Profiel

Bernarda Fink

Die argentinische Sängerin Bernarda Fink passt in kein gängiges Klischee. Begonnen hatte die Tochter slowenischer Eltern ihre Gesangs- und Musikausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón noch als Sopran, bevor sie ihre eigentliche Stimmlage, den Mezzosopran, entdeckte und auszubilden begann. Von Anfang an der Alten Musik zugetan, setzte sie Maßstäbe etwa als Cecilio (LUCIO SILLA) unter Nikolaus Harnoncourt bei den Wiener Festwochen, Sesto (LA CLEMENZA DI TITO) konzertant auf Tournee und auf einer für den Grammy nominierten CD unter René Jacobs sowie mit Idamante (IDOMENEO) mit Luc Bondy und Jésus López Cobos in Madrid. René Jacobs wurde einer ihrer wichtigsten musikalischen Partner, führende Barockorchester schätzen die Zusammenarbeit mit ihr. Aber ihr Repertoire beschränkt sich nicht auf Barockmusik. Sie konzertierte mit Orchestern wie dem London Philharmonic, der Tschechischen Philharmonie, den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouworkest, der Staatskapelle Dresden, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra sowie mit dem Philadelphia Orchestra unter so namhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Sir John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Mariss Jansons, Riccardo Muti, Sir Roger Norrington, Trevor Pinnock, Sir Simon Rattle, Franz Welser-Möst und vielen anderen. In der Spielzeit 2008/09 stehen eine Europa-Tournee und Plattenaufnahme mit Il Giardino Armonico, Mendelssohns Elias im Wiener Musikverein, konzertante Aufführungen mit CD-Produktionen von IDOMENEO mit dem Freiburger Barockorchester sowie Mahlers Lieder aus DES KNABEN WUNDERHORN in Luxembourg und Chalon auf ihrem Terminkalender. Außerdem wird Bernarda Fink bei der Salzburger Mozartwoche mit den Wiener Philharmonikern und Nikolaus Harnoncourt auftreten und mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und Franz Welser-Möst zu hören sein. Den Abschluss der Saison bildet dann eine Neuproduktion von Händels THEODORA mit Ivor Bolton und Christof Loy bei den Salzburger Festspielen. Auch als Lied- und Konzertsängerin ist Bernarda Fink immer wieder mit großem Erfolg in den großen Musikzentren Europas und in der New Yorker Carnegie Hall aufgetreten. Das umfangreiche Bühnen- und Konzertrepertoire der Künstlerin ist durch eine Diskografie dokumentiert, die mittlerweile über fünfzig Titel umfasst und sich von Monteverdi, Händel, Bach über Rameau, Hasse, Haydn bis hin zu Schubert, Rossini, Bruckner und Schumann erstreckt. Die Aufnahme von GIULIO CESARE wurde mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Zwei weitere Aufnahmen erhielten den „Diapason d’Or”, und die Einspielung von Caldaras MADDALENA AI PIEDI DI CRISTO erhielt einen Gramophone Award, um nur einige der wichtigsten Auszeichnungen zu benennen. Im Februar 2006 wurde die Künstlerin mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

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