10.03.–15.05.2022 / Oper

Carmen

Georges Bizet
Beschreibung
Opéra comique in vier Akten
In Kooperation mit der Opéra national de Lorraine
In französischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
ca. 3 Stunden, eine Pause
Empfohlen ab 12 Jahren
Die Welt von Sergeant Don José steht auf dem Kopf, als er der verführerischen Carmen begegnet: Hingerissen von ihrer Leidenschaftlichkeit, verliebt er sich Hals über Kopf in die faszinierende Freidenkerin. So schnell wie er seine Verlobte Micaëla verlässt, vergisst er auch seine rechtschaffene Pflicht als Soldat und zieht mit Carmens Schmugglerbande in die Berge Spaniens. Doch sein neu gefundenes Glück währt nur kurz, denn Carmens Herz gehört schon bald dem Stierkämpfer Escamillo. Don José wird von besinnungsloser Eifersucht gepackt und schwört Rache.

Musikalische Leitung
Inszenierung
Kostüme
Choreographie
Chorleitung
Kinderchorleitung
Sabina López Miguez/Justine Wanat
Besetzung
Don José
Escamillo
Dancaïro
Zuniga
Moralès
Carmen
Micaëla
Frasquita
Tänzerin
Michèle Primo Reina, Maira Luz
Tänzer
Joeri Burger, Antonio Olmedo Gil, Jonas Tilly
Kinderchor
Akademie für Chor und Musiktheater e.V.
Handlung
I. Akt
Micaëla nähert sich einer Gruppe von Soldaten, welche als Wachen das Treiben auf dem Marktplatz beobachten und fragt nach dem Verbleiben Don Josés. Als sie erfährt, dass er erst zur Wachablöse erscheinen wird, entfernt sie sich wieder mit dem Entschluss, später zurückzukehren. Don José erscheint mit der neuen Wache, Sergeant Moralès erzählt ihm von Micaëlas Besuch.
Zwischen Don José und seinem Vorgesetzten Zuniga entwickelt sich ein Gespräch über die Tabakfabrik und die dort arbeitenden Zigeunerinnen, welche sich nun der Gruppe nähern. Unter den Zigeunerinnen befindet sich auch die von allen Männern umschwärmte Carmen, welche sich durch Josés Gleichgültigkeit angestachelt fühlt und ihn charmant umgarnt. In der Habanera erläutert sie ihr Verständnis von Liebe, welche für sie in einer zwanglosen, flüchtigen Bindung wie ein wilder Vogel kommt und vergeht.
Die Zigeunerinnen kehren an ihre Arbeit zurück und Don José bleibt, von Carmens Lied noch ganz benommen, alleine zurück. Micaëla kommt und überbringt ihm einen Brief seiner kranken Mutter, die ihn darum bittet, in sein Heimatdorf zurückzukehren und Micaëla zu heiraten. Beide erinnern sich an ihre gemeinsame Kindheit.
Inzwischen ist in der Fabrik ein Streit ausgebrochen, Carmen hat eine Arbeiterin mit einem Messer verletzt. Zuniga verhört sie, doch sie macht sich über ihn lustig und versucht ihn zu umgarnen, hat dabei jedoch keinen Erfolg. Stattdessen soll sie von Don José ins Gefängnis gebracht werden. Carmen verführt ihn dazu, sie entfliehen zu lassen und verspricht im Gegenzug, am Abend in der Schenke von Lillas Pastia für ihn zu tanzen.


II. Akt
In der Schenke von Lillas Pastia tanzen Carmen, Frasquita und Mercédès für die Soldaten, unter ihnen Zuniga, von dem Carmen erfährt, dass Don José zur Strafe zwei Monate im Gefängnis saß und degradiert wurde. Als der gefeierte Torero Escamillo die Schenke betritt, fällt sein Blick sogleich auf Carmen, der er mit seinen Erzählungen über die Gefahren des Stierkampfes imponieren will. Carmen ist von dem schillernden Torero angetan, vertröstet ihn jedoch auf später, woraufhin er mit seinen Begleitern die Schenke wieder verlässt.
Die Schmuggler Dancaïro und Remendado versuchen, die drei Frauen zu einem Geschäft zu überreden, Carmen lehnt jedoch ab und wartet stattdessen auf José. Als dieser die Schenke betritt, tanzt und singt sie nur für ihn. Don José erklärt ihr seine Liebe, möchte sie ganz für sich haben. Das Signal zum Zapfenstreich ertönt, José muss gehen, Carmen verspottet jedoch sein Pflichtbewusstsein und versucht ihn zu einem gemeinsamen Leben in Freiheit zu überreden. Unter erneuten Liebesgeständnissen lehnt er das jedoch ab. Doch als er endlich gehen will, trifft er auf Zuniga, welcher zuvor noch Carmen umworben hatte, weswegen nun ein Streit zwischen den beiden Männern entsteht. Die Schmuggler greifen jedoch ein, fesseln Zuniga und zwingen Don José seinen Vorgesetzten zu erschießen. Nun ist José gezwungen, sich ihnen anzuschließen.


III. Akt
Die Schmuggler Dancaïro und Remendado schmieden Pläne, wie sie ihre Ware an der Wache vorbei in die Stadt bringen können. Inzwischen hat sich Carmen wieder von José abgewandt, welcher sie deshalb verflucht. Carmen, Mercédès und Frasquita lesen aus Tarot-Karten ihre Zukunft. Den Freundinnen versprechen sie Reichtum und Glück, Carmen selbst zieht die Karte des Todes. Die Schmuggler eröffnen den Frauen ihren Plan: Sie sollen die Zöllner mit ihren Verführungskünsten ablenken, so dass ein Teil der Ware unbemerkt in die Stadt gebracht werden kann, während José die restliche Ware bewacht. Er entwickelt erneute Eifersucht, als die anderen in Richtung Stadt aufbrechen. Micaëla nähert sich inzwischen dem Schmugglerlager, während auch Escamillo in der Nähe des Verstecks auftaucht, um Carmen wiedersehen zu können. Als dieser auf José trifft und ihm von seiner Liebe zu Carmen erzählt, entsteht ein Streit und José fordert ihn zum Kampf heraus. Im letzten Augenblick gehen Carmen und die Schmuggler dazwischen. Bevor sich Escamillo wieder entfernt, lädt er alle Anwesenden zu seinem nächsten Stierkampf ein. Remendado entdeckt nun Micaëla, die Don José berichtet, dass seine Mutter im Sterben liegt. Auf den Entschluss, sofort in seine Heimat zurückzukehren, erntet er erneut Carmens Spott. Der eifersüchtige José droht ihr daraufhin ein baldiges Wiedersehen an.


IV. Akt
Vor der Arena erwartet Carmen Escamillo. Ihre Freundinnen warnen sie vor dem eifersüchtigen José, der wieder in die Stadt zurückgekehrt ist. Die Menschenmenge zieht in die Arena, Carmen bleibt mit José zurück. Sie sagt ihm ins Gesicht, dass sie seine Liebe nicht mehr erwidert, sie liebt Escamillo und ihre Freiheit. Als Josés Beschwörungen, zu ihm zurückzukehren, nichts nützen und Carmen ihm seinen Ring vor die Füße wirft, tötet er sie.

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