Hrólfur Sæmundsson

Gastsolist
Der isländische Bariton Hrólfur Sæmundsson studierte zunächst an der Gesangsakademie Reykjavík, bevor er 2002 am New England Conservatory in Boston sein Studium mit dem Master Degree abschloss. Er war für den isländischen Musik- sowie Theaterpreis nominiert, wurde 2005 von der isländischen Wagnergesellschaft zum Sänger des Jahres gewählt und gastierte europaweit, in den USA und Australien an Opern- und Konzerthäusern. Seine wichtigsten Rollen sind die Verdi-Partien Don Carlo („La forza del destino“), Giorgio Germont („La traviata“), Miller („Luisa Miller“), Rodrigo („Don Carlos“), Ford („Falstaff“), die Titelpartie in „Macbeth“, wie auch die Wagner-Partien Alberich („Der Ring des Nibelungen“), Friedrich von Telramund („Lohengrin“), Wolfram von Eschenbach („Tannhäuser“), Kurwenal („Tristan und Isolde“) und Beckmesser („Die Meistersinger von Nürnberg“). Des Weiteren war er u.a. in Partien wie Escamillo (Bizet „Carmen“), Sharpless (Puccini „Madama Butterfly”), Lord Ruthven (Marschner „Der Vampyr“), Don Pizarro (Beethoven „Fidelio“), Figaro (Rossini „Il barbiere di Siviglia), Ori in „Au monde“ von Philippe Boesmans, Peter (Humperdinck „Hänsel und Gretel“) sowie in den Tschaikowsky-Opern „Pique Dame“ als Graf Tomski, Onegin in „Eugen Onegin“, in Mozart-Partien als Il Conte di Almaviva („Le nozze di Figaro“), Don Alfonso („Così fan tutte“) und u.a. in der Titelpartie des Don Giovanni zu erleben. Michele in Puccinis „Il Tabarro“ und die Titelrolle in Bergs „Wozzeck“ gehören seit jüngster Zeit ebenfalls zu seinem Repertoire. Seine Diskografie umfasst u.a. Mahlers 8. Sinfonie, Musik von Sir John Tavener und Alben mit isländischen Liedern. 2021 sang er zudem in „Alpenkönig und Menschenfeind“ von Leo Blech die Hauptpartie des Rappelkopf in einer Deutschlandfunk-Aufnahme.
Hrólfur Sæmundsson gastiert an der Deutschen Oper am Rhein in der Partie des Macbeth.