Junger DOR-Chor on stage

„Sing höher, sing lauter, sing mit!“
Zusammen mit fünf Partnerklassen der Stufen 5 bis 9 aus verschiedenen Düsseldorfer Schulen und der Clara-Schumann-Musikschule ist die Deutsche Oper am Rhein mit Unterstützung ihres Freundes­kreises in ein Pilotprojekt gestartet: Seit Herbst erarbeiten 150 Schüler*innen ein szenisches Konzert, das am 6. Juli 2026 im Düsseldorfer Opernhaus zur Aufführung kommt. Dann gehören die große Bühne und der Orchestergraben rund 200 Kindern und Jugendlichen, die seit Herbst 2025 für ihren großen Auftritt proben.

„Sing höher, sing lauter, sing mit!“ heißt es für alle, die in dieser Spielzeit als Junger DOR-Chor on stage ein gemeinsames Programm aus eigens arrangierten Chormelodien aus dem Opernrepertoire, neuer Vokal­musik und populären Songs erarbeiten. Begleitet von den rund 50 jungen Instrumentalist*innen der Clara-Schumann-Players, dem Jugendorchester der Clara-Schumann-Musikschule, werden sie es am 6. Juli 2026 als szenisches Konzert auf der großen Bühne des Düsseldorfer Opernhauses präsentieren.
Das Projekt integriert Musikklassen mit Sing-Erfahrung und den Chor der Clara-Schumann-Musikschule genauso wie Schüler*innen, die über das Projekt ihre ersten Erfahrungen mit Chorgesang und Bühnenarbeit machen. In begleitenden Workshops lernen die Schüler*innen die Grundlagen aus Tanz, Stimmbildung, Chorleitung und Regie. Darüber hinaus entdecken sie die Oper aus verschiedenen Perspektiven – sind Publikum, aber auch hinter den Kulissen und auf der Bühne aktiv.

Am Pilotprojekt beteiligt sind eine 5. Klasse der Heinrich-Heine-Gesamtschule, eine 7. Klasse und der Kurs „Darstellen und Gestalten“ der Maria-Montessori-Gesamtschule, eine 8. Klasse der Realschule Florastraße sowie eine 5. und eine 9. Klasse des Humboldt-Gymnasiums.
Nach ersten Proben und Workshops im Klassenverband fand der Junge DOR-Chor Ende Januar bei einem ersten gemeinsamen Workshop im Opernhaus zusammen. Sonja Lachenmayr, die das Projekt musikalisch leitet, vermittelte den Schüler*innen mit Schwung und Energie, dass Chormusik nicht nur von sicher getroffenen Tönen lebt, sondern auch vom Miteinander, von Körperspannung und dem gemeinsamen Ausdruck. Einen Tag später probte Sonja Lachenmayr auch zum ersten Mal mit den Clara-Schumann-Players: Das Jugendorchester der Clara-Schumann-Musikschule steht am 6. Juli vor der großen Aufgabe, den 150-köpfigen Chor so zu begleiten, dass 200 Sing- und Orchester­stimmen ein großes Ganzes ergeben. Dafür hat Gustavo Strauß die ausgewählten Opernmelodien und populären Songs für Chor und Orchester neu arrangiert und eine eigene Komposition beigesteuert. Zoё Köppen von der Jungen Oper am Rhein hat die Produktionsleitung inne.
In weiteren Workshops und zwei Endproben auf der großen Bühne erarbeiten die Schüler*innen mit Michaela Dicu (Regie) und Nadja Görts (Choreographie), wie sie die Stücke wirkungsvoll auf der großen Bühne präsentieren können: „Als Oper wollen wir Kindern und Jugendlichen nicht nur unsere Expertise im Singen, sondern auch die Skills vermitteln, die man auf der Bühne braucht, um aus Musik Theater zu machen“, erklärt Michaela Dicu, Leiterin der Jungen Oper am Rhein. Ein Vorbild haben die Schüler*innen in dem Tenor Henry Ross, einem der jungen Ensemblemitglieder aus dem Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, der das Konzert am 6. Juli als Solist mitgestaltet.

Das Projekt Junger DOR-Chor on stage wird durch den Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein e.V. ermöglicht.