18.05.–01.12.2024 / Oper, Musical

Anatevka

Jerry Bock (Musik), Joseph Stein (Buch), Sheldon Harnick (Gesangstexte)
So 01.12.2024
Theater Duisburg
18:30 - 21:45
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Oper, Musical
78685848382819
Klassik Abo, Wechselnde Wochentage-Abo E
Termine
19:30 - 22:45
Oper, Musical
10993877564524028
Samstags-Abo 2
18:30 - 21:45
Oper, Musical
10993877564524028
Wechselnde Wochentage-Abo 1
19:30 - 22:45
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Oper, Musical
10993877564524028
Kleines-Abo 2, Wechselnde Wochentage-Abo 3
18:00 - 18:45
Opernwerkstatt Oper, Musical
Podiumsgespräch & Probenbesuch
Eintritt frei
19:30 - 22:45
Premiere Oper, Musical
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Premieren-Abo Duisburg
18:30 - 21:45
Oper, Musical
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Wechselnde Wochentage-Abo B
19:30 - 22:45
Oper, Musical
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Wechselnde Wochentage-Abo C
19:30 - 22:45
Oper, Musical
78685848382819
Samstags-Abo
15:00 - 18:15
Oper, Musical
Im Anschluss: Nachgefragt
78685848382819
Sonntagnachmittags-Abo
18:30 - 21:45
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Oper, Musical
78685848382819
Klassik Abo, Wechselnde Wochentage-Abo E
Beschreibung
Jüdische Familiengeschichte mit Broadwaycharme
Basierend auf den Geschichten von Scholem Alejchem
Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl

Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen
Produziert für die Bühne in New York von Harold Prince
Original-Bühnenproduktion in New York inszeniert und choreografiert von Jerome Robbins
In deutscher Sprache mit Übertiteln
ca. 3 ¼ Stunden, eine Pause
Empfohlen ab 12 Jahren
Tradition ist dazu da, auf den Kopf gestellt zu werden – so sehen das die drei Töchter des Milchmanns Tevje, die ihr persönliches Glück lieber selbst in die Hand nehmen, als auf die Expertise der Heiratsvermittlerin Jente zu vertrauen. Ihren Vater bringen die Töchter damit zum Verzweifeln, denn ihr munteres Schmieden des eigenen Glücks hebt seine Weltsicht aus den Angeln; eine Welt, in der nicht nur die Gesetze der Familie in Frage gestellt werden, sondern die gesamte Existenz im Schtetl so bedroht ist, dass Flucht und Exil Wirklichkeit werden. Die Melancholie und Trauer der Verlorenheit kontrastiert Jerry Bock mit lebensbejahendem Schwung und bunter Aufgekratztheit – und gibt damit aller Sehnsucht und Hoffnung der Dorfgesellschaft Raum.
Musikalische Leitung
Inszenierung
Kostüme
Choreographie
Dramaturgie
Rahmenprogramm: Kosmos Jüdische Musik
L'chaim und alles Gute!
Lieder von Gebet und Revue

Eine Reise durch die vielfältige, farbenreiche Landschaft jüdischer Musik präsentiert das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein in diesem Konzert. Von Gebet bis Revue, von Korngold über Benatzky bis Hollaender, in Musik und Wort ist von und für jeden etwas dabei.

Theater Duisburg
Mo 15.04.2024, 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Mo 17.06.2024, 19.30 Uhr

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Fokus: Paul Abraham
Gesprächskonzert zu „Märchen im Grand-Hotel“

Wenn Paul Abraham in Berlin eine neue Operette auf die Bühne brachte, dann schaute und hörte die Weimarer Republik hin – so viel Ironie, Witz und musikalischen Charme gab’s nur bei ihm. Die Nationalsozialisten verbannten sein Werk und ihn; er überlebte, aber als gebrochener Mann. Anlässlich der Premiere seines „Märchens im Grand-Hotel“ ist es an der Zeit, seine unverwechselbar vielfältige wie lebenslustige Musik – gemeinsam mit Ensemblemitgliedern und Gästen – wiederzuentdecken.

Theater Duisburg
Do 18.04.2024, 18.00 Uhr

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Verstummte Stimmen
Lieder aus dem Exil

Zu allen Zeiten ist versucht worden, Musik – ob aus politischen, religiösen, ethnischen oder gesellschaftlichen Gründen – zu verbieten. Stimmen sind ausgelöscht, Künstler*innen mundtot gemacht worden. Viele von ihnen sind ins Exil – ein inneres oder äußeres – gegangen und haben dort weitergemacht! Das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentiert in diesem Konzert „Lieder aus dem Exil“ aus über 100 Jahren, u.a. von Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Paul Abraham, Hanns Eisler und vielen mehr.

Opernhaus Düsseldorf
So 05.05.2024, 11.00 Uhr
Theater Duisburg
Do 30.05.2024, 18.30 Uhr
Besetzung
Zeitel / Oma Zeitel
Sprintze
Marla Rockstroh/Nora Kriele
Bielke
Carla Schwitzke/Mara Schneider
Fruma Sarah
Katarzyna Włodarczyk/Alina Grzeschik
Mottel
Perchik
Lazar Wolf
Wachtmeister
Mendel
Ingmar Klusmann/Zhive Kremshovski
Awram
Klaus Walter/Jonas Gudmundsson
Nachum
Cezar Adrian Dima/Junho Jung
Motschach
Mathias Tönges
Erste Frau
Mirjana Burnaz/Anna Neufeld
Zweite Frau
Diana Klee/Mirjana Burnaz
Schandel
Birte Hopstein/Cornelia Maria Orendi
Eine Frau
Manuela Kunze
Ein Mann
Jonas Gudmundsson/Sebastian Beck/Klaus Walter
Tänzer
Jack Widdowson, Giovanni de Dominico, Luca Graziosi, Antonio Rasetta, James Atkins, Rodrigo Tavella, Shin-Nosuke Nagata, Ulrich Kupas
Probentrailer – Behind the Scenes
Stimmen unserer Scouts für Oper und Ballett
Alissa Steinseifer
Business Developerin

Die Düsseldorfer Oper hat mit der Aufnahme des Musicals "Anatevka" in ihr Repertoire einen beeindruckenden und kulturell bereichernden Schritt gewagt – und wurde dafür am Ende des Premierenabends zu Recht mit minutenlangen Standing Ovations belohnt. Das Stück selbst bot dem Publikum einen Abend voller leichter Unterhaltung, auch wenn das Thema der Vertreibung in unserer heutigen Zeit wieder schmerzhaft aktuell ist. Besonders heiter wurde es, wenn die Tänzer, zum Beispiel beim Flaschen-Balance-Tanz, auf die Bühne kamen und mit den Dorfbewohnern feierten. Musikalisch glänzte "Anatevka" mit teilweise bekannten Stücken, die durch ihren Klarinetten-Anteil immer wieder die magische Welt von Disney aufleben ließen. Besonders gut gefiel mir, wie der weiche Kern von Tevje (Andreas Bittl) im Zwiegespräch mit sich selbst zum Vorschein kam. Seine Entscheidungen, mit der Tradition zu brechen, um dem privaten Glück seiner Töchter nicht im Wege zu stehen, verliehen der Figur Tiefe und Menschlichkeit.
Auch die farblich klug abgestimmten Kostüme und das Bühnenbild, das mit scheinbar wenig Utensilien für sehr viele spannende Perspektiven sorgte, haben mir sehr gefallen.


- Alissa Steinseifer über die Premiere am 18. März 2024 in Düsseldorf

Selten habe ich soviel auf Papier gebracht wie an diesem Abend. Was meine Zeichnungen nicht ausdrücken können: die opulente und strahlende Farbigkeit der Kostüme aller Darsteller, die nuancierten Lichtmodulationen auf den weißen Leinentüchern, die
das Bühnenbild prägen, die Brillianz der Darstellung des Andreas Bittel als Tevje und natürlich
die Musik, die wunderbaren Chorstimmen, die Fidlerin und die Frische und Komik der Tänzer. Ein bewegter und bewegender Abend, erstaunlich frisch und zeitaktuell. Diese Anatevka greift hinein, ins volle Menschenleben.
-Peter Ripka über die Premiere am 18. März 2024

Peter Ripka begleitet seine Ballett- und Opernerlebnisse zeichnerisch.
Die Skizzen sind während der Premiere von "Anatevka" entstanden. In Schwarz-Weiß im Rückblick auf die gewonnen Eindrücke.
Peter Ripka
Lian Heüveldop
Studiert Medien und Kulturwissenschaften

Anatevka berührt. Das ist sicher! Besonders dabei an der Inszenierung hervorzuheben, ist das Bühnenbild. Das Verwenden verschiedener weißer Textilien verleiht der Bühne eine dynamische und moderne Handschrift. Mit wenig Mitteln wurden hierdurch Räume erschaffen, Stimmungen kreiert, aber auch Interpretationsspielraum für die Zuschauenden gelassen. Auch die Kostüme, mit Liebe zum Detail, schafften nicht nur eine Einheitlichkeit und klare Einteilung in eine Zugehörigkeit, sondern wirkten auch authentisch.
Dieses Stück kann jedoch nicht einzig und allein als reine Unterhaltung gesehen werden, denn auch Kultur kann nicht abseits von politischem Weltgeschehen existieren. Bei den behandelten Themen schwingt eine besondere Emotionalität schwingt mit und ich bin mir sicher, dass der Abend dazu einlädt, Diskurse zu führen.


- Lian Heüveldop über die Premiere am 26. März 2024 in Düsseldorf
Opernführer Audio
Einen kurzen Einblick in das Musical „Anatevka” gibt Ihnen hier Dramaturgin Juliane Schunke. Den Ballettführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.

10:16 Minuten

Wei­tere Em­pfeh­lung­en