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Presse­mittei­lungen

Presseinformation – 18. Januar 2023

Johannes Erath inszeniert Bellinis Oper „La sonnambula“


Am Sonntag, 26. Februar 2023, um 18.30 Uhr, kommt Vincenzo Bellinis „La sonnambula“ – die Nachtwandlerin – im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne, und das zum ersten Mal in der langen Aufführungs­geschichte der Deutschen Oper am Rhein.
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Antonino Fogliani hat die musikalische Leitung, szenisch erforscht Johannes Erath das scheinbare Idyll mitten in den Schweizer Alpen, wo sich eine abgeschiedene Dorfgesell­schaft auf die nächste Hochzeit vorbereitet.

Amina soll diesmal die Glückliche sein, der Bräuti­gam Elvino. Doch der wendet sich schnell wieder seiner Ehemaligen zu, denn: Die Braut schlafwandelt in das Bett eines soeben angekom­menen Fremden. Dem Grafen Rodolfo, Sohn des ehemaligen Grundherrn und inkognito unterwegs, glauben die Dörfler die Unschuldsbeteuerungen allerdings ebenso wenig wie Amina, bis diese erneut nachtwandelt und der kollektive Gespensterglaube auf eine hartnäckige Probe gestellt wird.

Das Motiv des Schlafwandelns hat bei Bellini eine utopische Kraft. Zwischen schönsten Koloraturen und schwelgerischen Melodien beschreibt es einen Eskapismus, der die Sehnsucht nach Freiheit und Aufbruch schmerzlich deutlich macht. Dieser Spur folgt Johannes Erath, der für seine poetisch-feinsinnigen Arbeiten erst kürzlich an den Opern Köln („Les troyens“ von Hector Berlioz) und Frankfurt („Die Meister­singer von Nürnberg“ von Richard Wagner) gefeiert wurde und sich im September 2020 mit „Vissi d’arte“, seiner berüh­renden Liebeserklärung an die Oper, dem Düsseldorfer Publikum vorstellte. Im Team mit Bernhard Hammer (Bühne), Jorge Jara (Kostüme), Nicol Hungsberg (Lichtdesign) und Bibi Abel (Video) leuchtet er surreale Momente zwischen Idyll und Absturzkante aus: Wer schläft hier eigentlich – und wer ist wach?

Als Amina debütiert die australisch-mauritianische Sopranistin Stacey Alleaume, die u.a. als Gilda („Rigoletto“) bei den Bregenzer Festspielen 2019 und 2021 sehr erfolgreich war. An ihrer Seite singen Edgardo Rocha (Elvino), Bogdan Taloș (Graf Rodolfo), Heidi-Elisabeth Meier (Lisa), Katarzyna Kuncio (Teresa), Valentin Ruckebier (Alessio) und der Chor der Deutschen Oper am Rhein. Die Düsseldorfer Sympho­niker spielen unter der Leitung von Antonino Fogliani.

Tanja Brill
Pressesprecherin
Telefon: 0211-89 25-214 // Mobil: 0174-96 77 155 // E-Mail: t.brill@operamrhein.de

La sonnambula
Presseinformation – 17. Januar 2023

„Coppélia X Machina“ – Ballettpremiere in Düsseldorf



Inspiriert von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ und dessen Ballettadaption widmet sich die Franko-Kanadierin Hélène Blackburn in ihrer Neukreation für das Ballett am Rhein dem beziehungsreichen Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine.
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Am Samstag, 21. Januar, um 19.30 Uhr feiert ihre „Coppélia X Machina“ im Düsseldorfer Opernhaus Premiere. Unter der musikalischen Leitung von Patrick Francis Chestnut spielen die Düsseldorfer Symphoniker Kompositionen der vielfach ausgezeichneten serbisch-kanadischen Komponistin Ana Sokolović, deren farbenprächtige Musik von asymmetrischen Rhythmen des Balkans durchdrungen ist.

Hélène Blackburns Neuinterpretation des Maschinenmenschen-Traums führt in eine Tech-Society, in der sich Roboter und Menschen optisch so aneinander angenähert haben, dass eine Unterscheidung auf den ersten Blick schwerfällt. Im Labor ihres Coppélius sind die Tänzer*innen lernende Maschinenmenschen, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz permanent ihre Fähigkeiten erweitern und optimieren. Ein menschlicher Besucher, der die fremdartigen Wesen fasziniert beobachtet, ist überwältigt von der Roboterfrau Coppélia. Zwischen beiden entwickelt sich eine intensive Beziehung, die die Grenze zwischen Mensch und Maschine in Frage stellt…

Der Mythos der Mensch-Maschine hat durch die Fortschritte in der Biotechnologie den Schritt von Science Fiction in unsere Realität längst getan. Jeden Tag gehen wir enge körperliche Verbindungen mit technologischen Geräten ein. Mit dem ihr eigenen, sezierend-präzisen, rasant schnellen und die Neoklassik schneidenden Bewegungsvokabular überträgt Hélène Blackburn die Idee der Erschaffung eines künstlichen Menschen in unsere Zeit.

Alle Termine und Tickets von 22 bis 99 Euro (ermäßigt die Hälfte) an den Theaterkassen in Düsseldorf und Duisburg oder online unter ballettamrhein.de

Pressekontakt: Monika Doll, Pressesprecherin Deutsche Oper am Rhein/Ballett am Rhein
Telefon +49 (0)211.89 25-208, mobil: +49 (0)172.23 24 192, m.doll@operamrhein.de

Coppélia X Machina
Presseinformation – 06. Januar 2023

„Adriana Lecouvreur“ feiert Premiere im Theater Duisburg


Was bleibt, wenn das Rampenlicht verlischt? Regisseur Gianluca Falaschi erzählt die emotionale Geschichte einer Diva im Stil der Goldenen Ära Hollywoods.
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Am Samstag, 14. Januar 2023, um 19.30 Uhr hat die italienische Oper von Francesco Cilea Premiere im Theater Duisburg. Bereits am Montag, 9. Januar 2023, um 18.00 Uhr ist das Publikum zur kostenfreien Opernwerkstatt ins Opernfoyer eingeladen. In einem von Anna Grundmeier moderierten Gespräch geben Chefdramaturgin Anna Melcher und Dirigent Péter Halász Auskunft über das Stück, bevor die Besucher*innen bei der Bühnenprobe zuschauen dürfen.

Mit intensivem Spiel fesselt die Schauspielerin Adriana Lecouvreur allabendlich ihr Publikum. Doch der Blick hinter die Kulissen und in die Gefühlswelt der Diva wirft Fragen auf: Was ist Wirklichkeit, was Spiel?
Francesco Cilea, gefeierter Zeitgenosse Giacomo Puccinis, scheint in der melodien- wie farbenreichen Partitur stellenweise die frühe Filmmusik vorwegzunehmen. Der Regisseur und vielfach preisgekrönte Ausstatter Gianluca Falaschi zeigt eine große Diva auf dem fragilen Zenit ihrer Popularität und setzt die Oper in der Kunst- und Traumwelt von Theater und Film im Stil der Goldenen Ära Hollywoods opulent in Szene.

Sopranistin Liana Aleksanyan verkörpert die Titelheldin, der Mezzosopranistin Ramona Zaharia in der Partie der Fürstin von Bouillon als eifersüchtige Rivalin gegenüber­steht. Eduardo Aladrén und Sergey Polyakov sind alternierend als Maurizio zu erleben, der aus der Zuneigung der beiden Frauen seinen Nutzen zieht, Anooshah Golesorkhi gibt den unglücklich in Adriana verliebten Regisseur Michonnet. Neben weiteren Mitgliedern des Ensembles wirkt der Chor der Deutschen Oper am Rhein unter der Leitung von Patrick Francis Chestnut mit. Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der musikalischen Leitung von Péter Halász.Die Produktion wurde vom Staatstheater Mainz übernommen und fand im Mai 2022 bereits großen Zuspruch im Opernhaus Düsseldorf.

Aufführungen im Theater Duisburg: Sa 14.01. – 19.30 Uhr / Sa 21.01 – 19.30 Uhr / Fr 03.02. – 19.30 Uhr /
Mi 08.02. – 19.30 Uhr / Di 07.03. – 19.30 Uhr / Mi 29.03. – 19.30 Uhr

Tickets und weitere Infos zur Produktion an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100), im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211) und über operamrhein.de.

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie über die Produktion berichten möchten. Pressefotos zur Ankündigung sind schon jetzt im Pressebereich unserer Website zum Download hinterlegt. Am 10. Januar 2023 ergänzen wir Pressefotos mit der Duisburger Sänger*innenbesetzung.

Pressekontakt: Tanja Brill, Pressesprecherin
Telefon: 0211-89 25-214 // Mobil: 0174-96 77 155 // E-Mail: t.brill@operamrhein.de

Adriana Lecouvreur
Presseinformation – 03. Januar 2023

Trauer um Kurt Horres



Kurt Horres ist am 2. Januar 2023, wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag, nach langer schwerer Krankheit in Düsseldorf verstorben. Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihren ehemaligen Generalintendanten, der das Haus von 1986-96 leitete.

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Der 1932 in Düsseldorf geborene Kurt Horres studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Köln und besuchte anschließend die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Sein erstes Engagement als Regie­assistent führte ihn an die Komische Oper Berlin im damaligen Ostberlin. Nach Regietätigkeiten in Wuppertal, Köln, Bonn und als Oberspielleiter an den Lübecker Bühnen war er elf Jahre als Operndirektor an den Wupper­taler Bühnen engagiert. Die erste Intendanz übernahm er 1976 am Staatstheater Darmstadt, von dort wechselte er zur Hamburgischen Staatsoper.

Als Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein über­nahm er von 1986-96 als Nachfolger von Grischa Barfuss die Leitung der Theatergemeinschaft Düsseldorf Duisburg.
Als erster regieführender Intendant des Hauses lag ihm das Repertoire des 20. Jahrhunderts ganz besonders am Herzen. Unter den etwa 60 Opernproduktionen seiner Intendanz finden sich rund 20 Werke des 20. Jahr­hunderts, etwa von Wolfgang Fortner, Giselher Klebe, Erich Wolfgang Korngold, Franz Schreker und Udo Zimmermann – nicht wenige setzte er selbst in Szene. Der von Kurt Horres inszenierte und zusammen mit der Oper Köln produzierte Wagner-Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ blieb weit über seine Intendanz hinaus im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein. Mit künstlerischen Partnern wie Hans Wallat, der von 1986-96 als Generalmusik­direktor an der Deutschen Oper am Rhein wirkte, Chefdramaturgin Vita Huber, Chordirektor Rudolf Staude und imponieren­den Sängerinnen und Sängern im Ensemble gelang es Kurt Horres trotz größer gewordener Sparzwänge das künstlerische Niveau der Deutschen Oper am Rhein zu halten und ihre gesell­schaft­liche Relevanz immer wieder unter Beweis zu stellen. Gastspiele innerhalb seiner Intendanz führten das Ensemble u. a. nach Brüssel, Wien und Moskau, nach Japan, Spanien und im Oktober 1989, kurz vor dem Mauerfall, mit den beziehungs­reichen Werken „Die tote Stadt“ und „Der Jüngste Tag“ an die Staatsoper Unter den Linden in Ostberlin. Das Ballett der Deutschen Oper am Rhein setzte starke Akzente unter Ballettdirektor Heinz Spoerli, der 1991 auf Paolo Bortoluzzi folgte.

„Mit großer künstlerischer Leidenschaft wirkte Kurt Horres vor allem als Wegbereiter der Moderne, der fest an die Zukunft der Kunstform Oper glaubte und das Publikum immer wieder von ihrer Relevanz überzeugte“, so Generalintendant Christoph Meyer. „An der Deutschen Oper am Rhein bleibt er als eine ihrer prägenden Persönlichkeiten in Erinnerung.“

Pressekontakt: Tanja Brill, Pressesprecherin
Tel. 0211.89 25 214, mobil 0174-96 77 155, E-Mail: t.brill@operamrhein.de

Kurt Horres
Presseinformation – 08. November 2022

Demis Volpis „Krabat“ im Opernhaus Düsseldorf


Inspiriert von Otfried Preußlers vielschichtigem Roman zeigte Demis Volpi am Stuttgarter Ballett mit „Krabat“ sein erstes abendfüllendes Handlungsballett, aus dem über Nacht ein generationenübergreifender Publikumserfolg wurde. An seiner Seite entwickelte Katharina Schlipf ein opulentes Bühnenbild und phantasievolle Kostüme, die den Romanstoff auf der Bühne lebendig werden lassen. Ab 10. November entfaltet dieser Abend über Magie, Freiheit und die Kraft der Liebe seinen Zauber auf der Bühne im Opernhaus Düsseldorf.
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Eine Entdeckung ist Demis Volpis „Krabat“ auch für die Ohren: Unter der musikalischen Leitung von Katharina Müllner präsentieren die Düsseldorfer Symphoniker Kompositionen von Pēteris Vasks, Philip Glass und Krzysztof Penderecki. Über die Soundanlage eingespielte „Mühlenmusik“, die Christoph Kirschfink aus der verschiedenartig tönenden Geräuschkulisse einer alten Wassermühle arrangierte, verwandelt das Opernhaus auch akustisch in Krabats Welt.

Otfried Preußlers mittlerweile in 31 Sprachen übersetzter Roman „Krabat“ erzählt nach einer sorbischen Sage die packende Geschichte eines Waisenjungen, der in die Fänge eines Meisters der dunklen Künste gerät. In dessen Mühle geschehen merkwürdige und zutiefst verstörende Dinge. Mit elf weiteren Gesellen schuftet Krabat Tag für Tag und Jahr für Jahr in der Mühle und erlernt nebenher die Kunst der Magie. Der Preis für die Zauberkräfte ist hoch: Neben absolutem Gehorsam fordert der Meister jedes Jahr das Leben eines der Gesellen. „Krabat“ ist eine zeitlos gültige Parabel über die Faszination des Bösen und die Verführungskraft der Macht, verknüpft mit der Frage, ob es etwas gibt, das stark genug ist, das Böse zu überleben oder gar zu überwinden.

Tickets von 28 bis 109 Euro (ermäßigt die Hälfte) an den Theaterkassen in Düsseldorf und Duisburg oder online unter operamrhein.de.

Pressekontakt: Monika Doll, Pressesprecherin Deutsche Oper am Rhein/Ballett am Rhein
Telefon +49 (0)211.89 25-208, mobil: +49 (0)172.23 24 192, m.doll@operamrhein.de

Premierenmotiv
Presseinformation – 07. November 2022

„The Golden Age of Broadway”

Einmal über den Broadway in New York: Am Samstag, 19. November, um 19.30 Uhr veranstaltet die Deutsche Oper am Rhein ein glamouröses Musicalkonzert im Theater Duisburg. Zusammen mit den Duisburger Philharmonikern präsentieren zwölf Solist*innen aus dem Ensemble Songs, mit denen Leonard Bernstein, George Gershwin, Cole Porter und viele andere Musical­geschichte geschrieben haben. Die Karten kosten zwischen 12 und 29 Euro – einige sind noch zu haben.
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Die goldene Ära des Musicals brachte in den 1930er bis 1960er Jahren mit lässiger Eleganz, opulenten Orchesterklängen und unsterblichen Melodien nicht nur den Broadway zum Funkeln. Ob George Gershwin, Cole Porter oder Leonard Bernstein, ob „Summertime“ oder „I could have danced all night“, ob „Maria“ oder „You’ll never walk alone“ – ihre Schöpfer sind Legenden, ihre Hits bis heute weltbekannt.

Unter der musikalischen Leitung von Peter Christian Feigel, als langjähriger Kapellmeister an der Staatsoperette Dresden und regelmäßiger Gast an der Komischen Oper Berlin ein erwiesener Experte des Unterhaltungsrepertoires, präsentieren zwölf Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern in einem glamourösen Musicalkonzert erstmals Höhepunkte des klassischen Musicals von „West Side Story“ bis „Kiss me Kate“. Durch das Programm führt Carsten Kirchmeier, der sich als Regisseur und Moderator verschiedenster Konzert- und Unterhaltungsformate besonders im Ruhrgebiet einen Namen gemacht hat.

Lavinia Dames, Valerie Eickhoff, Morenike Fadayomi, Sarah Ferede und Romana Noack, Jorge Espino, David Fischer, Torben Jürgens, Jake Muffett, Florian Simson, Luke Stoker und Andrés Sulbarán, zwölf vielfach gefeierte Solistinnen und Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, stellen beim Musicalkonzert einmal mehr ihre musikalische Vielseitigkeit unter Beweis.

Tickets zwischen 12,– und 29,– Euro sind an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100), im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211) und online über www.operamrhein.de erhältlich.

Zur Berichterstattung reservieren wir Ihnen gern eine Pressekarte (auf Wunsch mit Begleitkarte für 19,– €). Melden Sie sich dazu bitte bei uns an. Zur Ankündigung schicken wir Ihnen gern Portraitfotos der beteiligten Solist*innen. Kurz nach dem Konzert stellen wir Ihnen im Pressebereich unserer Website Fotos von der Veranstaltung zur Verfügung.

Pressekontakt: Tanja Brill, Pressesprecherin
Tel. 0211.89 25 214, E-Mail: t.brill@operamrhein.de

Peter Christian Feigel
Presseinformation – 28. Oktober 2022

Premiere am 3. Dezember 2022 im Opernhaus
Düsseldorf:
Elisabeth Stöppler inszeniert „Die Jungfrau von Orléans“

Nach „Pique Dame“ (Spielzeit 2018/19) stellt die Deutsche Oper am Rhein ihrem Publikum in dieser Saison ein weiteres großes Opernwerk von Peter Iljitsch Tschaikowsky vor: „Die Jungfrau von Orléans“ nach dem gleichnamigen Schauspiel von Friedrich Schiller, eine klanggewaltige russische Oper im Stil der französischen Grand Opéra, kommt – zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Oper am Rhein –am Samstag, 3. Dezember 2022, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne. Péter Halász übernimmt die musikalische Leitung.


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FAUST-Preisträgerin Elisabeth Stöppler, die im Team mit Annika Haller (Bühnenbild) und Su Sigmund (Kostüme) im Dezember 2021 bereits Bachs „Weihnachts­oratorium“ in „Szenen einer schlaflosen Nacht“ auf die Düsseldorfer Opernbühne brachte, befragt die Figur der legendären Jungfrau von Orléans: Wer ist die junge Frau, die gottberufen in die Schlacht gegen die Belagerung zieht und zur Ikone wird? Was bewegt die Kämpferin, die sich in der Begegnung mit dem blutigen Krieg und der Liebe zu Lionel, ihrem Feind, radikal den Frieden auf ihre Fahne schreibt? In einer Kirche – sakraler Ort, Schutzraum und gemeinschaft­liches Zen­trum gleichermaßen – entfaltet sich ihre Geschichte.

Im Mittelpunkt des großen Ensembles steht die Mezzosopranistin Maria Kataeva – sie gibt ihr Rollendebüt als Johanna. Sami Luttinen ist ihr Vater Thibaut d’Arc, der ihr Raimond (Aleksandr Nesterenko) als Bräutigam zugedacht hat. Sergej Khomov ist König Karl VII., Luiza Fatyol dessen Mätresse Agnes Sorel, Thorsten Grümbel der Kardinal. Evez Abdulla gibt den französischen Ritter Dunois; für die Burgunder kämpft Lionel (Richard Šveda), der sich nach seiner Begegnung mit Johanna auf die Seite der Franzosen schlägt. Hinzu kommen weitere Solist*innen, der 60-köpfige Opernchor und die Düssel­dorfer Sympho­niker unter der Leitung von Péter Halász. Mehr Informationen zur Produktion und den Aufführungen bis zum 8. Januar 2023 finden Sie auf operamrhein.de.

Tanja Brill
Pressesprecherin
Telefon: 0211-89 25-214 // Mobil: 0174-96 77 155 // E-Mail: t.brill@operamrhein.de

Vorne: Sergej Khomov (König Karl VIII.), mitte: Elisabeth Stöppler (Inszenierung), Maria Kataeva (Johanna von Orléans), hinten: Chor der Deutschen Oper am Rhein.

Presseinformation – 28. Oktober 2022

Ticket-Sonderaktion der Deutschen Oper am Rhein: Zahl, so viel Du willst!


„Zahl, so viel Du willst!“: Unter diesem Motto ist das Publikum an der Deutschen Oper am Rhein eingeladen, bei ausgewählten Vorstellungen im November und Dezember den Eintrittspreis erstmals selbst festzulegen. Über das Mindestgebot von zehn Euro hinaus entscheiden die Zuschauerinnen und Zuschauer selbst, wie viel sie für eine Oper oder ein Ballett zahlen möchten und können. Die Buchung funktioniert unkompliziert ab Montag, 31. Oktober, online auf operamrhein.de oder an den Vorverkaufs- bzw. Abendkassen.



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Hintergrund der Aktion sind die stark gestiegenen Energiepreise und die hohe Inflation. „Als offene Kulturinstitution, die ein breitgefächertes Publikum aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Einkommensgruppen anspricht, sehen wir uns verpflichtet, auf die besonderen Herausforderungen der momentanen Lage zu reagieren“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. Die akute finanzielle Belastung falle individuell höchst unterschiedlich aus; nicht alle Menschen litten gleichermaßen unter der Inflation. „Wir möchten daher ein Angebot machen, das die einen entlastet, indem sie nur wenig zahlen müssen - und den anderen ein solidarisches Handeln ermöglicht, indem sie mehr zahlen können.“
Dabei legt Prof. Christoph Meyer großen Wert darauf, dass allen Interessenten ein vielfältiges Angebot zur Verfügung steht – von der Familienoper „Iwein Löwenritter“, über die Tschaikowsky-Neuproduktion „Die Jungfrau von Orléans“, Demis Volpis Balletthits „Der Nußknacker“ und „Krabat“ bis zu beliebten Repertoire-Vorstellungen „Don Giovanni“, „Tosca“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Fledermaus“ reicht der Aktionsradius.
„Wenn nicht die Geldausgabe im Mittelpunkt der Entscheidung steht, sondern die Lust, sich von einem musikalischen oder getanzten Live-Erlebnis verzaubern zu lassen, kommen vielleicht auch Menschen zu uns ins Haus, die bisher der Meinung waren, dass sie sich das nicht leisten können“, wünscht sich Prof. Christoph Meyer. „Und auch unter denen, die unsere Vorstellungen regelmäßig besuchen, gibt es viele, die derzeit bei kulturellen Unternehmungen zögerlich sind, weil sie nicht wissen, wie ihre Heizkostenrechnung am Jahresende aussieht. Ihnen möchten wir mit dieser Aktion ebenfalls die Hand reichen.“

Pressekontakt: Monika Doll, Pressesprecherin Deutsche Oper am Rhein/Ballett am Rhein
Telefon +49 (0)211.89 25-208, mobil: +49 (0)172.23 24 192, m.doll@operamrhein.de

Presseinformation – 07. Oktober 2022

Das UFO ist wieder in Düsseldorf gelandet: Ab 16. Oktober 2022 zwei Monate Musiktheater für Kinder im Volksgarten.



Das UFO, die mobile Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg


Das UFO, die mobile Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein, ist im Volksgarten Düsseldorf gelandet. Vom 16. Oktober bis 15. Dezember 2022 wird die Ballonwiese zur Spielwiese für experimentelles Musiktheater und Tanz. Erfindungsreich und umtriebig wie es ist, hat das UFO gleich drei Stücke an Bord, bei denen Kinder ganz nah am Geschehen sind. Eins davon entsteht direkt vor Ort: Die Uraufführung von „So oder so oder so“ wird am 24. November 2022 mit einem herbstlichen Familienfest rund um das UFO auf der Ballonwiese gefeiert.


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„Die Geschichte vom blinden Vertrauen“ für alle ab 6 Jahren – vom 16. bis 19. Oktober 2022
Los geht‘s am Sonntag, 16. Oktober, um 15.00 Uhr mit der „Geschichte vom blinden Vertrauen“. Die Tanzperformance für alle ab 6 Jahren wurde aus dem Märchen vom „Rattenfänger von Hameln“ entwickelt. Choreographin Hege Haagenrud stellt gemeinsam mit dem Komponisten und Violinisten Gregor Hübner die Frage, was eigentlich Vertrauen ist: Wem und warum bringen wir Vertrauen entgegen – und wann geht es verloren? Auf der Basis von Interviews mit Kindern im Vorschulalter hat Hege Haagenrud eine Choreo­gra­phie für drei Tänzer*innen entwickelt, die sich mit den gesprochenen Texten und der zugespielten Musik auseinandersetzen. Der Familienvorstellung am 16. Oktober folgen vier Aufführungen für Schulklassen.

„Leichter getanzt als gesagt“ für alle ab 6 Jahren – am 21. und 26. Oktober 2022
Zusammen mit Tänzer*innen des Ballett am Rhein beobachten wir, wie sich Wort und Bewegungen gegenseitig beeinflussen. Wer Lust hat, kann selbst aktiv werden und Impulse beisteuern – was dabei herauskommt, ist immer eine Überraschung.

„So oder so oder so“ für alle ab 8 Jahren – vom 24. November bis 15. Dezember 2022
Die fabelhafte Revue von Komponist Tom Smith und Librettistin Heili Schwarz-Schütte begleitet allerlei bunte (Wunder-)Wesen durch das Leben und fragt, wer wir sein können und wollen: Mal leicht und schwebend wie eine kleine rosa Wolke, mal wie ein Monster mit wilden Zottelhaaren. Wir können uns wie ein Tausendfüßler mit lauter linken Beinen fühlen – oder wie ein Glühwürmchen, das mal ganz für sich allein leuchten will. Die Tage sind unterschiedlich und wir sind es auch: eben so oder so oder so. Das leicht­füßige Musiktheaterstück über Identität und Selbstbestimmung wird im UFO entwickelt und geprobt. Die Uraufführung am 24. November feiert die Junge Oper Urban mit einem Familienfest rund ums UFO.

„Als wir nicht wussten, wer wir waren“ für alle ab 8 Jahren – vom 3. bis 7. Dezember 2022
Erzählt wird die Geschichte einer Freundschaft: Die zehnjährige Nicky läuft von zuhause weg, weil es dort nicht mehr zum Aushalten ist. Eine alte Dame, früher eine Operndiva, schreibt einen Erinnerungszettel nach dem anderen, um sich selbst nicht zu vergessen. Die Welt der beiden ist aus den Fugen geraten – bis zu dem Tag, an dem sie sich begegnen. Auf ihrem gemein­­samen Weg entdecken sie die Wirklichkeit der jeweils anderen und auch, dass sie zusammen weniger allein sind.

Tickets
Weitere Infos zu allen Aufführungen auf operamrhein.de. Karten für alle Familienvorstellungen sind ab 6,– Euro im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211-89 25 211, und auf www.operamrhein.de erhältlich. Zu den Schul­vorstellungen (4,– € pro Person) können Lehrer*innen einen kostenfreien Workshop buchen und Info-Material erhalten. Der Eintritt zu „Leichter getanzt als gesagt“ beträgt 5,– €.

Das UFO
Der vonraumlabor berlinentwickelte mobile Theaterraum bietet Platz für bis zu 30 Gäste. Das Architekturkollektiv, das Anfang September 2021 bei der Architektur-Biennale in Venedig für zwei seiner Projekte mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, hat sich für das UFO von einem Raumfahrzeug inspirieren lassen, das sich nach verschiedenen Seiten öffnet. Je nach Bedarf kann es kleinere Experimentier- und Begegnungsräume an- und abdocken, z. B. einen Bauwagen mit Tonstudio oder eine transparente Blase, so dass es vielfältige Interaktionen zwischen den künstlerischen Teams und dem Publikum ermöglicht.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat Wuppertal gefördert.
Organisiert wird es von MichaelaDicu(Künstlerische Projektleitung) die zusammen mit der Dramaturgie der Deutschen Oper am Rhein die Ideen für das mobile Klanglabor entwickelt und umsetzt. In enger Zusammenarbeit mit der Jungen Oper am Rhein und Tanz mit!“, der Tanzvermittlung des Ballett am Rhein, beschreitet UFO – Junge Oper Urbanneue Wege, vertieft bestehende Kooperationen in beiden Städten und knüpft neue Bande mit Schulen und Kindergärten, aber auch sozialen Einrichtungen.

Wir freuen uns, wenn Sie über das Projekt „UFO – Junge Oper Urban“ berichten.
Melden Sie sich gern mit Ihren Ideen und Pressekartenwünschen bei uns.

Pressefotos vom UFO und den aktuellen Stücken „Vom blinden Vertrauen“, „Als wir nicht wussten wir wir waren“ und „Leichter getanzt als gesagt“ finden Sie hier im Pressebereich unserer Website. Pressefotos von „So oder so oder so“ stehen kurz vor der Uraufführung am 24. November 2022 zur Verfügung.

Pressekontakt:
Tanja Brill und Monika Doll, Pressesprecherinnen
Tel. +49 211 89 25-214 /-208 // Mobil +49 174 96 77 155 / +49 172 23 24 192
E-Mail: t.brill@operamrhein.de // m.doll@operamrhein.de

Presseinformation – 20. September 2022

Die Presseinformation zum Monatsspielplan enthält eine Übersicht der Premieren, Wiederaufnahmen und Sonderveranstaltungen im November und Dezember 2022.



Presseinformation – 20. September 2022

Der Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg wechselt zur Saison 2024/25 als Nachfolger von Prof. John Neumeier nach Hamburg

Der Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg, Demis Volpi, ist zur Saison 2024/25 als neuer Ballettintendant an die Spitze des Hamburg Ballett in der Nachfolge von Prof. John Neumeier berufen worden. Demis Volpi hatte die Leitung des Ballett am Rhein zur Saison 2020/21 übernommen. Das Publikum in Düsseldorf und Duisburg begeistert er seither nicht nur mit seinen eigenen Choreographien wie „Der Nussknacker“ und „one and others“ sondern ebenso mit der Verpflichtung herausragender Choreograph*innen wie Twyla Tharp, Andrey Kaydanovskiy und Aszure Barton, die für das Ballett am Rhein neue Stücke entwickelten. Ab November ist Volpis Choreographie „Krabat“ im Opernhaus Düsseldorf zu erleben, mit der er beim Stuttgarter Ballett 2013 einen generationenübergreifenden Publikumserfolg schuf.

Demis Volpi



Der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer, gratuliert seinem Ballettchef herzlich: „Natürlich hätten wir in Düsseldorf und Duisburg sehr gern mit Demis Volpi weitergearbeitet. Er ist ein wunderbarer Künstler, Kollege und Ballettdirektor, dem es in kürzester Zeit und den pandemiebedingten Hindernissen und Widrigkeiten zum Trotz gelungen ist, eine junge, markante und künstlerisch herausragende internationale Ballettcompagnie zu formen und das Publikum mit einem hochkarätigen, abwechslungsreichen Spielplan und vielfältigen choreographischen Handschriften zu begeistern. Insofern bedeutet sein Wechsel für uns einen großen Verlust. Gleichzeitig aber freuen wir uns sehr für ihn und verstehen es auch als nachträgliches Kompliment für unsere Entscheidung, ihm 2020 als vergleichsweise jungen Choreographen die Leitung des Ballett am Rhein anvertraut zu haben. Dass man ihn jetzt mit der großen Aufgabe betraut, nach rund einem halben Jahrhundert am Hamburg Ballett einen Generationswechsel zu vollziehen und in die Fußstapfen des legendären John Neumeier zu treten, ist eine große Ehre, und wir sind sehr stolz auf ihn.“

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Insofern bedeutet sein Wechsel für uns einen großen Verlust. Gleichzeitig aber freuen wir uns sehr für ihn und verstehen es auch als nachträgliches Kompliment für unsere Entscheidung, ihm 2020 als vergleichsweise jungen Choreographen die Leitung des Ballett am Rhein anvertraut zu haben. Dass man ihn jetzt mit der großen Aufgabe betraut, nach rund einem halben Jahrhundert am Hamburg Ballett einen Generationswechsel zu vollziehen und in die Fußstapfen des legendären John Neumeier zu treten, ist eine große Ehre, und wir sind sehr stolz auf ihn.“

Demis Volpi: „Ich empfinde große Dankbarkeit dafür, dass mir Christoph Meyer und die Kulturpolitik in Düsseldorf und Duisburg vor rund drei Jahren ihr Vertrauen geschenkt und die Neuformierung und Leitung des Ballett am Rhein anvertraut haben. Mit dem Ballett am Rhein arbeiten zu dürfen, ist ein außerordentliches Privileg; die Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit des Publikums in beiden Städten, das uns hier unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie zur Saison 2020/21 mit offenen Armen und großem Interesse empfangen hat, sind etwas ganz Besonderes. Die Anfrage der Findungskommission, ob ich für die Nachfolge von John Neumeier zur Verfügung stünde, kam für mich völlig überraschend. Die damit verbundenen Aufgaben stellen eine immense Herausforderung dar, denen ich mit riesigem Respekt, aber auch mit großer Vorfreude entgegensehe. Jetzt aber erwarten uns noch zwei Spielzeiten in Düsseldorf und Duisburg, und ich freue mich auf den Ausbau meiner Arbeit mit dem Ballett am Rhein, auf unsere Vorstellungen und die Begegnungen mit unserem Publikum.“

Generalintendant Christoph Meyer wird nun gemeinsam mit der Kulturpolitik in Düsseldorf und Duisburg über eine Nachfolge für Demis Volpi beraten. Demis Volpi wird noch zwei Spielzeiten für das Ballett am Rhein tätig sein – das biete genügend Spielraum, um rechtzeitig eine Nachfolgeregelung zu präsentieren, „die dem künstlerisch herausragenden Niveau der Compagnie entspricht und den anspruchsvollen künstlerischen und administrativen Aufgaben“ gerecht werde, so Meyer.

Presseinformation – 19. September 2022

„Vier neue Temperamente“ eröffnen die Ballett-Saison in Düsseldorf

Mit seinem gefeierten Programm „Vier neue Temperamente“ kehrt das Ballett am Rhein am Mittwoch, 21. September, zurück auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi hat zum Ende der vergangenen Spielzeit gemeinsam mit drei international tätigen Choreograph*innen diesen spannenden Dialog zwischen neoklassischem und zeitgenössischem Tanz erstmals dem Publikum vorgestellt: Basierend auf George Balanchines „The Four Temperaments“ zeigen sie heutige Sichtweisen auf die in der Antike formulierten menschlichen Grundtemperamente. Ballettlegende John Neumeier steuert mit „from time to time“ einen Beitrag zum melancholischen Temperament bei, die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn zeigt „Choleric“, Michèle Anne de Mey hat für die Compagnie „Phlegmatic Summer“ kreiert und Demis Volpi „Sanguinic: con brio“.

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George Balanchine „Die vier Temperamente“: Svetlana Bednenko, Norma Magalhães, Gustavo Carvalho, Courtney Skalnik, Rose Nougué-Cazenave.



Mit seiner klaren Tanzsprache hat George Balanchine im zwanzigsten Jahrhundert die Ballettwelt revolutioniert. Ohne Kulissen und ohne erwartbare Storyline leben seine Stücke von der puren Technik und dem Können der Tänzer*innen. Vor 76 Jahren brachte er in New York die Uraufführung seiner „Four Temperaments“ auf die Bühne und schuf damit zu Musik von Paul Hindemith einen absoluten Neo-Klassiker.
Heutige tänzerische Interpretationen der über Jahrhunderte gültigen Theorie der Grundtemperamente sind so unterschiedlich wie die Handschriften der Künstler*innen, die sie erarbeitet haben:

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Michèle Anne de Mey eröffnet mit „Phlegmatic Summer” zum „Sommer“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ den Reigen der Neukreationen. „Sanguinic: con brio“ nennt Demis Volpi, Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein, seine Choreographie zu Musik von Jörg Widman und Steve Reich. Die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn steuert „Choleric“ bei, zu Musik von Martin Tétreault. Der Komponist arbeitet mit improvisierten Elementen und Plattenspielern, als Sound Designer und Bildender Künstler. John Neumeier schließlich zeigt mit „from time to time“ seine choreographische Sicht auf das melancholische Temperament. Zur Einstimmung erklingt zunächst Simon and Garfunkel, getanzt wird dann zu einer Klaviersonate von Franz Schubert.
„Vier neue Temperamente“ ist ein Ballettprogramm, das ganz bewusst die Unterschiede feiert und aus grundverschiedenen Zutaten ein großes Ganzes auf die Bühne bringt.

Info: „Vier neue Temperamente“ ist ein Ballettabend mit fünf Choreographien: Der Klassiker „The Four Temperaments“ von George Balanchine trifft auf die Neukreationen „Phlegmatic Summer“ von Michèle Anne de Mey, „Sanguinic: con brio“ von Demis Volpi, „Choleric“ von Hélène Blackburn und „from time to time“ von John Neumeier. Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf am Mittwoch, 21. September, um 19.30 Uhr, letzte Vorstellung am Sonntag, 30. September, um 18.30 Uhr. Weitere Informationen und Tickets von 19 bis 92 Euro auf ballettamrhein.de
Presseinformation – 14. Juni 2022

„Das Rheingold“ und „Die Walküre“ wieder in Düsseldorf

Ensemble-Abschied für Linda Watson / Ehrung für Ensemblemitglied Wolfgang Schmidt
Wiedereinstieg in Wagners „Ring des Nibelungen“ unter Leitung von Axel Kober

"Die Walküre": Katharina von Bülow (Grimgerde), Simon Neal (Wotan), Katarzyna Kuncio (Waltraute), Evelyn Krahe (Schwertleite), Linda Watson (Brünnhilde), Jessica Stavros (Gerhilde)


In der Spielzeit 1995/96 trat Linda Watson zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein auf. Ihre Sieg­linde in Richard Wagners „Die Walküre“ legte den Grundstein einer jahrzehntelangen Verbun­denheit. Die Brünnhilde in „Der Ring des Nibelungen“ wurde eine ihrer wichtigsten Partien.

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Als Wotans Lieblings­­tochter in der „Walküre“ verabschiedet sich die Sopranistin nun aus dem festen Ensemble: Der Wieder­auf­nahme am Donnerstag, 16. Juni, folgt am Sonntag, 19. Juni, um 17.00 Uhr ihre offizielle Verabschiedung im Opernhaus Düsseldorf, bevor sie am Samstag, dem 25. Juni 2022 ihren letzten Auftritt hat.

Linda Watson gehört zu den wichtigsten Wagner- und Strauss-Sängerinnen unserer Zeit und hat an der Deutschen Oper am Rhein ihre Weltkarriere begonnen. Hier war sie von 1997 bis 2004 und dann erneut ab 2013/14 festes Ensemblemitglied, erweiterte ihr dramatisches Repertoire um alle maßgeblichen Sopranpartien von Richard Wagner und Richard Strauss und übernahm diese Rollen an sämtlichen großen Opernhäusern der Welt. Zwischen 1998 und 2010 gastierte sie regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen – zahlreiche Aufnahmen und Aufzeichnungen zeugen von ihrer Ausnahmestellung als Sängerin. 2004 wurde sie an der Deutschen Oper am Rhein und 2020 in Österreich zur Kammersängerin ernannt. Bis heute gibt sie ihre Erfahrung in Meister­kursen an die jungen Sängerinnen und Sänger im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein weiter.

„Der Ring des Nibelungen“ hat auch die Karriere von Wolfgang Schmidt geprägt, der seit 1988 zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gehört. Als Würdigung seiner außerordentlichen künstlerischen Lebens­leistung erhält der Tenor zu Beginn der „Rheingold“-Vorstellung am Samstag, 18. Juni, um 19.30 Uhr die Ehrenmitglied­schaft der Deutschen Oper am Rhein.

Von seinem Stammhaus, an dem er fast alle bedeutenden Partien seines Fachs gesungen hat, startete Wolfgang Schmidt seine internationale Karriere und gastierte als einer der weltweit führenden Heldentenöre an allen großen Opernhäusern, u. a. an der Mailänder Scala, der Staatsoper Wien und der Metropolitan Opera New York. Er sang bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen und seit 1992 immer wieder bei den Bayreuther Festspielen. Besonders in den Partien des Siegfried in „Siegfried“ und „Götterdäm­merung“, die er auch an der Deutschen Oper am Rhein mehrfach gesungen hat, war Wolfgang Schmidt viele Jahre einer der gefragtesten Sänger weltweit. 1996 verlieh ihm die Deutsche Oper am Rhein den Titel des Kammersängers. Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied wird Generalintendant Christoph Meyer ihn am 18. Juni 2022 in den Ruhestand verabschieden.

Generalmusikdirektor Axel Kober, der Wagners „Ring des Nibelungen“ erst im Mai erneut und mit großem Erfolg an der Wiener Staatsoper dirigierte, holt „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf mit den Düsseldorfer Symphonikern und einer Top-Besetzung auf die Bühne des Opernhauses zurück. In der kommenden Spielzeit setzt er den Zyklus mit „Siegfried“ fort.

Tickets sind im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) und online über www.operamrhein.de erhältlich.

Presseinformation – 3. Juni 2022

Die Spielzeit 2022/23
Oper und Ballett am Rhein präsentieren das Saisonprogramm für Düsseldorf und Duisburg

Präsentierten das Programm für die kommende Opern- und Ballettsaison an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg: Axel Kober (Generalmusikdirektor), Alexandra Stampler-Brown (Geschäftsführende Direktorin), Christoph Meyer (Generalintendant) und Demis Volpi (Ballettdirektor und Chefchoreograph)

Nach zwei Spielzeiten unter ständig wechselnden Pandemiebedingungen steht die Saison 2022/23 unter neuen Vorzeichen: Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert wieder große Opern- und Ballettabende, Kraft und Klang ihrer großen Ensembles und sinnliche Erlebnisse, an deren Intensität wir uns gerade erst wieder gewöhnen. Mit einem Theaterfest am Samstag, 20. August 2022, im Opernhaus Düsseldorf und dem HANIEL Klassik Open Air am Freitag, 2. September 2022, auf dem Opernplatz in Duisburg begrüßt sie ihr Publikum zur neuen Spielzeit. Auf dem Programm stehen rund 250 Vorstellungen allein auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg – 25 verschiedene Opern, zehn Ballettprogramme, kleinere und größere Konzertformate, Galaveranstaltungen. Ihrem jungen Publikum begegnen Oper und Ballett am Rhein nicht nur in den beiden großen Häusern: An vier verschiedenen Orten in Duisburg und Düsseldorf wird das „UFO – Junge Oper Urban“ zum Spielort und Treffpunkt für neues Musiktheater.

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Zehn Opernpremieren und sechs Neuproduktionen im Opernprogramm

Zehn Premieren stehen im Mittelpunkt einer Opernsaison, die große Stoffe zeitgenössisch interpretiert und in neuen, spannenden Regiehandschriften vorstellt. Drei der Opernwerke sind zum ersten Mal in der 66-jährigen Aufführungsgeschichte der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Die erste Premiere im Opernhaus Düssel­dorf ist Giuseppe Verdis dämonisch-dunkler „Macbeth“ am 4. September 2022. Die Inszenierung von Michael Thalheimer legt das pulsierende Herzstück jeder Szene offen und duldet keine Ablenkung, kein Entkommen aus der tödlichen Spirale der Gewalt. Nach der Duisburger Premiere am 12. Juni 2022 dirigiert Antonino Fogliani das klanggewaltige Werk in Düsseldorf, der isländische Bariton Hrólfur Sæmundsson ist Macbeth.

Die erste der sechs Neuproduktionen hat am 2. Oktober 2022 im Theater Duisburg Premiere: Im Anschluss an Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ und „Tristan und Isolde“ präsentiert die Deutsche Oper am Rhein nach mehr als 20 Jahren eine szenische Neuinterpretation seiner romantischen Oper „Der fliegende Holländer“. Regisseur Vasily Barkhatov lenkt den Blick auf Senta und erzählt das Seelendrama einer Frau, deren Liebessehnsucht die eng gesteckten Grenzen der Gesellschaft sprengt. Patrick Lange übernimmt die Musikalische Leitung der Duisburger Philharmoniker und des mit Hans-Peter König/Thorsten Grümbel (Daland), Gabriela Scherer (Senta), Norbert Ernst (Erik) und James Rutherford (Holländer) besetzten Ensembles.

Mit „Die Jungfrau von Orléans“ stellt die Deutsche Oper am Rhein ihrem Publikum nach „Pique Dame“ (Spielzeit 2018/19) ein weiteres großes Opernwerk von Peter Iljitsch Tschaikowsky vor. Die effektvolle Grand Opéra ist ab 3. Dezember 2022 ­– zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Oper am Rhein – im Opernhaus Düsseldorf zu sehen. FAUST-Preisträgerin Elisabeth Stöppler, die im Dezember 2021 Bachs „Weihnachts­oratorium“ in „Szenen einer schlaflosen Nacht“ auf die Düsseldorfer Opernbühne brachte, befragt die Figur der legendären Jungfrau von Orléans: Wer ist die junge Frau, die gottberufen in die Schlacht gegen die Belagerung zieht und zur Ikone wird ? Was bewegt die Kämpferin, die sich in der Begegnung mit dem blutigen Krieg und der Liebe zu Lionel, ihrem Feind, radikal den Frieden auf ihre Fahne schreibt? Maria Kataeva gibt ihr Rollendebüt als Johanna von Orléans – Péter Halász übernimmt die Musikalische Leitung.

Francesco Cileas Oper „Adriana Lecouvreur“ kommt am 14. Januar 2023 nach ihrem großen Erfolg in Düsseldorf im Theater Duisburg auf die Bühne. Regisseur und Ausstatter Gianluca Falaschi lenkt den Blick hinter die Kulissen und in die Gefühlswelt einer großen Diva auf dem fragilen Zenit ihrer Popularität: Adriana Lecouvreur (Liana Aleksanyan) begegnet uns in der Kunst- und Traumwelt des Theaters im Stil der Goldenen Ära Hollywoods. Péter Halász führt durch die melodien- und farbenreiche Partitur, die mit ausdrucksvoll-geschmeidigen Gesangspartien stellenweise schon die frühe Film­musik vorwegzunehmen scheint.

Zum ersten Mal in der Aufführungsgeschichte der Deutschen Oper am Rhein kommt Vincenzo Bellinis „La sonnambula“ am 26. Februar 2023 auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Adela Zaharia debütiert als Schlafwandlerin Amina in einer weiteren Titelpartie des Belcanto-Fachs und wird an der Seite von Edgardo Rocha (Elvino) die Feinheit und außerordentliche Gefühlstiefe der Musik ausloten. Antonino Fogliani hat die Musikalische Leitung inne. Zwischen schönsten Koloraturen und schwelgerischen Melodien beschreibt das Motiv des Schlafwandelns einen Eskapismus, der die Sehnsucht nach Freiheit und Aufbruch schmerzlich deutlich macht. Diesen nachtwandlerischen Topos zwischen Idyll und Absturzkante wird Johannes Erath für die Bühne erzählen. Der Regisseur wird für seine bildreichen fein- und scharfsinnigen Arbeiten geschätzt – an der Deutschen Oper am Rhein begeisterte er im September 2020 mit dem szenisch-musikalischen Abend „Vissi d’Arte“.

Als weitere Neuproduktion kommt „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold am 16. April 2023 im Opernhaus Düsseldorf und am 17. Juni 2023 im Theater Duisburg zur Premiere. Generalmusikdirektor Axel Kober übernimmt die Musikalische Leitung in Düsseldorf – Harry Ogg, ab August 2022 neuer Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein, in Duisburg. Mit der üppigen Farbenpracht des spätromantischen Orchester­apparats illustriert der spätere Hollywood-Komponist im Stil einer Traumerzäh­lung einfühlsam den schmerzhaften Prozess eines trauernden Mannes, der die Vergangenheit loslassen muss, um für die Zukunft bereit zu sein. Der amerikanische Regisseur Daniel Kramer, der sich mit seinen atmos­phärisch dichten Arbeiten international einen Namen gemacht hat, ist zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast, um das geschickt zwischen Traum und Wirklichkeit, erstarrter Liebe und lebenssprühender Sinnlichkeit changierende Werk in Szene zu setzen. In den Hauptrollen: Corby Welch (Paul) und Nadja Stefanoff (Marietta).

Gleich zwei neue Stücke für junges Publikum ab 8 Jahren kommen auf die großen Bühnen der Deutschen Oper am Rhein: Die renommierte Komponistin und Leiterin der Musik-Biennale Venedig Lucia Ronchetti vertont im Auftrag der Jungen Opern Rhein Ruhr Erich Kästners 1933 erschienenen Kinderbuchklassiker „Das fliegende Klassenzimmer“ – eine unsterbliche Liebeserklärung an die Freundschaft. Ungeachtet aller Alters- und Standesunterschiede halten Kästners warmherzig gezeichneten, kleinen und großen Held*innen in guten wie in schweren Zeiten zusammen. Ilaria Lanzino inszeniert das neue Werk – die von Patrick Francis Chestnut geleitete Uraufführung ist ab 14. Mai 2023 im Theater Duisburg zu erleben. Schon am 14. Oktober 2022 kommt Moritz Eggerts ebenfalls im Rahmen der Jungen Opern Rhein Ruhr entstandene Familienoper „Iwein Löwenritter“ im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne. Die fantasievolle Geschichte von Felicitas Hoppe (Libretto: Andrea Heuser), die auf einem mittelalterlichen Ritter-Epos basiert, erzählt von Freundschaft und Liebe, die auch in der Welt der Ritter letztlich wichtiger sind als Ehre, Kampf und Abenteuer. Nach ihrer Uraufführung am Theater Bonn kommt die Inszenierung von Aron Stiehl in Düsseldorf zur Premiere. Harry Ogg dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Auch Jules Massenets „Hérodiade“, die sechste Opernproduktion der Saison, ist eine Neuentdeckung für das Ensemble und Publikum der Deutschen Oper am Rhein: Das spektakulär farbenreiche Klangjuwel kommt am 27. Mai 2023 zum allerersten Mal auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Den Stoff für sein 1881 uraufgeführtes Werk bezog Massenet aus den Legenden um die judäische Prinzessin Salome, die viele Künstler seiner Zeit faszinierte. Nach einer Erzählung von Gustave Flaubert stellt er – anders als später „Salome“ von Richard Strauss – deren Mutter ins Zentrum des Geschehens: Hérodiade, die ihre Tochter in Rom zurück­gelassen hat, um ihren Schwager Hérode zu heiraten, verliert am Ende alles – ihre Macht, wegen der sie zur kalten Mutter geworden war, und ihre Tochter, deren Liebe sie hätte erlösen können. Regisseur Lorenzo Fioroni ist erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Unter der Musikalischen Leitung von Marc Piollet debütiert Ramona Zaharia in der Titelpartie.

Opernrepertoire, Galas und Konzertformate

Zu den Premieren kommen 16 Wiederaufnahmen aus dem großen Repertoire der Deutschen Oper am Rhein, darunter große Inszenierungen, die unter den Corona-Bedingungen der vergangenen zwei Jahre lange nicht gezeigt werden konnten. Los geht es 20. und 21. August 2022 mit Donizettis Opern „L’elisir d’amore“ im Opernhaus Düsseldorf und „Lucia di Lammermoor“ im Theater Duisburg. Nach langer Zeit kehren auch Donizettis „La Fille du Régiment“ und Puccinis „Turandot“ und mit Johann Strauß‘ „Fledermaus“ eine der beliebtesten Operetten auf die Düsseldorfer Bühne zurück. „Die Zauberflöte“ in der weltweit gefeierten Inszenierung von Barrie Kosky und dem britischen Theaterkollektiv „1927“ ist wieder im Programm, mit „Siegfried“ wird die Wiederaufnahme von Wagners „Ring des Nibelungen“ fortgesetzt. Kleine und größere Konzertformate wie „Comedian Harmonists in Concert“, die Liedmatineen oder das „Rendezvous um halb 8“ sowie festliche Gala- und Benefiz-Veranstaltungen ergänzen den Spielplan. Sebastian Koch und Daniel Hope gastieren im März 2023 mit ihrem Programm „Paradies“ im Opernhaus Düsseldorf.


Ballett am Rhein: Sechs Premieren mit sieben Uraufführungen

Sechs Premieren mit sieben Uraufführungen stehen auf dem neuen Programm des Ballett am Rhein – drei davon sind abendfüllende Handlungsballette. Die Handschrift von Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi tragen gleich zwei der Abendfüller: Im Opernhaus Düsseldorf präsentiert Volpi am 10. November 2022 sein Erfolgsstück „Krabat“, das er 2013 auf der Grundlage des legendären Jugendbuchs von Otfried Preußler für das Stuttgarter Ballett schuf, wo es zum generationsübergreifenden Publikumsliebling avancierte. Zum Finale der kommenden Saison kreiert Demis Volpi eine Neuinterpretation des Repertoireklassikers „Giselle“ und verschmilzt darin den ungebrochenen Zauber des Märchens mit einer tänzerischen Befragung zum zeitgemäßen Umgang mit Traditionen und Geschlechterbildern. Premiere ist am 11. Juni 2023 im Opernhaus Düsseldorf.

Das dritte abendfüllende Ballett der kommenden Saison trägt den Titel „Coppélia X Machina“ und kommt von der Franko-Kanadierin Hélène Blackburn, die mit dem Ballett am Rhein bereits in der aktuellen Produktion „Vier neue Temperamente“ eine Neukreation entwickelt hat. Mit „Coppélia X Machina“ wagt sie sich an das zeitlos faszinierende Sujet der Menschmaschine und widmet sich mit dem ihr eigenen, sezierend-präzisen, rasant schnellen und die Neoklassik schneidenden Bewegungsvokabular den dahinter liegenden Themen. Premiere ist am 21. Januar 2023 im Opernhaus Düsseldorf.

Den Saisonstart feiert das Ballett am Rhein am 7. September 2022 mit einem Doppelabend im Theater Duisburg: Im Programm „Zwischenwelten“ trifft eine Neuerarbeitung von Demis Volpis „the little match girl passion“ auf der Basis von Andersons Märchenklassiker „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ auf die Uraufführung „don’t look at the jar“ von Gil Harush. Der franko-israelische Choreograph begibt sich in seiner Kreation zu einem musikalischen Arrangement der Künstlerin SOPHIE auf die Suche im vielfältigen Spektrum von gender perfomativity.

Big Names und eine junge Choreographin aus dem Ballett am Rhein treffen sich im vierteiligen Programm „Short Cuts“, das am 24. März 2023 im Theater Duisburg Premiere hat und – wie der Titel verrät – den Reiz kurzer, prägnanter Ballette feiert: vier Stücke, von denen keines länger als 15 Minuten dauert. Eröffnet wird das Programm von Hans van Manens „Short Cut“, gefolgt von einer Uraufführung von Bridget Breiner, Ballettdirektorin und Chefchoreographin des Staatstheaters Karlsruhe und einer Uraufführung der Tänzerin und Choreographin Neshama Nashman. Den Abschluss macht William Forsythes „Artifact II“.

Mit Marcos Morau ist es Demis Volpi gelungen, einen der aufregendsten Künstler der Gegenwart für die Auseinandersetzung mit einem der großen Mythen der Tanzgeschichte zu gewinnen: Für das Programm „SACRE“, das am 29. April 2023 im Opernhaus Düsseldorf Premiere hat, erarbeitet der spanische Choreograph mit dem Ballett am Rhein zu Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ ein neues Stück. Morau ist für seine bildstarken Inszenierungen an der Schnittstelle von Tanz, Film und Theater bekannt, die er für seine eigene Compagnie „La Veronal“ und für Compagnien wie das Nederlands Dans Theater oder die norwegische „Carte Blanche“ entwickelt. In Dialog mit Moraus Neukreation treten „The Cage“ von Ballettlegende Jerome Robbins sowie eine Uraufführung von Demis Volpi.

BALLETT AM RHEIN: Drei Wiederaufnahmen

Ergänzt wird das facettenreiche Premierenprogramm durch die Wiederaufnahme von drei Abenden aus der laufenden Spielzeit: Zum Saisonstart im Opernhaus Düsseldorf kommen am 21. September 2022 „Vier neue Temperamente“ zurück auf die Bühne. Michèle Anne de Mey, Demis Volpi, Hélène Blackburn und John Neumeier zeigen ihre tänzerischen Reflexionen auf die vier menschlichen Grundtemperamente – vorangestellt ist der Neo-Klassiker „Die vier Temperamente“ von George Balanchine.

Ein Wiedersehen mit Demis Volpis gefeierter Interpretation von „Der Nussknacker“ gibt es ab 25. November 2022 im Theater Duisburg. Last not least hat der Dreiteiler „One and others“ mit dem gleichnamigen Stück von Demis Volpi, „Polyphonia“ von Christopher Wheeldon und Sharon Eyals „Salt Womb“ für so viel Begeisterung gesorgt, dass er in beiden Spielstätten erneut ins Programm genommen wird: ab 2. Februar 2023 im Theater Duisburg und ab 14. März 2023 im Opernhaus Düsseldorf.

STEP BY STEP mit dem tanzhaus nrw

In Kooperation zwischen tanzhaus nrw und Ballett am Rhein geht das Format STEP BY STEP in die dritte Ausgabe. Es eröffnet ein Experimentierfeld, das die beiden Düsseldorfer Institutionen, ihre Künstler*innen, Arbeitsweisen und Strukturen zusammenbringt. Tänzer*innen der Compagnie des Ballett am Rhein und Factory Artists des tanzhaus nrw entwickeln kurze choreographische Arbeiten und finden in einem intensiven mehrwöchigen Probenprozess heraus, was sich Stadttheater und Freie Szene zu sagen haben und welche Brücken sich schlagen lassen.

ENTDECKEN: Junge Oper am Rhein, UFO – Junge Oper Urban, Tanz mit!

Äußerst vielfältig ist das Musiktheater- und Ballett-Angebot für Kinder ab 4 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene: Zusätzlich zu den Familienopern „Iwein Löwenritter“ und „Das fliegende Klassenzimmer“ sind in der Spielzeit 2022/23 sieben mobile Produktionen am Start, von denen vier ihre Uraufführung erleben. Großen Anteil an diesem breiten Angebot hat das Projekt „UFO – Junge Oper Urban“, das über drei Jahre vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammen­arbeit mit dem NRW KULTURsekretariat gefördert wird: Als mobiler Theaterraum für 25 Zuschauer*innen schlägt das UFO an vier weiteren Orten im Stadtraum von Duisburg und Düsseldorf auf, um direkt vor Ort und in Interaktion mit den Anwohner*innen neues Musiktheater zu entwickeln und mit Künstler*innen der Oper und des Ballett am Rhein zu präsentieren. Darüber hinaus lädt die Junge Oper am Rhein zum Mitmachen ein – in der Schule und in der Freizeit, mit der Familie oder mit Gleichaltrigen.

In dem von Demis Volpi neu ins Leben gerufenen Tanzvermittlungsprogramm „Tanz mit!“ sind unter der Leitung von Tänzer und Tanzpädagoge Michael Foster neue interaktive Formate entstanden, die allen Interessierten einen niederschwelligen Zugang in die Welt des Tanzes bieten. Zu einem beliebten Event hat sich beispielsweise das Format „Leichter getanzt als gesagt“ entwickelt, das in der kommenden Saison sein Publikum wieder ins UFO einlädt. Nach dem spielerischen Prinzip der stillen Post befeuern sich dabei Sprache und Tanz gegenseitig, was bei allen Teilnehmenden für immer neue Erkenntnisse und vor allem für jede Menge Spaß sorgt. Tanzinteressierte finden Formate rund um die Ballettprogramme, in denen sie in direkter Nähe zu den Tänzer*innen der Compagnie in Gesprächen und Workshops tiefere Einblicke in die Hintergründe der Choreographien nehmen können.

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Das neue Spielzeitheft ist ab 3. Juni 2022 im Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg erhältlich und online auf www.operamrhein.de zu finden.
Am selben Tag startet der Vorverkauf für die gesamte Spielzeit 2022/23.

Presseinformation – 30. Mai 2022

Ballett am Rhein: Furioses Saisonfinale mit „Vier neue Temperamente“

Michèle Anne de Mey „Phlegmatic Summer”: Ensemble Ballett am Rhein.
Die letzte Ballettpremiere der Saison wird ein Fest der Vielfalt: Mit vier Uraufführungen von vier Choreograph*innen, die sich mit den menschlichen Grundtemperamenten befassen und George Balanchines Klassiker „The Four Temperaments“ lädt das Ballett am Rhein zu einem spannenden Dialog zwischen neoklassischem und zeitgenössischem Tanz ein. Ballettlegende John Neumeier steuert mit „from time to time“ einen Beitrag zum melancholischen Temperament bei, die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn zeigt „Choleric“, Michèle Anne de Mey hat für die Compagnie „Phlegmatic Summer“ kreiert und Demis Volpi „Sanguinic: con brio“. Premiere ist am Freitag, 3. Juni, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf.


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Mit seiner klaren Tanzsprache hat George Balanchine im zwanzigsten Jahrhundert die Ballettwelt revolutioniert. Ohne Kulissen und ohne erwartbare Storyline leben seine Stücke von der puren Technik und dem Können der Tänzer*innen. Vor 76 Jahren brachte er in New York die Uraufführung seiner „Four Temperaments“ auf die Bühne und schuf damit zu Musik von Paul Hindemith einen von vielen Neo-Klassikern.
Heutige tänzerische Interpretationen der schon in der Antike formulierten Grundtemperamente sind so unterschiedlich wie die Handschriften der Künstler*innen, die sie erarbeitet haben: Michèle Anne de Mey eröffnet mit „Phlegmatic Summer” zum „Sommer“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ den Reigen der Neukreationen. „Sanguinic: con brio“ nennt Demis Volpi, Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein, seine Choreographie zu Musik von Jörg Widman und Steve Reich. Die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn steuert „Choleric“ bei, zu Musik von Martin Tétreault. Der Komponist arbeitet mit improvisierten Elementen und Plattenspielern, als Sound Designer und Bildender Künstler. John Neumeier schließlich zeigt mit „from time to time“ seine choreographische Sicht auf das melancholische Temperament. Zur Einstimmung erklingt zunächst Simon and Garfunkel, getanzt wird dann zu einer Klaviersonate von Franz Schubert.
„Vier neue Temperamente“ ist ein Ballettprogramm, das ganz bewusst die Unterschiede feiert und aus grundverschiedenen Zutaten ein großes Ganzes auf die Bühne bringt.
Presseinformation – 16. Mai 2022

Presse-Einladung zur Premiere am 12. Juni 2022 im Theater Duisburg:
Michael Thalheimer inszeniert Verdis „Macbeth“

Premierenmotiv "Macbeth"
Sehr geehrte Damen und Herren,

am Sonntag, 12. Juni 2022, 18.30 Uhr, zwei Jahre nach der ursprünglich geplanten Premiere, kommt Giuseppe Verdis Oper „Macbeth“ endlich an die Deutsche Oper am Rhein: Dem ersten Aufschlag im Theater Duisburg folgt am 4. September, zu Beginn der neuen Saison, die zweite Premiere im Opernhaus Düsseldorf.
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In Koproduktion mit der Opera Vlaanderen hatte „Macbeth“ in der hochgelobten Inszenierung von Michael Thalheimer bereits im Juni 2019 in Antwerpen Premiere. Sein „Psychokammer­spiel“ sei „ein Wurf, der auch da, wo er mit einer überraschenden Melange aus Witz und Wahnsinn spielt, einfach stimmt“ (Joachim Lange, nmz). Im Team mit Henrik Ahr (Bühne), Michaela Barth (Kostüme) und Stefan Bolliger (Licht) bringt der renommierte Schauspiel- und Opernregisseur das Werk jetzt mit einer ganz neuen Besetzung auf die Bühnen der Deutschen Oper am Rhein, wo Thalheimer bereits mit seiner eindringlichen Interpretation von Verdis „Otello“ begeisterte. In Duisburg gastiert der isländische Bariton Hrólfur Sæmundsson in der Titelpartie, Ewa Płonka gibt ihr Debüt als Lady Macbeth. Bogdan Taloş und Ovidiu Purcel debütieren als Banco und Macduff an der Seite weiterer Ensemblemitglieder und des Chores der Deutschen Oper am Rhein. Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der Leitung von Stefan Blunier.

Macbeth“ nach Shakespeares vielgespieltem Drama ist ohne Zweifel das dämonischste Werk von Giuseppe Verdi. Es handelt von der vergänglichen Natur der Macht und zeigt, wie eine Kette von Gewalt, Terror und Paranoia entsteht und einen achtbaren Kriegsmann zu einem Tyrannen und Schlächter werden lässt. Durch die Prophezeiungen von Hexen wird Macbeth von einem beispiellosen Ehrgeiz und Machthunger befallen, den seine Frau noch schürt und gefährlich aufheizt. Doch mit der Macht wächst die Schuldenlast und mit der Zahl der Verbrechen der Wahnsinn.

Zur Berichterstattung reservieren wir Ihnen gern eine Pressekarte, auf Wunsch mit einer Begleitkarte für 19,– Euro. Bitte teilen Sie uns Ihren Wunschtermin mit, damit wir Ihre Karten bestätigen können. Premieren­karten liegen am Pressestand, Karten für spätere Vorstellungen an der Abendkasse bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Brill
Pressesprecherin
Telefon: 0211-89 25-214 // Mobil: 0174-96 77 155 // E-Mail: t.brill@operamrhein.de
Presseinformation – 6. Mai 2022

Glitzer zu Staub: „Adriana Lecouvreur“ erzählt die Geschichte einer Diva – Premiere am 14. Mai im Opernhaus Düsseldorf
Liana Aleksanyan als Adriana Lecouvreur
Francesco Cileas elegante, in italienischen Verismo-Klängen schwelgende Oper „Adriana Lecouvreur“ ist eine Hommage an das Theater. Sie erzählt von der Leiden­schaft einer großen Diva, aber auch von der Fragilität und Vergänglichkeit ihres Ruhms. Am Samstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr, hat die Oper in einer Kooperation mit dem Staatstheater Mainz Premiere im Opernhaus Düssel­dorf.
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Antonino Fogliani führt durch die melodien- wie farbenreiche Partitur, die mit ausdrucksvoll-geschmeidigen Gesangspartien stellenweise schon die frühe Film­musik vorwegzunehmen scheint. In der Titelpartie Liana Aleksanyan, der Ramona Zaharia als eifersüchtige Rivalin gegenüber­steht. Sergey Polyakov spielt Maurizio, der aus der Zuneigung der beiden Frauen seinen Nutzen zieht, Alexey Zelenkov den Regisseur Michonnet.

Adriana Lecouvreur lebt für die Kunst. Mit intensivem Spiel und unpathetischer Natürlichkeit fesselt die Schauspielerin Abend für Abend ihr Publikum. Auch Regisseur Michonnet verehrt sie seit langem – glücklos. Denn neben der Schauspielerei gilt ihre Liebe nur Maurizio. Für Adriana hat er sein heimliches Verhältnis mit einer einflussreichen Fürstin beendet. Rasend vor Eifersucht sinnt diese auf Rache…

Regisseur und Ausstatter Gianluca Falaschi lenkt den Blick hinter die Kulissen und in die Gefühlswelt einer großen Diva auf dem fragilen Zenit ihrer Popularität. Adriana begegnet uns in der Kunst- und Traumwelt des Theaters im Stil der Goldenen Ära Hollywoods, in der sich Realität und Illusion, Menschen und ihre Rollen durchringen: Was ist Wirklichkeit, was Kunst? Was bleibt, wenn das Rampenlicht verlischt?

Schon am Montag, 9. Mai, um 17.00 Uhr geben Gianluca Falaschi (Regisseur und Ausstatter) und Marco Ali­brando (Assistent des Musikalischen Leiters) im Gespräch mit Chefdramaturgin Anna Melcher in der Opern­werkstatt im Rangfoyer des Opernhauses Einblicke in die Produktion. Im Anschluss hat das Publikum die Gelegenheit, die erste Hälfte (1 ½ Stunden) der Bühnenorchesterprobe zu verfolgen. Der Eintritt ist frei.

Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf:
Sa 14.05.2022 – 19:30 Uhr (Premiere) / So 22.05.2022 – 18:30 Uhr / Do 26.05.2022 – 18:30 Uhr /
So 29.05.2022 – 18:30 Uhr / So 05.06.2022 – 18:30 Uhr
Presseinformation – 4. Mai 2022

Liedmatinee „Von Krieg, Frieden und Hoffnung“
Opernhaus Düsseldorf
Am Sonntag, 15. Mai, gestalten 18 Solist*innen und sieben Pianist*innen aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein eine sehr persönliche Liedmatinee im Opernhaus Düsseldorf

Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine laden Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein am Sonntag, 15. Mai 2022, um 11.00 Uhr im zu einer besonderen Liedmatinee ins Foyer des Düsseldorfer Opernhauses ein:
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Auf Initiative von Bass Sami Luttinen gestalten 18 Sänger*innen und sieben Pianist*innen aus insgesamt zwölf Nationen gemeinsam ein künstlerisches Programm, das sich auf sehr persönliche, unterschiedlichste Weise mit dem Motto „Von Krieg, Frieden und Hoffnung“ auseinandersetzt. Die von ihnen ausgewählten Lieder und Duette erzählen von den Schrecken des Krieges, der Trauer der Vertriebenen, vom Schmerz der Zurückgebliebenen, von Ängsten, Hoffnungen, Feindschaft und Versöhnung; sie kommentieren bissig das politische Weltgeschehen, schlagen Brücken zwischen den Nationen oder stammen von Dichtern und Komponisten, die selbst im Krieg kämpften, ihr Leben ließen, vertrieben, verfolgt und ermordet wurden.

Im Rahmen der Matinee wird es die Möglichkeit geben, den Caritasverband Düsseldorf e.V. mit finanziellen Spenden zu unterstützen, um der Caritas Czernowitz in der neuen Partnerstadt von Düsseldorf zu helfen, die nach Czernowitz geflüchteten Menschen mit dringend benötigten Lebensmitteln zu versorgen.

Die musikalischen Beiträge kommen von Liana Aleksanyan (Sopran), Kimberley Boettger-Soller (Mezzosopran), Sarah Ferede (Mezzosopran), Maria Kataeva (Mezzosopran), Chorong Kim (Sopran), Anke Krabbe (Sopran), Katarzyna Kuncio (Mezzosopran), Heidi Elisabeth Meier (Sopran), Romana Noack (Sopran), Jorge Espino (Bariton), Thorsten Grümbel (Bass), Günes Gürle (Bass), Stefan Heidemann (Bariton), Sami Luttinen (Bass), Jake Muffett (Bariton), Emmett O’Hanlon (Bariton), James Williams (Bariton) und Luke Stoker (Bass). Sie werden von Meghan Behiel, Laura Poe, Anastasiya Titovych, Ville Enckelmann, Jason Tran, Wolfgang Wiechert und James Williams am Flügel begleitet.

Das zweistündige Konzert mit Pause findet im Rangfoyer des Opernhauses statt. Karten für 12,– € / ermäßigt 6,50 € sind im Opernshop, unter der Nummer 0211-89 25 211, über www.operamrhein.de und an der Tageskasse erhältlich.
Presseinformation – 21. April 2022

„One and others“: Ballettpremiere im Theater Duisburg
Sharon Eyal „Salt Womb”: Ensemble Ballett am Rhein.
Drei komplett unterschiedliche Tanzstücke von Klassik bis Techno zeigt das Ballett am Rhein in seinem neuen Programm „One and others“. Was „Polyphonia“ von Christopher Wheeldon, „one and others“ von Demis Volpi und „Salt Womb“ von Sharon Eyal miteinander verbindet, ist ihr extremer Anspruch an technische Präzision und ihre enorme Anforderung an die tänzerische Kondition. Am Samstag, 30. April, um 19.30 Uhr ist Premiere im Theater Duisburg. Erste Einblicke in das neue Programm mit anschließendem Probenbesuch bietet bei freiem Eintritt die Ballettwerkstatt am Dienstag, 26. April, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg.
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„Polyphonia“ – übersetzt Vielstimmigkeit – hat der Brite Christopher Wheeldon sein Ballett aus dem Jahr 2001 zu Musik von György Ligeti genannt. Das Stück beginnt wie ein getanzter Kanon: vier Paare bewegen sich in komplex versetzten Abläufen und treffen immer wieder in synchronen Bewegungen zusammen. Das Licht geht aus und wieder an, und die nächste kleine Episode entfaltet sich auf der Bühne. Anknüpfend an den neoklassischen Stil von George Balanchine ist dieses frühe Werk Wheeldons schon jetzt zu einem Meilenstein der Tanzgeschichte geworden.

Auch in Demis Volpis „one and others“ geht es um Beziehungen, um das Erkunden anderer Individuen, um Kollektive und Grenzen. Solitär bewegen sich zwei Tänzer*innen in ihren eigenen Spotlights auf der ansonsten dunklen Bühne. Ihre Lichtkegel und Bewegungen verschmelzen, während aus dem Dunkel der Bühne immer mehr Tänzer*innen auftauchen. Zu einem Streichquartett des zeitgenössischen Komponisten Christos Hatzis erzählt Volpi von wechselnden Begegnungen, dynamischen Prozessen und dem Glück des sich Findens.

Im Schlussstück des Abends schwappt noch einmal gebündelte Tänzer*innenenergie in den Zuschauerraum: Zu hypnotisch repetitiven Techno-Rhythmen von Ori Lichtik tanzt die Compagnie in Sharon Eyals „Salt Womb“ eine mitreißende Gruppenchoreographie, die von Gleichklang und Ausbruch erzählt. 2016 für das Nederlands Dans Theater kreiert, nimmt das Stück der israelischen Choreographin das Publikum mit in rätselhafte Innenwelten von Ritual und Rausch. In ihrer ganz eigenen Bewegungssprache baut Eyal aus pulsierenden Körpern Trancezustände, die einen nicht mehr loslassen.

Info: „One and others“ ist ein Ballettabend mit drei Choreographien von Klassik bis Techno: „Polyphonia“ von Christopher Wheeldon, „one and others“ von Demis Volpi und „Salt Womb“ von Sharon Eyal. Premiere im Theater Duisburg am Samstag, 30. April, um 19.30 Uhr. Weitere Informationen und Tickets von 17 bis 67 Euro auf ballettamrhein.de
Presseinformation – 11. April 2022

Adela Zaharia in ihrer Glanzpartie: „Lucia di Lammermoor“ ab 14. April 2022 wieder im Opernhaus Düsseldorf
Adela Zaharia (Lucia di Lammermoor) und Bogdan Baciu (Enrico). Hans Jörg Michel
Gaetano Donizettis große Belcanto-Oper „Lucia di Lammermoor” kehrt am Gründonnerstag, 14. April 2022, um 19.30 Uhr in der Inszenierung von Christof Loy auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses zurück. Ensemblestar Adela Zaharia singt die Titelpartie in den vier April-Vorstellungen – im Mai gastiert die tschechische Sopranistin Olga Jélinkóva als Lucia di Lammermoor erstmals an der Deutschen Oper am Rhein. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung.
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Nach dem Willen ihres Bruders Enrico soll die junge Lucia den einflussreichen Lord Arturo heiraten, um die Zukunft der Familie zu sichern. Für Lucia ist das undenkbar: Sie liebt Edgardo, einen erbitterten Feind der Familie. Als Edgardo das Land verlassen muss, besiegeln beide ihr heimliches Verhältnis durch einen Treueschwur. Doch Lucia kann dem Druck und den Intrigen ihrer Familie nicht standhalten und heiratet kurz darauf und gegen ihren Willen Arturo. In unendlichem Schmerz gefangen, fantasiert sie und entrückt dabei immer mehr der Wirklichkeit. Der Glaube an eine glückliche Zukunft mit ihrem Geliebten hält ihr Weltbild lebendig, während sie getrieben von Kummer und Verzweiflung dem Tod entgegengeht.

Die Wahnsinnsarie der Lucia ist ein Juwel der Opernliteratur, mit der Adela Zaharia 2017 den renommierten „Operalia“-Wettbewerb von Plácido Domingo gewann. Auch Olga Jélinkóva zählt die Lucia mit ihren außerordentlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu ihren wichtigsten Partien. In den ebenso wirkungsvoll gestalteten Duetten und Ensembles können sich die beiden Sängerinnen auf ein hervorragendes Ensemble verlassen: Ovidiu Purcel ist Lucias Geliebter Edgardo (am 14. April: Ioan Hotea), Bogdan Baciu ihr Bruder Enrico, Bogdan Taloş ihr geistlicher Erzieher Raimondo (20. Und 25. Mai: Luke Stoker). Jussi Myllys (Arturo), Ekaterina Aleksandrova (Alissa), Sander de Jong (Normanno) und der Chor der Deutschen Oper am Rhein treten in den weiteren Partien auf. Antonino Fogliani dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Tickets sind im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) und online über www.operamrhein.de erhältlich.
Presseinformation – 7. April 2022

Benefiz-Gala für die Ukraine im Opernhaus Düsseldorf
Axel Kober
Die Deutsche Oper am Rhein lädt am Sonntag, 24. April 2022, um 18.30 Uhr zu einer großen Benefiz-Gala ins Opernhaus Düsseldorf ein. Der Erlös der Veranstaltung wird Menschen aus der Ukraine zugute­kommen, die in Düsseldorf und Duisburg untergebracht sind und dort versorgt werden.
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Die Deutsche Oper am Rhein lädt am Sonntag, 24. April 2022, um 18.30 Uhr zu einer großen Benefiz-Gala ins Opernhaus Düsseldorf ein. Der Erlös der Veranstaltung wird Menschen aus der Ukraine zugute­kommen, die in Düsseldorf und Duisburg untergebracht sind und dort versorgt werden. Zahlreiche Solistinnen und Solisten der Deutschen Oper am Rhein, der Chor des Hauses und das Ballett am Rhein gestalten den ersten Teil des Abends. Im zweiten Teil kommt der dritte Aufzug aus Richard Wagners „Parsifal“ mit Weltklasse-Besetzung zur konzertanten Aufführung – hierfür konnten unter anderem Hans‑Peter König und Michael Weinius gewonnen werden. Die Düsseldorfer Symphoniker spielen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober.

„Als Theatergemeinschaft zwischen Düsseldorf und Duisburg möchten wir ein starkes Zeichen der Solidarität setzen und mit unserer Kunst aktiv Organisationen unterstützen, die sich hier vor Ort unmittelbar für den konkreten Bedarf geflüchteter Menschen aus der Ukraine engagieren“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. Im ersten Teil der Gala treten Ensemblemitglieder wie Valerie Eickhoff und Sylvia Hamvasi, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Jorge Espino und Bogdan Taloş mit Duetten und Ensembles aus dem Opern­repertoire auf – das Ballett am Rhein bringt kurze Choreographien aus seinem vielfältigen Programm auf die Bühne. Im zweiten Teil präsentieren Generalmusikdirektor Axel Kober und die Düsseldorfer Symphoniker mit hochrenommierten Wagner-Solisten den dritten Aufzug aus Richard Wagners „Parsifal“ in konzertanter Aufführung. Die Titelpartie übernimmt Michael Weinius, der im Frühjahr 2022 u. a. als Siegmund und Sieg­fried in „Der Ring des Nibelungen“ an der Staatsoper Wien und als Tristan am Opernhaus Zürich gastiert. Den Gurnemanz singt Hans-Peter König, der gerade als Heinrich der Vogler in Wagners „Lohengrin“ bei den Salzburger Osterfestspielen gastiert. Axel Kober: „Die von Richard Wagner komponierten urmenschlichen Themen wie Erlösung, Mitgefühl und Gemeinschaft sind in diesen Tagen wichtiger denn je. Wir musizieren in Solidarität mit den Opfern dieses unmenschlichen Krieges und möchten gleichzeitig dem Publikum mit dieser Musik einen emotionalen Raum des Innehaltens eröffnen.“

Der Eintrittskartenpreis in Höhe von 50, 90 oder 140 Euro wird von der Deutschen Oper am Rhein zu 100 Prozent als Spende an Organisationen weitergereicht, die sich in Düsseldorf (Spendenkonto des Amts für Migration und Integration) und Duisburg (Spendenkonto „Duisburg hilft!“) für Geflüchtete aus der Ukraine einsetzen. Der Spendenbeitrag kann bei der Eintrittskartenbuchung sowohl bei Online-Buchung unter www.operamrhein.de als auch im Opernshop Düsseldorf bzw. in der Theaterkasse Duisburg individuell erhöht werden.
Presseinformation – 1. April 2022

Neues Auftragswerk der Deutschen Oper am Rhein:
„Der Kiosk“ als Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren
Susan Maclean als Kioskbesitzerin Olga
Vorstellungen für Kitas, Grundschulen und Familien ab Dienstag, 5. April 2022, im Opernhaus Düsseldorf und Freitag, 10. Juni 2022, im Theater Duisburg
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In der Spielzeit 2020/21, mitten im zweiten Lockdown, ist als Auftragswerk für die Deutsche Oper am Rhein ein neues Musiktheaterstück für Kinder ab 5 Jahren entstanden: Nachdem „Der Kiosk“ im Juni 2021 open air beim kleinen Kulturinsel-Festival im Innenhof des Düsseldorfer Rathauses uraufgeführt wurde, kann das Stück jetzt endlich in den Foyers im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg zur Aufführung kommen. Ganz aus der Nähe erleben die Kinder dort eine musikalische Geschichte über die ungeahnten Möglichkeiten des Lebens.

„Der Kiosk“ basiert auf dem gleichnamigen, humorvoll bebilderten Kinderbuch der lettischen Illustratorin und Texterin Anete Melece: Die Kioskfrau Olga ist in ihren kleinen tonnenförmigen Laden regelrecht hinein­ge­wachsen – der Kiosk ist ihr Leben. Sie kennt alle, die an ihr vorbeiziehen oder kurz verweilen und hat für alle ein offenes Ohr. Doch alle gehen weiter, sie steckt fest – und dabei träumt sie doch vom Meer. Dann kippt der Kiosk mitsamt Olga um und alles gerät in Bewegung …

Die junge mexikanische Komponistin Diana Syrse, die bereits mehrere Preise und Stipendien für ihr farben­reich klingendes Werk mit Einflüssen aus Jazz, Weltmusik, Klassik, Avantgarde und Elektronik gewann, hat die leichtfüßige, witzige Geschichte übers Feststecken, Sich-Verstecken, Träumen und Bei-Sich-Bleiben für die Deutsche Oper am Rhein vertont. In ihrer Partitur treten Stimmen und Gesang, Musik und elektronische Klänge in ein dialogisch-beschwingtes Wechselspiel. Ilaria Lanzino hat das Auftragswerk inszeniert, Emine Güner das Bühnenbild und die Kostüme entworfen. Rund um die Kioskbesitzerin Olga (Mezzosopranistin Susan Maclean) spielen die drei Instrumentalist*innen Robert Beck (Klarinette), Anna Neubert (Viola) und Rie Watanabe (Schlagwerk) verschiedene Rollen im Stadtgeschehen.

Aufführungen

  • im Opernhaus Düsseldorf: Di 05.04. / Mo 23.05. / Mi 25.05. – jeweils 11.00 Uhr
  • im Theater Duisburg: Fr 10.06. – 16.00 Uhr (für Familien) / Mo 13.06. und Mi 15.06. – 11.00 Uhr

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