27.06.2026-07.07.2027 / Oper
Il trovatore
Giuseppe Verdi
18:30 - 21:00
Oper
19:30 - 22:00
Oper
15:00 - 17:30
Summer in the City, Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Oper
19:00 - 21:30
Wiederaufnahme Oper
18:30 - 21:00
Oper
19:30 - 22:00
Oper
18:30 - 21:00
Oper
Im Anschluss: Nachgespräch zum Thema Frauenfiguren auf der Bühne
19:30 - 22:00
Oper
18:30 - 21:00
Oper
18:00 - 20:30
Opernwerkstatt Oper
Probenbesuch & Podiumsgespräch
19:30 - 22:00
Premiere Oper
15:00 - 17:30
Oper
Im Anschluss: Nachgefragt
19:30 - 22:00
Oper
19:30 - 22:00
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Oper
Rivalität, Rache, Rausch und dunkle Familiengeheimnisse
Dramma lirico in vier Teilen
Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach „El Trovador“ von Antonio García Gutiérrez
Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach „El Trovador“ von Antonio García Gutiérrez
Eine Frau wurde einst als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt – ein Ereignis, dessen düstere Schatten bis in die Gegenwart reichen. Ein ergreifendes Drama beginnt sich zu entspinnen: Azucena, die Tochter der Hingerichteten, schwört, den Tod ihrer Mutter zu rächen. Zur Vergeltung entführt sie einen der Söhne des alten Grafen Luna, der für die Hinrichtung verantwortlich ist. Im gleißenden Wahn der Rache erkennt sie jedoch nicht mehr, ob sie ihr eigenes Kind tötet, oder den Sohn des verhassten Grafen. Jahre später stehen sich der nun erwachsene Sohn Azucenas, der titelgebende Troubadour Manrico, und der junge Graf Luna nicht nur im Bürgerkrieg gegenüber, sie sind auch Rivalen um die Liebe von Leonora... Packend und melodienreich setzt Giuseppe Verdi in diesem Werk, das mit „Rigoletto“ und „La traviata“ zu der ‚Trilogia popolare‘ gehört, die emotionalen Ausnahmezustände seiner Figuren in Szene.
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühne und Kostüm
Mitarbeit Kostümbild
Chorleitung
Licht
Dramaturgie
© Moritz Blumentritt
© Moritz Blumentritt
Graf von Luna
Azucena
Ramona Zaharia/N.N.
Manrico
Ferrando
Ruiz
Ein alter Gitano
Attila Fodre/Hyunseok Lee
Ein Bote
Sookwang Cho/Alcides Bravo
Einen kurzen Einblick in Verdis Oper gibt Ihnen hier Dramaturgin Katie Campbell.
Dauer: 12:06 Minuten
Dauer: 12:06 Minuten
Monika Pytlik über die Premiere am 27.06.2026 in Düsseldorf:
Gesanglich und musikalisch war es für mich ein toller Abend. Verdi schafft es, auch für das größte Drama ein „schmissiges Liedchen“ zu komponieren. Und so hat hier nicht nur die Musik Freude bereitet, sondern insbesondere die Schönheit des Gesangs! Sowohl die gefühlvoll gesungenen Arien der Leonora, wie die dunklen und bewegenden Arien der Azucena haben mich begeistert. Die Duette und Terzette waren ebenfalls beeindruckend, weil sie trotz der physischen Nähe der Sänger, ein Gefühl der Distanz und Entfernung vermittelten und das Drama der Geschichte besonders gut zur Wirkung kam.
Die Gestaltung des Bühnenbildes, die Wahl und Anzahl der Requisiten, die Farbenpracht der Kostüme und die Lichtführung ließen mich ein wenig ratlos zurück. Ich habe mich auf die Musik konzentriert.
Gesanglich und musikalisch war es für mich ein toller Abend. Verdi schafft es, auch für das größte Drama ein „schmissiges Liedchen“ zu komponieren. Und so hat hier nicht nur die Musik Freude bereitet, sondern insbesondere die Schönheit des Gesangs! Sowohl die gefühlvoll gesungenen Arien der Leonora, wie die dunklen und bewegenden Arien der Azucena haben mich begeistert. Die Duette und Terzette waren ebenfalls beeindruckend, weil sie trotz der physischen Nähe der Sänger, ein Gefühl der Distanz und Entfernung vermittelten und das Drama der Geschichte besonders gut zur Wirkung kam.
Die Gestaltung des Bühnenbildes, die Wahl und Anzahl der Requisiten, die Farbenpracht der Kostüme und die Lichtführung ließen mich ein wenig ratlos zurück. Ich habe mich auf die Musik konzentriert.
Schon beim ersten Opernbesuch mit 10 Jahren spürte die Architektin Monika Pytlik, dass Oper und Ballett mit starken Empfindungen verbunden sind. Als Scout will sie auf ihre Emotionen achten, und diese auch strukturieren.
© Andreas Endermann
Als Innenarchitektin arbeitet Ulla Blennemann seit 26 Jahren in der Düsseldorfer Carlstadt. Sie mag Sport und klassische Musik, singt selbst solistisch und geht gern in die Oper. Wird sie auch Opern-neulinge dafür gewinnen?
© Andreas Endermann
Ulla Blennemann über die Vorstellung am 02.07.2026 in Düsseldorf:
Ein Abend der fantastischen Stimmen und der wundervollen Verdi-Musik, überstrahlte für mich diese sehr gut besuchte Vorstellung. Die vier Hauptrollen waren stimmlich und auch schauspielerisch perfekt ausbalanciert, sodass für mich dieser Opernabend ganz davon getragen und eingenommen wurde. Mir gefiel vom ersten Moment an das Bühnenbild und auch die Kostüme gar nicht, somit habe ich mich sofort ganz auf den Gesang, die Musik und die beeindruckend übermittelte Handlung konzentriert und den Rest nahezu ausgeblendet. Leider war auch die Beleuchtungstechnik nicht so beeindruckend wie schon oft bei anderen Inszenierungen. Alles in allem ein toller Abend, es gab Standing Ovations, man spürte, viele Zuschauer waren ähnlich beeindruckt wie ich. Es war wunderbar mal wieder eine Oper von Verdi in Düsseldorf besuchen zu können.
Ein Abend der fantastischen Stimmen und der wundervollen Verdi-Musik, überstrahlte für mich diese sehr gut besuchte Vorstellung. Die vier Hauptrollen waren stimmlich und auch schauspielerisch perfekt ausbalanciert, sodass für mich dieser Opernabend ganz davon getragen und eingenommen wurde. Mir gefiel vom ersten Moment an das Bühnenbild und auch die Kostüme gar nicht, somit habe ich mich sofort ganz auf den Gesang, die Musik und die beeindruckend übermittelte Handlung konzentriert und den Rest nahezu ausgeblendet. Leider war auch die Beleuchtungstechnik nicht so beeindruckend wie schon oft bei anderen Inszenierungen. Alles in allem ein toller Abend, es gab Standing Ovations, man spürte, viele Zuschauer waren ähnlich beeindruckt wie ich. Es war wunderbar mal wieder eine Oper von Verdi in Düsseldorf besuchen zu können.
Christine Kubatta über die Premiere am 27.06.2026 in Düsseldorf:
Ein stimmgewaltiger und musikalisch intensiver Premierenabend!
Eine Studie über Trauma, Rachegelüste und Fanatismus, die über eine moderne und offene Bühnengestaltung in die heutige Zeit übertragen wird.
Das Bühnenbild präsentiert die Handlung auf einer Drehbühne - einsichtige Räume ohne Wände. Alles ist jederzeit sichtbar: jeder Streit, jede Handlung scheint permanent in der Öffentlichkeit zu stehen. Im ersten Akt wird diese Wahrnehmung durch den Chor, der wie ein dramatisches Werkzeug klanggewaltig kommentiert und anfeuert, noch verstärkt. Die harmonische Farbgestaltung der Kostüme und die klare Symmetrie des Bühnenbildes, wirken sich auf die Handlungs-und Erlebnisdichte fast beruhigend aus. Der zweite Akt wirkt dann ruhiger, aber nicht minder intensiv.
Eine insgesamt beeindruckende Inszenierung, die nachhallt - musikalisch, wie szenisch. Unbedingt anschauen!
Ein stimmgewaltiger und musikalisch intensiver Premierenabend!
Eine Studie über Trauma, Rachegelüste und Fanatismus, die über eine moderne und offene Bühnengestaltung in die heutige Zeit übertragen wird.
Das Bühnenbild präsentiert die Handlung auf einer Drehbühne - einsichtige Räume ohne Wände. Alles ist jederzeit sichtbar: jeder Streit, jede Handlung scheint permanent in der Öffentlichkeit zu stehen. Im ersten Akt wird diese Wahrnehmung durch den Chor, der wie ein dramatisches Werkzeug klanggewaltig kommentiert und anfeuert, noch verstärkt. Die harmonische Farbgestaltung der Kostüme und die klare Symmetrie des Bühnenbildes, wirken sich auf die Handlungs-und Erlebnisdichte fast beruhigend aus. Der zweite Akt wirkt dann ruhiger, aber nicht minder intensiv.
Eine insgesamt beeindruckende Inszenierung, die nachhallt - musikalisch, wie szenisch. Unbedingt anschauen!
Christine Kubatta, Head of Market Development der Fresenius Hochschule in Düsseldorf, nutzt gern das Kulturangebot der Stadt. Trotz ihres Kunststudiums hatte sie bisher wenig Bezug zum Opernhaus – das möchte sie als Scout für Oper und Ballett ändern.
© Andreas Endermann
Markus Baireuther kam zum Studium nach Düsseldorf und blieb. Der Buchhändler („Der Bücher Ober“) schätzt die Vielfalt der Kultur in der Stadt. Er besuchte schon viele Opern und Ballette – besonders in der Ära von Martin Schläpfer. Nun ist er gespannt auf Neues.
© Andreas Endermann
Markus Baireuther über die Premiere am 27.06.2026 in Düsseldorf:
"Der Mensch entfesselt Katastrophen, wenn er sich bemüht gegensätzliche Evidenzen, zwischen denen er lebt, in kohärente zu verwandeln."
- Nicolás Gómez Dávila
Hat jemand im Laufe des Lebens ein Faible für die Oper entwickelt, oder sich sogar zu einem Liebhaber dieses Genres entwickelt, so ist man im Allgemeinen froh, wenn einer der „Säulenheiligen“ auf dem Spielplan steht. So auch an diesem Abend, obwohl diese Oper weder die bekannteste, noch die schönste Oper von Verdi ist. Meines Erachtens nach aber, eine der faszinierendsten und spannendsten der gesamten Opernliteratur. Denn dieses Werk, erschienen Mitte des 19. Jahrhunderts, war ihrer Zeit weit voraus, geht es doch um die innerlichen Befindlichkeiten der Protagonisten. Aber es ist nicht nur das psychologische Moment welches betört, sondern Verdi arbeitete hier mit Rückblenden und einer Gleichzeitigkeit von Entwicklungen. Das mag vordergründig ein Gefühl von Chaos evozieren, erweist sich aber im Laufe der Handlung als Geniestreich. Perfekt untermalt an diesem Abend von grandiosen Stimmen, sowohl einzeln, als auch im Chor. Einziger Wermutstropfen für mich, eine Inszenierung, der es an Modernität fehlte. Hier wurde eine Chance vertan, Jüngere für diese Kunstform zu begeistern. Keiner sollte sich dieses Spektakel entgehen lassen.
"Der Mensch entfesselt Katastrophen, wenn er sich bemüht gegensätzliche Evidenzen, zwischen denen er lebt, in kohärente zu verwandeln."
- Nicolás Gómez Dávila
Hat jemand im Laufe des Lebens ein Faible für die Oper entwickelt, oder sich sogar zu einem Liebhaber dieses Genres entwickelt, so ist man im Allgemeinen froh, wenn einer der „Säulenheiligen“ auf dem Spielplan steht. So auch an diesem Abend, obwohl diese Oper weder die bekannteste, noch die schönste Oper von Verdi ist. Meines Erachtens nach aber, eine der faszinierendsten und spannendsten der gesamten Opernliteratur. Denn dieses Werk, erschienen Mitte des 19. Jahrhunderts, war ihrer Zeit weit voraus, geht es doch um die innerlichen Befindlichkeiten der Protagonisten. Aber es ist nicht nur das psychologische Moment welches betört, sondern Verdi arbeitete hier mit Rückblenden und einer Gleichzeitigkeit von Entwicklungen. Das mag vordergründig ein Gefühl von Chaos evozieren, erweist sich aber im Laufe der Handlung als Geniestreich. Perfekt untermalt an diesem Abend von grandiosen Stimmen, sowohl einzeln, als auch im Chor. Einziger Wermutstropfen für mich, eine Inszenierung, der es an Modernität fehlte. Hier wurde eine Chance vertan, Jüngere für diese Kunstform zu begeistern. Keiner sollte sich dieses Spektakel entgehen lassen.


