14.03.2026-18.07.2027 / Ballett

Orgel­Passion

N.N. / Glen Tetley / Goyo Montero
So 05.04.2026
Opernhaus Düsseldorf
18:30 - 21:00
Audiodeskription Ballett

Klanggewaltige Expressivität in perfekter Harmonie
N.N.

Voluntaries
Uraufführung am 22. Dezember 1973, Staatstheater Stuttgart, Stuttgarter Ballett
Alle Choreografien © Glen Tetley Legacy

Aurea
Uraufführung am 14. März 2026, Deutsche Oper am Rhein Opernhaus Düsseldorf, Ballett am Rhein
ca. 2 ½ Stunden, 2 Pausen
Empfohlen ab 12 Jahren
In der Kreation „Aurea“ kann es zu starken Lichtreflektionen von der Bühne in den Zuschauerraum kommen.
Voluntaries (1973)
1973 kreierte der amerikanische Choreograph Glen Tetley, der 2026 hundert Jahre alt geworden wäre, das Ballett „Voluntaries“ für das Stuttgarter Ballett. Gewidmet hatte er das technisch anspruchsvolle, Tänzer*innen wie Zuschauende fordernde Stück dem kurz zuvor plötzlich verstorbenen Direktor der Stuttgarter Compagnie: John Cranko. Für „Voluntaries“, angelehnt an „Voluntary“, die musikalische Improvisationsform eines Orgelstücks für den Gottesdienst, hatte Tetley Francis Poulencs spätromantisch-expressives Konzert für Orgel, Streicher und Pauke (1938) gewählt. Er kreierte in seinem einzigartigen Stil aus Modern Dance und klassischer Bewegungssprache ein Requiem, das genau wie Poulencs Musik und getanzt von Crankos Compagnie ein Panorama des Lebens zwischen Trauer und Freude, Verzweiflung und Mut zeigt und dem unbedingten Wunsch nach einem Neubeginn Ausdruck verleiht…

Aurea (UA)
Mit „Aurea“ ist der spanische Choreograph Goyo Montero erstmals zu Gast beim Ballett am Rhein. Seiner abstrakten, physisch anspruchsvollen Kreation legt er das Nachdenken über das Proportionsprinzip des Goldenen Schnitts zugrunde – und dessen perfekte Schönheit, die niemals ganz zu erreichen ist. Musikalisch inspirieren ließ sich Montero dabei von der harmonisch perfekten Musik von J. S. Bach. Zu dessen „Passacaglia“ und einem vorgesetzten Prolog mit Motiven aus Bachs Komposition – komponiert vom kanadischen Komponisten Owen Belton – lässt er aus den Bewegungen der Tänzer*innen, einem Bühnenbild aus beweglichen Rahmen, spiegelnden Goldfolien und Licht lebendige architektonische Formen entstehen, die gleichzeitig ihre Schöpfer*innen widerspiegeln. Für einen Moment finden sich die Tanzenden zu einem einzigen Organismus, zu einer goldenen Spirale, Reihen, Linien und Kreisen zusammen, um sich im nächsten Moment sofort wieder aufzulösen.

Choreographie
Glen Tetley
Musik
Francis Poulenc
Bühne & Kostüme
Licht
Choreographische Einstudierung
Choreographie
Musik
Owen Belton, Johann Sebastian Bach
Arrangement
Dirk Schneiderheinze
Bühne mit EstudiodeDos