Jung

Vor, auf oder hinter der Bühne: Die Junge Oper, UFO und Tanz mit! laden junge Menschen mit schulischen und außerschulischen Projekten ein, die faszinierende Welt des Musiktheaters und des Tanzes durch kreatives Erleben und eigenen Ausdrucksformen mitzugestalten.


Junge Oper am Rhein

„Nils Karlsson Däumling“
Die Junge Oper am Rhein zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien aus. Das Bühnenprogramm besteht aus den großen Kinderopern, die auf den beiden Bühnen in Duisburg und Düsseldorf gezeigt werden, sowie aus kleineren Foyer-Produktionen wie der „Zauberflöte für Kinder“ und mobilen Produktionen für Kitas wie „Nils Karlsson Däumling“ oder für Grundschule wie der „Kreativen Pause“. Ein weiterer Schwerpunkt der Jungen Oper liegt auf Musiktheater- und Tanz-Projekten für verschiedene Altersgruppen und umfangreichen Vermittlungsangeboten zu den Opernproduktionen des Spielplans.
Zur Spielzeit 2013/14 startete die Deutsche Oper am Rhein eine Kooperation mit der Oper Dortmund und dem Theater Bonn unter dem Titel „Junge Opern Rhein-Ruhr“. Dieses deutschlandweit einzigartige Projekt hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche für spannendes Musiktheater zu begeistern, indem Werke speziell für sie komponiert und inszeniert werden. Jährlich entstehen neue Auftragskompositionen, sodass aus der Kooperation bis dato sieben Produktionen hervorgegangen sind, die in allen vier Städten gleichermaßen gespielt werden.
„Die Schneekönigin“
Wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Jungen Oper ist die Vermittlung der Kinderopern und ebenso wie der Repertoireopern. Dies geschieht in vor- oder nachbereitenden Workshops in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen am Vormittag und in der Bereitstellung von pädagogischem Begleitmaterial. Für die Kitas bietet die Junge Oper das Format „Oper und Spiele“ an. An mehreren Terminen haben Kita-Kinder in vertrauter Umgebung die Möglichkeit, sich der Kunstform Oper spielerisch und altersgerecht zu nähern.
„Otello Today“
Neben der Vermittlungsarbeit an Schulen und Kitas im Vormittag gibt es den umfangreichen Bereich der außerschulischen Mitmach-Projekte, die jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft die Möglichkeit öffnet, sich künstlerisch auszudrücken und auszuprobieren. Hierbei erreicht die Junge Oper Menschen zwischen 5 und 30 Jahren. Am umfangreichsten geschieht dies bei „Opernmacher 2.0“: Hier komponieren und inszenieren Jugendliche unter professioneller Anleitung zu einem Oberthema ihre eigene Oper, die von professionellen Sänger*innen und Musiker*innen zur Aufführung gebracht wird.

UFO – Junge Oper Urban

Oper im UFO? Das klingt galaktisch, aufregend und auch ein bisschen verrückt? Ja!

Das UFO ist gelandet. Nach einem Jahr Planungsarbeit und Monaten, in denen Raumtechnikerinnen, Schlosser, Ton- und Lichttechnikerinnen geschraubt, Kabel gelegt, gebohrt und gehämmert haben, steht es da und glänzt: ein silbernes extraterrestrisches Gebilde – etwas zwischen einer Burg mit fünf Zinnen und einer Internationalen Raumstation.
Musiktheater für Kinder neu gedacht, nah und spannend erzählt – das alles und viel mehr gibt es in der mobilen Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein zu sehen, die vom Architekturbüro raumlabor berlin erdacht und entworfen wurde. Das UFO zeigt Uraufführungen für junges Publikum, in denen ungewöhnliche musikalische und thematische Ansätze auf spannende Umsetzungen am Puls der Zeit treffen. Es ist ein echter Hingucker, eine Forschungsstation und ein musikalisches Klanglabor. Aber nicht nur. Das UFO will Ort der Begegnung für Alle sein, mit lokalen Akteur*innen kooperieren, richtig dazugehören und langfristige Bande knüpfen, beispielsweise mit der Hochschule Düsseldorf und der Fliedner Fachhochschule.
Seit einem Jahr ist das UFO nun schon unterwegs und hat in dieser Spielzeit wieder vier Stationen in Duisburg und Düsseldorf vor sich als Ort für vier Uraufführungen: Duisburg-Ruhrort, Düsseldorf-Oberbilk, der Duisburger Innenhafen und am Düsseldorfer Rheinufer in Golzheim macht es Halt. Auf seiner Reise hat das UFO auch neue Formate etabliert, wie das partizipative Projekt „Leichter getanzt als gesagt“ in Zusammenarbeit mit Tanz mit!, der Vermittlungssparte des Ballett am Rhein, oder das wiederkehrende Eröffnungsfest, mit dem sich das UFO den neuen Nachbar*innen vorstellt. Immer auf der Suche nach neugierigen Mitmacher*innen, mit Workshops der Jungen Oper im Gepäck und großer Lust am Experiment.
„Die unbedingten Dinge“
Das UFO sucht erneut musiktheatralisch nach Antworten zu wichtigen Themen und Fragen: zu Freundschaft beispielsweise und zum Wissen, was richtig und was falsch ist, und nach all dem, von dem Kinder glauben, dass es unbedingt auf die UFO-Bühne gehört.

UFO an Erde: Wir kommen!

Organisiert wird das Projekt von Michaela Dicu, die zusammen mit Alicia Nsukami, der Dramaturgie und der Jungen Oper am Rhein Ideen für das UFO - Junge Oper Urban entwickelt und umsetzt. Christian von der Heide komplettiert als Veranstaltungstechniker das Kernteam an der Deutschen Oper am Rhein. Jan Liesegang, Olof Duus und Lukas Hamilcaro vom Architekturbüro raumlabor berlin zeichnen für die Konzeption und den Bau des Klanglabors verantwortlich.

Tanz mit!

Eines steht fest: Wir alle tanzen! Jede Kultur auf der Welt hat ihre eigene Art zu tanzen entwickelt und über Jahrhunderte als immaterielles Erbe weitergetragen. Aber welche Tanzform liegt uns ganz persönlich am nächsten – Ballett oder Breakdance, Plié oder Paso Doble? Wann reißt es uns zum Tanzen vom Stuhl? Auf einer Hochzeit, unter der Dusche, schwitzend zum Elektrobeat? In der Öffentlichkeit oder nur privat zu Hause? Ganz nah an der geliebten Person, im gemeinsamen Herzenstakt? Vielleicht sogar zum Trauern, sowie die Menschen es in New Orleans tun? Oder nur vor Freude? Oder aber auch einfach aus der Reihe...

Beim Ballett am Rhein tanzen wir aus Leidenschaft und wir haben eine große Bitte: Tanz mit!
In der neuen, durch Ballettdirektor Demis Volpi ins Leben gerufenen Abteilung Tanzvermittlung „Tanz mit!“ wollen wir Tanz in all seinen Formen fördern. Unsere Ziele sind, noch mehr Menschen für Ballett zu begeistern und auch die Angebote innerhalb des Balletts am Rhein zu erweitern.
Tanz ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens aller Menschen – ein Ventil für Emotionen, ein Abbild der Kulturgeschichte und nicht zuletzt eine Kommunikationsform, die sich mit Leichtigkeit über die Grenzen des gesprochenen Wortes schwingen kann. Tanz ist Sprache, ist Ausdruck und Leben. Deswegen liegt es uns am Herzen, diese Universalität auch in unserem Programm widerzuspiegeln. Hier soll für wirklich alle etwas dabei sein. Unser Programm erstreckt sich von Projekten, die unsere Spielzeit begleiten oder Einblicke in den Alltag der Compagnie verleihen, über Podiumsdiskussionen und Publikumsgespräche, bis hin zu Initiativen, die den Tanz an Orte und zu Menschen bringen, die sonst keinen oder nur schwer Zugang finden.
„Leichter getanzt als gesagt“
Wenn wir uns bewegen, tun wir das gemeinsam. Deswegen können wir unsere Ideen für „Tanz mit!“ nur in enger Zusammenarbeit mit unserem Publikum voran bringen.

Wir schwärmen aus in unserer Tanz-Mission – vielleicht warten wir schon an der nächsten Straßenecke. Wir freuen uns sehr, möglichst viele Menschen mit unserer Leidenschaft anstecken zu können.