Annika Franke

2001 in Dortmund geboren, begann Annika Jemima Franke im Alter von fünf Jahren das Geigenspiel und wurde 2012 als Jungstudentin am Internationalen Konservatorium am Phönixsee aufgenommen. Ihre musikalische Entwicklung führte sie 2018 in die Violinklasse von Prof. Yamei Yu an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, wo sie 2020 ihr Vollzeitstudium aufnahm.
Wertvolle musikalische Impulse erhielt sie u.a. bei Prof. Igor Ozim, Prof. Pavel Vernikov, Prof. Svetlana Makarova, Prof. Boris Garlitsky, Prof. Ingolf Turban und Prof. Stephan Picard. Weitere Meisterkurse bei Prof. Grigory Kalinovsky, Prof. Benjamin Schmid, Prof. Elisabeth Kufferath und Prof. Krzysztof Wegrzyn ergänzten ihre Ausbildung.
Nachdem ihr Klaviertrio als Preisträger beim Sieghardt Rometsch Wettbewerb 2023 ausgezeichnet wurde, erhielt sie die Möglichkeit, an einem Meisterkurs von Alfred Brendel teilzunehmen. Ihr Talent wurde durch zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ unterstrichen. 2019 gewann sie einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb mit Höchstpunktzahl in der Kategorie „Violine Solo“ verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Im selben Jahr wurde sie mit dem Musikförderpreis und dem Publikumspreis des Lions Club Jülich ausgezeichnet, was ihr einen Solokonzertauftritt mit Orchester ermöglichte. Zudem musizierte sie gemeinsam mit international anerkannten Nachwuchsmusikern beim Kammermusikprojekt „Mit Musik - Miteinander“ an der Kronberg Academy und durfte 2024 außerdem im Klavierquartett mit Prof. Eckardt Runge und Prof. Diana Ketler mitwirken.
Ihre musikalische Vielseitigkeit zeigt sich auch als mehrjähriges Mitglied im Bundesjugendorchester, wo sie unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kirill Petrenko und Oksana Lyniv auf internationalen Konzertreisen Erfahrungen sammelte. Seit 2022 wird sie mit einem Deutschlandstipendium gefördert und ist zudem Stipendiatin des Vereins „Yehudi Menuhin - Live Music Now“ Rhein-Ruhr. Neben ihrer Konzerttätigkeit in Konzertreihen wie „Debut um 11“ in Recklinghausen sieht Annika Jemima Franke es als ihre gesellschaftliche Verantwortung, mit ihrer Musik zu den Menschen zu gehen und u.a. in sozialen Einrichtungen, öffentlichen Benefizkonzerten, bei Vernissagen zugunsten eines Kinderhospizes und beim Verlegen von Stolpersteinen zu spielen.
An der Deutschen Oper am Rhein ist sie nun als Fiddler in Jerry Bocks „Anatevka“ zu erleben.