Statement der Deutschen Oper am Rhein zum Stopp des Opernhausneubau-Projekts in Düsseldorf
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat am Freitag, 5. Juni 2026, den sofortigen Stopp der Planungen zum „Opernhaus der Zukunft“ verkündet.
Von einem Tag auf den anderen hat die Kulturstadt Düsseldorf damit eine konkrete Zukunftsperspektive nicht nur für ihre Oper, ihr Ballett und ihr Orchester verloren. Das Zusammenspiel von Musiktheater, Musikschule und Musikbibliothek unter einem Dach als offener Ort insbesondere für junge Menschen wird es nun so nicht geben.
Unser öffentlicher Auftrag in Düsseldorf, dem wir mit künstlerischer Exzellenz, Leidenschaft und Engagement auch weiterhin gerecht werden wollen, lautet: Mit unserem Solist*innenensemble, dem Opernchor, dem Ballett am Rhein und unseren beiden A-Orchestern, den Düsseldorfer Symphonikern und den Duisburger Philharmonikern, pro Saison über 180 Vorstellungen in Oper und Ballett – also rund vier Vorstellungen in der Woche - auf der großen Bühne des Düsseldorfer Opernhauses zu spielen. Damit erreichen wir pro Spielzeit allein in der Landeshauptstadt mehr als 180.000 Menschen. Hinzu kommen mehr als 80 Vorstellungen und Veranstaltungen für junges Publikum und rund 250 Schulworkshops. Wir sind eng verbunden mit der Stadtgesellschaft: durch künstlerische Arbeit, Vermittlung, Partizipation, Kooperationen und kulturelle Bildung. Die intensive Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen und sozialen Trägern zeigt diese Verankerung deutlich. Wir sind als traditionsreiches und eines der wichtigsten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum Aushängeschild und Standortfaktor für die Landeshauptstadt. Wir sind Teil der DNA dieser Stadt.
Wir respektieren die finanzielle kommunale Notlage, die zum Planungsstopp geführt hat. Mit großer Sorge sehen wir die konkreten Folgen dieser Entscheidung. Das nun im Rat zur Abstimmung stehende Maßnahmenbündel, mit dem das stark sanierungsbedürftige Opernhaus ab sofort ertüchtigt werden soll, zielt nur auf die dringendsten Schäden. Es wird keinesfalls ausreichen, um den Spielbetrieb mittel- bis langfristig zu sichern.
Wir sind als Deutsche Oper am Rhein keine isolierte Einrichtung. Gemeinsam mit den anderen kulturellen Instituten der Stadtfamilie und der freien Szene sind wir Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Anziehungskraft der Kulturstadt Düsseldorf. Die Absage des langfristig entwickelten Projekts wirft Fragen nach der zukünftigen kulturellen Infrastruktur der Stadt insgesamt auf. Von Düsseldorf geht darüber hinaus auch deutschlandweit ein fatales kultur- und gesellschaftspolitisches Signal aus.
Die Deutsche Oper am Rhein braucht nun tragfähige Perspektiven: Für den künftigen Betrieb, für die im Bestandsgebäude nach gesetzlichen Bestimmungen notwendige bauliche Infrastruktur und für die Zukunft der rund 570 Mitarbeitenden.
Alexandra Stampler-Brown
Geschäftsführende Direktorin
Marwin Wendt
Kommissarischer Künstlerischer Leiter
Von einem Tag auf den anderen hat die Kulturstadt Düsseldorf damit eine konkrete Zukunftsperspektive nicht nur für ihre Oper, ihr Ballett und ihr Orchester verloren. Das Zusammenspiel von Musiktheater, Musikschule und Musikbibliothek unter einem Dach als offener Ort insbesondere für junge Menschen wird es nun so nicht geben.
Unser öffentlicher Auftrag in Düsseldorf, dem wir mit künstlerischer Exzellenz, Leidenschaft und Engagement auch weiterhin gerecht werden wollen, lautet: Mit unserem Solist*innenensemble, dem Opernchor, dem Ballett am Rhein und unseren beiden A-Orchestern, den Düsseldorfer Symphonikern und den Duisburger Philharmonikern, pro Saison über 180 Vorstellungen in Oper und Ballett – also rund vier Vorstellungen in der Woche - auf der großen Bühne des Düsseldorfer Opernhauses zu spielen. Damit erreichen wir pro Spielzeit allein in der Landeshauptstadt mehr als 180.000 Menschen. Hinzu kommen mehr als 80 Vorstellungen und Veranstaltungen für junges Publikum und rund 250 Schulworkshops. Wir sind eng verbunden mit der Stadtgesellschaft: durch künstlerische Arbeit, Vermittlung, Partizipation, Kooperationen und kulturelle Bildung. Die intensive Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen und sozialen Trägern zeigt diese Verankerung deutlich. Wir sind als traditionsreiches und eines der wichtigsten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum Aushängeschild und Standortfaktor für die Landeshauptstadt. Wir sind Teil der DNA dieser Stadt.
Wir respektieren die finanzielle kommunale Notlage, die zum Planungsstopp geführt hat. Mit großer Sorge sehen wir die konkreten Folgen dieser Entscheidung. Das nun im Rat zur Abstimmung stehende Maßnahmenbündel, mit dem das stark sanierungsbedürftige Opernhaus ab sofort ertüchtigt werden soll, zielt nur auf die dringendsten Schäden. Es wird keinesfalls ausreichen, um den Spielbetrieb mittel- bis langfristig zu sichern.
Wir sind als Deutsche Oper am Rhein keine isolierte Einrichtung. Gemeinsam mit den anderen kulturellen Instituten der Stadtfamilie und der freien Szene sind wir Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Anziehungskraft der Kulturstadt Düsseldorf. Die Absage des langfristig entwickelten Projekts wirft Fragen nach der zukünftigen kulturellen Infrastruktur der Stadt insgesamt auf. Von Düsseldorf geht darüber hinaus auch deutschlandweit ein fatales kultur- und gesellschaftspolitisches Signal aus.
Die Deutsche Oper am Rhein braucht nun tragfähige Perspektiven: Für den künftigen Betrieb, für die im Bestandsgebäude nach gesetzlichen Bestimmungen notwendige bauliche Infrastruktur und für die Zukunft der rund 570 Mitarbeitenden.
Alexandra Stampler-Brown
Geschäftsführende Direktorin
Marwin Wendt
Kommissarischer Künstlerischer Leiter