Profiel

Christoph Altstaedt

Christoph Altstaedt

Als Jungstudent studierte Christoph Altstaedt Klavier bei Edmundo Lasheras und Dirigieren bei Joachim Harder an der Hochschule für Musik Detmold. Außerdem erhielt er Klavierunterricht bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover. Zum Studium wechselte er in die Klavierklasse von Jean-Efflam Bavouzet. 2002 setze er sein Studium an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin fort. Zu seinen Lehrern gehörten Hans-Dieter Baum und Alexander Vitlin. Seit 2003 wurde er als Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats gefördert und besuchte Kurse bei u.a. Kurt Masur, Pierre Boulez (im Rahmen der Luzern Festival Academy), Sebastian Weigle, Johannes Kalitzke und Jorma Panula. 2008 und 2009 gehörte er zu den drei Dirigenten, die als Stipendiaten nach Tanglewood eingeladen wurden. Dort assistierte er James Levine bei „Don Giovanni“.
Sein Debüt als Operndirigent gab er 2006 am Staatstheater am Gärtnerplatz München, wo er von Klaus Schultz als Korrepetitor engagiert wurde. Er dirigierte dort „Gianni Schicchi“, „Die Zauberflöte“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Werther“, „Hänsel und Gretel“, „La traviata“ sowie „Cinderella“ von Peter Maxwell Davies. 2010 wurde er als Kapellmeister an die Deutsche Oper am Rhein engagiert, wo er sein Repertoire um „Le nozze di Figaro“, „Così fan tutte“, „La Bohème“, „Luisa Miller“, „Carmen“, „Il barbiere di Siviglia“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“ von Ernst Toch erweiterte und seine Zusammenarbeit mit dem Ballett am Rhein, Martin Schläpfer und weiteren führenden Choreographen wie Mats Ek, Hans van Manen und Nils Christe begann. Interimsweise übernahm er von 2011 bis 2013 die Position des Chefdirigenten beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und dirigierte dort Cherubinis „Médée“ und Mozarts „Idomeneo“. Es folgten in Glyndebourne, am Opernhaus Zürich sowie in Savonlinna „Die Entführung aus dem Serail“, am Theater Basel „Die Zauberflöte“, an der Finnischen Nationaloper Helsinki „Così fan tutte“, an der Opera North „Don Giovanni“ und „Hänsel und Gretel“ sowie im Oktober 2018 in Glyndebourne „La traviata“.
Parallel zu seiner Opernkarriere dirigierte Christoph Altstaedt im sinfonischen Bereich u.a. das Londoner Royal Philharmonic sowie Philharmonia Orchestra, BBC Ulster Orchestra, Royal Scottish National Orchestra, Indianapolis Symphony, Toronto Symphony, das Konzerthausorchester Berlin, Radio-Sinfonieorchester des SWR Stuttgart, HR-Sinfonieorchester Frankfurt, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, die Hamburger Symphoniker, Oslo Philharmonic und Helsingborg Symphony Orchestra, das Musikkollegium Winterthur, ensemble resonanz, sowie das Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música und arbeitete u.a. mit Musikern wie Gidon Kremer, Steven Isserlis, Mark Padmore und Radek Baborák zusammen.
Darüber hinaus engagiert sich Christoph Altstaedt intensiv in der Nachwuchsarbeit. Von 2004 bis 2011 leitete er das von ihm gegründete Junge Klangforum Mitte Europa: ein Jugendorchester aus Musikstudenten der drei Länder Polen, Tschechien und Deutschland, das u.a. mit dem Praemium Imperiale und dem Marion Dönhoff Preis ausgezeichnet wurde. Außerdem dirigierte er das Orchester des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste Berlin (UdK), die Landesjugendorchester des Saarlands, Berlins und Baden-Württembergs sowie die Junge Deutsche Philharmonie, das Bundesjugendorchester und die Junge Norddeutsche Philharmonie, mit der er in der Elbphilharmonie Hamburg eine Fassung von „Le Sacre du Printemps“ in Kombination mit elektronischer Musik zur Aufführung brachte.
2018/19 kehrt er für die Silvestergala des Balletts am Rhein ins Opernhaus Düsseldorf zurück und dirigiert in der Philharmonie Mercatorhalle außerdem das Neujahrskonzert der Duisburger Philharmoniker.

Homepage

www.christoph-altstaedt.com