08.05.-09.07.2026 / Ballett
Endstation Sehnsucht
John Neumeier
Mo 25.05.2026
Opernhaus Düsseldorf
18:30 - 20:30
Ballett
18:30 - 20:30
Ballett
15:00 - 17:00
Ballett
19:30 - 21:30
Ballett
19:30 - 21:30
Ballett
19:30 - 21:30
Ballett
19:30 - 21:30
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Ballett
Großes Kino als Literaturballett
Uraufführung am 3. Dezember 1983, Staatstheater Stuttgart, Stuttgarter Ballett
Die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois musste den Abstieg ihrer wohlhabenden Familie und zahlreiche Schicksalsschläge erleben und sucht nun Zuflucht bei ihrer jüngeren Schwester in New Orleans. In einem beengten und aggressiven Lebensumfeld verliert sie – getrieben von einer verzehrenden Sehnsucht und von dem Gedanken, etwas Besonderes zu sein – den Kontakt zur Wirklichkeit. Die tragische Geschichte um Verlust, Liebe und Gewalt brachte dem US-amerikanischen Schriftsteller Tennessee Williams 1948 den begehrten Pulitzer-Preis ein.
Auf Grundlage dieses Literaturklassikers schuf John Neumeier 1983 für das Stuttgarter Ballett seine Version von „Endstation Sehnsucht“. Als Meister des Literaturballetts zeigt er eine packende Bilderfolge, in der er das aufwühlende Schicksal einer der interessantesten Frauenfiguren der Literatur des 20. Jahrhunderts Revue passieren lässt. Bis heute gilt das Ballett als ein Höhepunkt in John Neumeiers Schaffen.
Auf Grundlage dieses Literaturklassikers schuf John Neumeier 1983 für das Stuttgarter Ballett seine Version von „Endstation Sehnsucht“. Als Meister des Literaturballetts zeigt er eine packende Bilderfolge, in der er das aufwühlende Schicksal einer der interessantesten Frauenfiguren der Literatur des 20. Jahrhunderts Revue passieren lässt. Bis heute gilt das Ballett als ein Höhepunkt in John Neumeiers Schaffen.
Choreographie
Musik
Sergei Prokofjew, Alfred Schnittke
Bühne / Kostüme / Licht / Dramaturgie
Dramaturgische Betreuung
Blanche DuBois
Stella, Blanches Schwester
Stanley Kowalski
Allan Gray / Zeitungsjunge / Arzt
Harold Mitchell (Mitch)
Allans Freund
Shaw
Ein Soldat
Kiefaber
Hochzeitsgäste
Brautjungfer mit ihren Begleiter
Die Stadt New Orleans
Francesca Berruto, Pedro Maricato, Camilla Agraso, Alejandro Azorín, Lara Delfino, Lucas Erni, Balkiya Zhanburchinova, Julian Botnarenko, Doris Becker, Maria Luisa Castillo Yoshida, Sara Giovanelli, Nami Ito, Neshama Nashman, Emilia Peredo Aguirre, Ako Sago, Elisabeth Vincenti, Evaldo de Oliviera Melo jr., João Miranda, Shin-Nosuke Nagata, Kauan Soares, Eric White, Rodrigo Tavella, Long Zou
Großmutter
Virginia Segarra Vidal
Großvater
Ordep Rodriguez Chacon
Tante Jessie
Martine-Michelle Labréze
Margarete
Der General
Ulrich Kupas
Pflegerin
Virginia Segarra Vidal
Pianist
Einen kurzen Einblick in John Neumeiers „Endstation Sehnsucht” und dessen Hintergründe gibt Ihnen hier Dramaturgin Julia Schinke.
Den Ballettführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.
Dauer: 9:43 Minuten
Den Ballettführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.
Dauer: 9:43 Minuten
Barbara Pelz arbeitet bei der HSBC in Düsseldorf. Nach Klassikern wie „Die Zauberflöte“ oder „La traviata“ möchte die Bankkauffrau die Vielfalt des Musiktheaters besser kennenlernen und auch mit Kolleg*innen darüber ins Gespräch kommen.
© Andreas Endermann
Barbara Pelz über die Premiere am 08.05.2026 in Düsseldorf:
Dass ein Stück ohne gesprochene Worte so viel Spannung erzeugen kann, hat mich überwältigt!
Die Musik, meist vom Band, im ersten Teil auch am Klavier, passte perfekt zum Inhalt, im zweiten Teil bedeutete das viel Action und Unruhe. Auch stimmig das schlicht gehaltene Bühnenbild, das den Fokus auf die Handlung lenkt.
Blanche, die mit so viel Eleganz, Gefühl und Körperbeherrschung die Zuschauer in ihren Bann zieht - fantastisch!
Erotik und brutaler Sex sind Teil von Tennesses Werk und wurden für mein Empfinden authentisch dargestellt, ohne anstößig zu sein.
Neumeiers Choreographie und die tänzerische sowie schauspielerische Leistung des Ensembles haben mich begeistert, die Standing Ovations des gesamten Publikums waren eindeutig.
Dass ein Stück ohne gesprochene Worte so viel Spannung erzeugen kann, hat mich überwältigt!
Die Musik, meist vom Band, im ersten Teil auch am Klavier, passte perfekt zum Inhalt, im zweiten Teil bedeutete das viel Action und Unruhe. Auch stimmig das schlicht gehaltene Bühnenbild, das den Fokus auf die Handlung lenkt.
Blanche, die mit so viel Eleganz, Gefühl und Körperbeherrschung die Zuschauer in ihren Bann zieht - fantastisch!
Erotik und brutaler Sex sind Teil von Tennesses Werk und wurden für mein Empfinden authentisch dargestellt, ohne anstößig zu sein.
Neumeiers Choreographie und die tänzerische sowie schauspielerische Leistung des Ensembles haben mich begeistert, die Standing Ovations des gesamten Publikums waren eindeutig.
Nico Brandenburg über die Vorstellung am 14.05.2026 in Düsseldorf:
John Neumeiers Choreographie des Klassikers von Tennessee Williams war für mich ein packendes Erlebnis.
Bühnenbild und Kostüme waren zeitlich passend zur Entstehung des Stücks im Amerika der 40er Jahre angesiedelt.
Die Inszenierung war von unglaublicher Dynamik und Intensität geprägt.
Besonders beeindruckt hat mich die Ausdruckskraft der Hauptdarstellerin Sophie Martin. Den mimischen Ausdruck eines Moments voller Hoffnung wechselte sie angesichts eines drohenden Unheils blitzschnell in völlige Verzweiflung bis hin zum Wahnsinn. Auch der Rest des Ensembles hat beeindruckende Leistung gezeigt.
Die Musik war ein Mix aus Live-Klavier im ersten Teil und eingespielten Orchesterpassagen, die zwischen Barock, Klassik und Free Jazz wechselten. Im zweiten Teil verschwamm mit zunehmender Dichte der Handlung alles zu einer großen, bedrohlichen Klangcollage.
Sicherlich keine leichte Kost, aber absolut lohnenswert.
John Neumeiers Choreographie des Klassikers von Tennessee Williams war für mich ein packendes Erlebnis.
Bühnenbild und Kostüme waren zeitlich passend zur Entstehung des Stücks im Amerika der 40er Jahre angesiedelt.
Die Inszenierung war von unglaublicher Dynamik und Intensität geprägt.
Besonders beeindruckt hat mich die Ausdruckskraft der Hauptdarstellerin Sophie Martin. Den mimischen Ausdruck eines Moments voller Hoffnung wechselte sie angesichts eines drohenden Unheils blitzschnell in völlige Verzweiflung bis hin zum Wahnsinn. Auch der Rest des Ensembles hat beeindruckende Leistung gezeigt.
Die Musik war ein Mix aus Live-Klavier im ersten Teil und eingespielten Orchesterpassagen, die zwischen Barock, Klassik und Free Jazz wechselten. Im zweiten Teil verschwamm mit zunehmender Dichte der Handlung alles zu einer großen, bedrohlichen Klangcollage.
Sicherlich keine leichte Kost, aber absolut lohnenswert.
Nico Brandenburg spielt E- und Kontrabass, ist künstlerischer Leiter der „Jazzschmiede“ und Dozent an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Die Oper ist das Kulturinstitut, mit dem er bisher am wenigsten Kontakt hatte – umso mehr freut er sich auf das Projekt.
© Andreas Endermann
Als Innenarchitektin arbeitet Ulla Blennemann seit 26 Jahren in der Düsseldorfer Carlstadt. Sie mag Sport und klassische Musik, singt selbst solistisch und geht gern in die Oper. Wird sie auch Opern-neulinge dafür gewinnen?
© Andreas Endermann
Ulla Blennemann über die Premiere am 08.05.2026 in Düsseldorf:
Faszinierend, beeindruckend, betörend, ergreifend – tragisch und schön zugleich! Was für ein Abend! Bei John Neumeiers Choreographie des bekannten Werks „Endstation Sehnsucht“ von Tennesse Williams war nichts dem Zufall überlassen. Die große Bühne gab herrlichen Raum für das Ballett Ensemble, das schöne, wechselnde Bühnenbild und die stimmungsvolle Beleuchtung, denn die Musik kam vom Band/ aus HiFi Boxen, was ich durchaus passend empfand. Jeder Schritt, jede Handbewegung, der ausdrucksstarken Tänze und das schauspielerische Können der Tänzer*innen passten auf den Punkt mit jedem Klang der Musik von Prokofjew (im ersten Teil) und Schnittke (im zweiten Teil). Nichts erschien unsinnig, fragwürdig oder gar zu zufällig. Neumeier hat mich mit der Tiefe und Ausdrucksstärke, in der Umsetzung der parallel existierenden Ebenen tief und fesselnd angesprochen. Traumebenen, Wunschebenen, Sehnsuchtsebenen, erotische Ebenen mit verschiedenen Charakteren und eine mitreißende Handlung des Dramas, haben einen unvergesslichen, einzigartigen Ballettabend bei mir hinterlassen. Unbedingt ansehen – besser vorher über die Handlung informieren, dann ist es noch beeindruckender!
Faszinierend, beeindruckend, betörend, ergreifend – tragisch und schön zugleich! Was für ein Abend! Bei John Neumeiers Choreographie des bekannten Werks „Endstation Sehnsucht“ von Tennesse Williams war nichts dem Zufall überlassen. Die große Bühne gab herrlichen Raum für das Ballett Ensemble, das schöne, wechselnde Bühnenbild und die stimmungsvolle Beleuchtung, denn die Musik kam vom Band/ aus HiFi Boxen, was ich durchaus passend empfand. Jeder Schritt, jede Handbewegung, der ausdrucksstarken Tänze und das schauspielerische Können der Tänzer*innen passten auf den Punkt mit jedem Klang der Musik von Prokofjew (im ersten Teil) und Schnittke (im zweiten Teil). Nichts erschien unsinnig, fragwürdig oder gar zu zufällig. Neumeier hat mich mit der Tiefe und Ausdrucksstärke, in der Umsetzung der parallel existierenden Ebenen tief und fesselnd angesprochen. Traumebenen, Wunschebenen, Sehnsuchtsebenen, erotische Ebenen mit verschiedenen Charakteren und eine mitreißende Handlung des Dramas, haben einen unvergesslichen, einzigartigen Ballettabend bei mir hinterlassen. Unbedingt ansehen – besser vorher über die Handlung informieren, dann ist es noch beeindruckender!
Christine Kubatta über die Premiere am 08.05.2026:
„Endstation Sehnsucht“ - eine fantastische Premiere
Eine Choreographie von John Neumeier an der Deutschen Oper am Rhein, ließ bereits im Vorfeld etwas Großes erwarten.
Die Premiere übertraf meine Erwartungen - dieser Abend wird mir lange in Erinnerung bleiben!
Ein intensives, eindrucksvolles Literaturballett von großer emotionaler Kraft, dass von Beginn bis zum Ende fesselte.
Die Präzision in den Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer füllten die Rollen mit beeindruckender Intensität. So sehr, dass es keiner Worte bedarf. Die Rolle der Blanche entfaltete von Beginn an eine Sogwirkung, der man nicht entkommen konnte. Die Grenze zwischen Traum, Erinnerung und Realität schien dadurch fließend. Sowohl die Dramaturgie der Musik - insbesondere die Sinfonie von Schnittke im zweiten Teil - als auch das reduzierte Bühnenbild ohne jede dekorative Ablenkung, intensivierten das Erleben.
John Neumeiers Choreographie gepaart mit der beeindruckenden tänzerischen Leistung des Düsseldorfer Ensembles machen diese Aufführung einzigartig: ein echtes MUST SEE an der Deutschen Oper am Rhein!
„Endstation Sehnsucht“ - eine fantastische Premiere
Eine Choreographie von John Neumeier an der Deutschen Oper am Rhein, ließ bereits im Vorfeld etwas Großes erwarten.
Die Premiere übertraf meine Erwartungen - dieser Abend wird mir lange in Erinnerung bleiben!
Ein intensives, eindrucksvolles Literaturballett von großer emotionaler Kraft, dass von Beginn bis zum Ende fesselte.
Die Präzision in den Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer füllten die Rollen mit beeindruckender Intensität. So sehr, dass es keiner Worte bedarf. Die Rolle der Blanche entfaltete von Beginn an eine Sogwirkung, der man nicht entkommen konnte. Die Grenze zwischen Traum, Erinnerung und Realität schien dadurch fließend. Sowohl die Dramaturgie der Musik - insbesondere die Sinfonie von Schnittke im zweiten Teil - als auch das reduzierte Bühnenbild ohne jede dekorative Ablenkung, intensivierten das Erleben.
John Neumeiers Choreographie gepaart mit der beeindruckenden tänzerischen Leistung des Düsseldorfer Ensembles machen diese Aufführung einzigartig: ein echtes MUST SEE an der Deutschen Oper am Rhein!
Christine Kubatta, Head of Market Development der Fresenius Hochschule in Düsseldorf, nutzt gern das Kulturangebot der Stadt. Trotz ihres Kunststudiums hatte sie bisher wenig Bezug zum Opernhaus – das möchte sie als Scout für Oper und Ballett ändern.
© Andreas Endermann
Markus Baireuther kam zum Studium nach Düsseldorf und blieb. Der Buchhändler („Der Bücher Ober“) schätzt die Vielfalt der Kultur in der Stadt. Er besuchte schon viele Opern und Ballette – besonders in der Ära von Martin Schläpfer. Nun ist er gespannt auf Neues.
© Andreas Endermann
Markus Baireuther über die Premiere am 08.05.2026 in Düsseldorf:
„Sie weinte, weil alles wie früher war und zugleich nichts war wie früher. Sie weinte wegen ihrer Treulosigkeit und wegen der Treulosigkeit der Zeit“ - F. Scott Fitzgerald; Die Straße der Pfirsiche
Am Ballettabend wurde ich unwillkürlich an diese Zeilen erinnert, denn sie implizierten eine Melancholie, welche ich an diesem Abend verspürte.
Der Stoff ist mittlerweile ein Klassiker, zeigt er doch das Drama der menschlichen Existenz, und ist auch heute noch aktueller denn je. Gleichwohl eine Parabel über die zerstörerische Kraft verlorener Illusionen und erlebter Traumata.
So manches Mal hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Sujet des literarischen Balletts, insofern war ich auf diesen Abend gespannt und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, wie die Protagonisten neben dem tänzerischen Ausdruck, auch mimisch das Seelenleben ihrer dargestellten Figuren wiedergaben, das war aufs Höchste beeindruckend.
Hervorzuheben wäre noch die beneidenswert glückliche Hand Neumeiers, bei der Auswahl der Musik und das Bühnenbild, welches die psychische Zerrüttung der Figuren gut untermalte.
Nicht umsonst gab es zum Ende begeisterte „Standing Ovations“.
Mehr Erfolg geht kaum.
„Sie weinte, weil alles wie früher war und zugleich nichts war wie früher. Sie weinte wegen ihrer Treulosigkeit und wegen der Treulosigkeit der Zeit“ - F. Scott Fitzgerald; Die Straße der Pfirsiche
Am Ballettabend wurde ich unwillkürlich an diese Zeilen erinnert, denn sie implizierten eine Melancholie, welche ich an diesem Abend verspürte.
Der Stoff ist mittlerweile ein Klassiker, zeigt er doch das Drama der menschlichen Existenz, und ist auch heute noch aktueller denn je. Gleichwohl eine Parabel über die zerstörerische Kraft verlorener Illusionen und erlebter Traumata.
So manches Mal hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Sujet des literarischen Balletts, insofern war ich auf diesen Abend gespannt und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, wie die Protagonisten neben dem tänzerischen Ausdruck, auch mimisch das Seelenleben ihrer dargestellten Figuren wiedergaben, das war aufs Höchste beeindruckend.
Hervorzuheben wäre noch die beneidenswert glückliche Hand Neumeiers, bei der Auswahl der Musik und das Bühnenbild, welches die psychische Zerrüttung der Figuren gut untermalte.
Nicht umsonst gab es zum Ende begeisterte „Standing Ovations“.
Mehr Erfolg geht kaum.



