseiller Oper neues Leben einhauchen. Deshalb wurden noch im selben Jahr die "Ballets de Marseille" gegründet, die erstmals beim "Festival d’Avignon" auftraten. 1981 wurde daraus schließlich das "Ballet National de Marseille", das er 25 Jahre lang leitete.
Mit Hilfe der französischen Regierung gelang es ihm 1992, seine Compagnie um eine Ballettschule zu erweitern und die "Ecole Nationale Supérieure de Danse de Marseille" entstand.

Für das Ballett der Berliner Staatsoper schuf er 1993 "Dix oder Eros und Tod", das als Hommage Petits an den Maler Otto Dix gilt und worin er seine Impressionen aus der Deutschen Hauptstadt verarbeitet. "Der Blaue Engel" wurde 1985 vom Ballett der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt. Zusätzlich zu diesen beiden Schöpfungen zeigte das Ballett der Deutschen Oper Berlin "Les Intermittences du cœur" (1984), "Le Jeune homme et la mort" (1985), "Notre-Dame de Paris" (1988) und "Carmen" (1991).
Bis zu seinem Tod in Genf im Juli diesen Jahres war Petit Gast bei den renommiertesten Compagnien der Welt und konzipierte über 100 Choreographien. Er prägte die Kunst des Tanzes wie kaum ein anderer im 20. Jahrhundert und brannte sich durch seinen provokanten und zugleich einzigartig charmanten Stil in das Gedächtnis der Zuschauer.

Vorstellungen
    • Fr 28.01.2022, 19:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • So 30.01.2022, 18:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • So 13.02.2022, 18:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • Sa 05.03.2022, 19:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • Sa 12.03.2022, 19:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • So 27.03.2022, 18:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • Mi 13.04.2022, 19:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • Sa 16.04.2022, 19:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf
    • Fr 06.05.2022, 19:30 Uhr
      Opernhaus Düsseldorf