Richard Wagner

Die Walküre

22. Dezember 2019

ERSTER AUFZUG
Gehetzt reißt ein Flüchtender die Tür zu einem an einen Schutzraum gemahnenden Haus auf, er hofft auf Schlaf und einen Moment Ruhe. Den unruhig Schutzsuchenden nimmt die Frau des Hauses auf; sie hilft dem Erschöpften. Ein ungewisses Gefühl der Erwartung bestimmt ihre Fragen. Der Herr des Hauses, Hunding, fragt den Fremden nach seiner Herkunft und erfährt aus dessen Bericht, wie jener nach der Ermordung seiner Mutter und der Entführung seiner Zwillingsschwester vaterlos die Wälder durchstreifte. Er schaffte sich nur Feinde, ein Flüchtling auch nach seiner letzten Fehde. Jetzt erkennt Hunding in dem Fremden den Feind, den er verfolgt hat. Er gewährt ihm eine Nacht Gastrecht, um ihn am folgenden Tag zum Kampf zu fordern. Allein gelassen erinnert sich der Waffenlose des Schwertes, das ihm sein Vater Wälse einst für die Stunde höchster Gefahr verhieß. Hundings Frau sucht die Nähe des Einsamen; sie hat ihren Mann mit einem Schlaftrunk betäubt. Von ihren Entführern in dieses Haus gebracht, wurde sie Hunding gewaltsam angetraut. Sie zeigt dem Fremden ein Schwert, das einst bei ihrer Hochzeit ein Wanderer in den Stamm einer Esche im Zentrum des Hauses stieß. Nur dem, der es herausziehen könne, soll es dienen. In dem Flüchtling erkennt sie den Verheißenen, der ihr auch Befreiung aus der Knechtschaft Hundings bringen wird. Aus dem tastenden Gefühl der Nähe entwickelt sich die Gewissheit einer leidenschaftlichen Liebe: Sieglinde hat im Geliebten ihren Bruder Siegmund gefunden. Siegmund zieht das Schwert Nothung aus dem Stamm. Das Wälsungenpaar flieht.

ZWEITER AUFZUG
Wotan bestimmt seine Lieblingstochter Brünnhilde, für den Sieg des Wälsungen Siegmund im bevorstehenden Kampf mit Hunding zu sorgen. Brünnhilde zieht sich zurück als Fricka erscheint, die ihren Mann Wotan empört der Unterstützung von Ehebruch und Inzest bezichtigt. Hunding hat sie um Hilfe gebeten. Wotans Erklärungen entlarvt Fricka als trügerische Hoffnungen. Er kann sich nicht durch die Wälsungen aus seiner Verstrickung in die eigenen Verträge befreien. Nur ein freier Held könnte das, aber Siegmund steht unter dem Schutz des Gottes, ist nicht frei. Schließlich muss Wotan Fricka den Eid leisten, Siegmund nicht zu schützen. Brünnhilde ist tief betroffen von dieser Entscheidung. Wotan erzählt ihr die Geschichte all seiner Verstrickungen und vom Fluch des Ringes; gegen die Bedrohung durch Alberich hat er die Walküren gezeugt, um in Walhall ein Heldenheer zu sammeln. Die Wälsungen wurden geboren, um jenseits der ihn bindenden Verträge den Ring zu erlangen. Er muss aber erkennen, dass sich der Gott keinen Freien, sondern nur Knechte schaffen kann. Wotan befiehlt Brünnhilde, Hunding den Sieg im Kampf zu sichern. Siegmund und Sieglinde befinden sich auf der Flucht. Sie hören bereits das Horn Hundings. Voller Angst bricht Sieglinde ohnmächtig zusammen.
Brünnhilde erscheint und verkündet Siegmund seinen Tod. Dieser will ihr nicht nach Walhall folgen, als er vernimmt, dass Sieglinde ihn nicht dorthin begleiten wird. Lieber will er seine Schwester und sich selbst mit dem Schwert Nothung töten. Brünnhilde ist von seiner Liebe zu Sieglinde ergriffen. Sie verspricht Siegmund Beistand im Kampf mit Hunding. Hunding und Siegmund stehen sich gegenüber. Als Sieg mund zum Schlag ausholt, tritt Wotan dazwischen: am Speer zerspringt das Schwert, Hunding tötet Siegmund. Brünnhilde flieht mit Sieglinde und den Schwertstücken. Wotan tötet auch Hunding und folgt Brünnhilde, deren Ungehorsam er bestrafen will.

DRITTER AUFZUG
Die Walküren sammeln die in Kämpfen gefallenen Helden, um gemeinsam nach Walhall aufzubrechen. Brünnhildes Ankunft mit Sieglinde schreckt sie auf. Verzweifelt, von Wotan verfolgt, bittet sie ihre Schwestern um Hilfe. Sieglinde sieht keine Rettung; nach Siegmunds Tod möchte sie sterben. Brünnhilde verkündet ihr, dass sie ein Kind erwartet: Siegfried. Mit dem in Stücke geschlagenen Schwert Nothung soll sie allein weiterfliehen. Brünnhilde stellt sich Wotans Zorn: über die ungehorsame Tochter will er eine furchtbare Strafe verhängen. Der Gottheit entkleidet, in Schlaf versenkt, soll sie Freiwild sein für jeden Mann. Die Walküren fliehen entsetzt. Brünnhilde beschwört noch einmal Wotans Liebe zu Siegmund herauf, die sie zum Ungehorsam gegen ihn zwang – gegen den Gott, der nicht mehr nach seinen eigenen Wünschen hatte handeln können. Die Walküre erinnert ihren Vater an das Überleben des Wälsungengeschlechtes und bittet ihn, sie nicht schutzlos in Schlaf zu versenken. Wotan umgibt Brünnhilde mit einem Feuerring, den nur der Held zu durchschreiten vermöge, der seines Speeres Spitze nicht fürchte.
Kritk in der Rheinischen Post www.rp-online.de

Kritik in der Westdeutschen Zeitung www.wz.de

Kritik im VAN Magazin www.van-magazin.de

Kritik in der Recklinghäuser Zeitung www.recklinghaeuser-zeitung.de

Kritik bei theater:pur www.theaterpur.net

Kritik in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung www.faz.net

Kritik im Stadtpanorama www.stadt-panorama.de


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