Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg gGmbH ist eine Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg, die auf eine lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen den beiden Großstädten zurückblicken kann. Seit ihrer Gründung 1956 zählt sie zu den bedeutendsten Opernhäusern Deutschlands. Durch ihr hochrangiges Solistenensemble, den Chor sowie die national wie international gefeierte Compagnie Ballett am Rhein hat sie sich zu einer der ersten Adressen für Musiktheater und Tanz in Europa entwickelt. Sie ist in der größten und dichtesten Kulturregion Deutschlands beheimatet. Allein die beiden Städte Düsseldorf und Duisburg zählen zusammen fast 1,1 Millionen Einwohner, aber auch die umliegenden Regionen und eine große Zahl auswärtiger Gäste profitieren vom hochkarätigen künstlerischen Angebot der Deutschen Oper am Rhein.

Im Vergleich zu anderen großen Opernhäusern besticht die Deutsche Oper am Rhein durch ihre Leistungsstärke. An den beiden Spielorten, dem Opernhaus Düsseldorf und dem Theater Duisburg, die insgesamt rund 2.400 Zuschauern Platz bieten, können jährlich über 260 Veranstaltungen angeboten werden. Sie umfassen Oper, Operette, Ballett, spezielle Produktionen für junges Publikum, Galakonzerte und zahlreiche Sonderveranstaltungen. So stehen in der Spielzeit 2017/18 die Premieren von elf Opern, sieben Ballettabenden mit 18 Choreographien und 19 Wiederaufnahmen auf dem Programm, das von der stilistischen Vielfalt des künstlerischen Angebots zeugt.

Getragen wird dieses vielseitige Repertoire von den künstlerischen Ensembles, die an der Deutschen Oper am Rhein vereint sind. Dem weltweit größten Solistenensemble gehören ebenso erfahrene und international renommierte Sängerinnen und Sänger an wie zahlreiche junge Künstlerinnen und Künstler, die von Düsseldorf und Duisburg aus ihre Karriere starten. Derzeit zählt das feste Ensemble 47 Solistinnen und Solisten und sieben Mitglieder des Opernstudios. Hinzu kommt eine Reihe von Gastkünstlerinnen und -künstlern, von denen viele bereits seit Jahren mit der Deutschen Oper am Rhein eng verbunden sind.

Seit 2009 gestaltet Generalintendant Prof. Christoph Meyer gemeinsam mit Generalmusikdirektor Axel Kober und Martin Schläpfer als Ballettdirektor und Chefchoreograph das Programm der Deutschen Oper am Rhein. Alexandra Stampler-Brown gehört seit 2014 als Geschäftsführende Direktorin, Remus Şucheană seit 2016 als Ballettdirektor an der Seite Martin Schläpfers zu diesem Leitungsteam, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, das künstlerische Niveau des Hauses beständig weiterzuentwickeln, seine große Musiktradition fortzuführen und neue künstlerische Perspektiven zu eröffnen. So gehören die großen „Klassiker“ der Opernliteratur – die Werke von Mozart, Verdi, Puccini und Strauss – ebenso zum Repertoire wie Raritäten der Barockoper, wichtige Stücke der Moderne oder Auftragsarbeiten an Komponisten unserer Zeit.

Während bei den Opern- und Ballettaufführungen in Düsseldorf und Duisburg die jeweiligen Orchester der beiden Städte – die Düsseldorfer Symphoniker bzw. die Duisburger Philharmoniker – zum künstlerischen Gelingen beitragen, ist der Chor der Deutschen Oper am Rhein auf beiden Bühnen in fast allen Opernaufführungen und ausgewählten Ballettproduktionen präsent und wird vom Publikum als ein wichtiges künstlerisches Bindeglied der Theatergemeinschaft geschätzt.

Das von Martin Schläpfer und Remus Şucheană geleitete Ballett am Rhein zählt zu den führenden Compagnien Europas. Die Zeitschrift tanz kürte Martin Schläpfer zum „Choreographen des Jahres 2010“ und das Ballett am Rhein 2013, 2014, 2015 und wiederum 2017 zur „Kompanie des Jahres“. 45 Tänzerinnen und Tänzer umfasst das ausschließlich aus Solisten bestehende Ensemble, das auf den Bühnen der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg zu erleben ist. Gastspiele führten die Compagnie u.a. nach Amsterdam, Berlin, Bilbao, zum Edinburgh International Festival, nach Genf, Den Haag, Köln, Ludwigsburg, Maastricht, Moskau, München, Muscat (Oman), nach Paris, St. Pölten, Tel Aviv und Wiesbaden.

Einen Schwerpunkt im Repertoire des Balletts am Rhein bilden die Choreographien Martin Schläpfers, der neben einer Uraufführung in Zusammenarbeit mit der Komponistin Adriana Hölszky 2017/18 mit „Schwanensee“ auch einen der großen Ballettklassiker neu auf die Bühne bringen wird. Der u.a. mit dem Prix Benois de la Danse, dem Theaterpreis FAUST, dem Schweizer Tanzpreis, dem Taglioni – European Ballet Award und dem Duisburger Musikpreis ausgezeichnete Künstler zählt derzeit zu den innovativsten und erfolgreichsten Choreographen. Neben seinen Arbeiten findet das Repertoire des Balletts am Rhein sein Profil in einem sorgfältig geplanten Zusammenspiel aus historischen Choreographien, zeitgenössischen Meisterwerken sowie zahlreichen Uraufführungen renommierter wie junger Künstler, darunter Namen wie George Balanchine, Kurt Jooss, Antony Tudor, Frederick Ashton, Jerome Robbins, Paul Taylor, Merce Cunningham, Hans van Manen, Twyla Tharp, William Forsythe, Mats Ek, Jiří Kylián, Nils Christe, Marco Goecke, Amanda Miller, Hubert Essakow, Natalia Horecna und Remus Şucheană. Darüber hinaus zählt das Ensemble zu den wichtigsten Interpreten Hans van Manens, der der Compagnie bisher neun seiner Werke anvertraute und ihr 2014 mit dem Ballett „Alltag“ auch eine Uraufführung schenkte. 2014 kam es im Rahmen von „DEEP FIELD“ von Adriana Hölszky außerdem erstmals zu einer Zusammenarbeit mit dem WDR Rundfunkchor Köln.

Zur Förderung des choreographischen Nachwuchses hat Martin Schläpfer zur Spielzeit 2015/16 die künstlerische Plattform „Young Moves“ ins Leben gerufen, die einmal im Jahr Tänzerinnen und Tänzern aus dem eigenen Ensemble die Möglichkeit gibt, im Rahmen des professionellen Betriebs der Deutschen Oper am Rhein eigene Stücke zu choreographieren und auf einer der beiden großen Bühnen in Düsseldorf oder Duisburg zu präsentieren.

In der Sparte Oper zeichnet sich das Angebot der Deutschen Oper am Rhein insbesondere durch ein vielfältiges Programm für junges Publikum aus. Dabei stehen vor allem große Familienopern im Zentrum der Bemühungen, die auf den beiden Bühnen in Duisburg und Düsseldorf gezeigt werden. Dieses Angebot wird von kleineren Foyer-Produktionen wie der „Zauberflöte für Kinder“, verschiedenen altersgerechten Projekten und umfangreichen Vermittlungsangeboten ergänzt. Zur Spielzeit 2013/14 startete die Deutsche Oper am Rhein eine Kooperation mit der Oper Dortmund und dem Theater Bonn unter dem Titel „Junge Opern Rhein-Ruhr“. Dieses deutschlandweit einzigartige Projekt hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche für spannendes Musiktheater zu begeistern, indem Werke speziell für sie komponiert werden. So entstand 2016/17 mit der Kinderoper „Gullivers Reise“ von Gerald Resch bereits die vierte Auftragsoper, die in Düsseldorf, Duisburg und den anderen beiden Kooperationsstädten gezeigt wird. Ein weiteres Auftragswerk für 2017/18 ist bereits in Arbeit.

Die Deutsche Oper am Rhein ist ein fester Bestandteil im Kulturleben von zwei Städten mit unterschiedlichem Image. Düsseldorf als Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gehört zu den fünf wichtigsten, international stark verflochtenen Wirtschaftszentren Deutschlands. Gemeinhin steht die Stadt für die Themen Mode, Shopping, Kultur und außergewöhnliche Events und gilt als Lifestyle-Metropole am Rhein. Der Rhein verbindet Düsseldorf mit Duisburg, der Stadt mit dem größten Binnenhafen der Welt und einer wechselvollen Geschichte: Vom mittelalterlichen Handelszentrum entwickelte sich Duisburg zum weltgrößten Stahlstandort und gilt heute als Stadt des gelebten Strukturwandels mit einer eindrucksvollen Industriekultur. Beide Städte bekennen sich seit über 60 Jahren zu ihrer „Theaterehe“ und haben es dadurch geschafft, hier wie dort Hochkultur zu präsentieren und zugleich einen der wirtschaftlichsten Theaterbetriebe der Republik vorzeigen zu können.

An der Deutschen Oper am Rhein arbeiten über 580 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 35 verschiedenen Nationen. Sie sind der lebendige Beweis dafür, dass Musik und Kunst Menschen über alle geographischen, politischen und sprachlichen Grenzen hinweg verbindet und in einen für alle wichtigen und unentbehrlichen Dialog bringen kann.