07.02.-18.07.2026 / Oper

María de Buenos Aires

Astor Piazzolla
Sa 04.07.2026
Theater Duisburg
19:30 - 21:45
Premiere Oper
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Premieren-Abo Duisburg
Termine
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Freitags-Abo
18:30 - 20:45
Oper
Im Anschluss: Nachgefragt
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19:30 - 21:45
Zahl, so viel Du willst! Oper
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evtl. Restkarten an der Abendkasse
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Wechselnde Wochentage-Abo 3
18:00 - 19:30
Opernwerkstatt Oper
Eintritt frei! (Begrenzte Platzkapazität)
19:30 - 21:45
Premiere Oper
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Premieren-Abo Duisburg
19:30 - 21:45
Oper
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Wechselnde Wochentage-Abo A
19:30 - 21:45
Oper
Im Anschluss: Nachgefragt
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Kleines-Abo-2, Wechselnde Wochentage-Abo B
19:30 - 21:45
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit Oper
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Samstags-Abo 2
Beschreibung
Passionsgeschichte im Tangorhythmus
Tango Operita in zwei Teilen (1968)
Libretto von Horacio Ferrer
In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln
ca. 2 ¼ Stunden, eine Pause
Empfohlen ab 12 Jahren
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in dieser Inszenierung schnelle Lichteffekte auf der Bühne und Lichtbewegungen im Saal zum Einsatz kommen.
Der Geist beschwört durch einen Riss im Asphalt der Straße die vergessene Stimme Marías und erzählt ihre Geschichte. An einem Tag, als Gott betrunken war, wurde sie geboren. „Ich bin María … María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“ – Glück suchend kommt sie aus der Vorstadt, glüht, berauscht sich und spielt, verkauft sich und wird sterbend zur mythischen Gestalt. Als Schatten streift María durch eine Gegenwart der surrealen Begegnungen, die das Leben rückwärts abschreitet vom Vergessen zur Geburt – bis sie durch die Poesie Erlösung findet. An einem heiligen Sonntag.

Der Begründer des Tango Nuevo, Astor Piazzolla, schuf mit dieser abgründigen Passionsgeschichte der María eine Hommage an den Tango, der in den heruntergekommenen Hafenvierteln von Buenos Aires entstanden war. Jazz, Toccata und Fuge sind weitere Ingredienzen seiner Klangerzählung zwischen Lebensfreude und Melancholie. Regisseur Johannes Erath spürt Marías Passion in beiderlei Wortsinn in seiner messerscharf poetischen Erzählsprache nach.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein e.V.
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühne
Kostüme
Chorleitung
Video
Choreographie
Dramaturgie
Besetzung
María
Der Schatten Marías
El Duende
Die Stimme eines Payador / Träumender Buonaerenser Gorrión / Alter Anführer der Diebe / Erster Psychoanalytiker / Eine Stimme jenen Sonntags
Bandoneon
Stimmen unserer Scouts für Oper und Ballett
Nico Brandenburg über die Premiere am 07.02.2026:
Die Tango Operita von Astor Piazzolla hat mich ab den ersten Takten an in ihren Bann gezogen.
Das Feuer des Tangos wurde leidenschaftlich durch das Ensemble und die Tänzer entfacht. Das Bühnenbild war sehr gut gewählt und wechselte von rauchiger Clubatmosphäre im ersten Teil, zu poppiger/schriller Anmutung im zweiten Teil.
Eine sich durchziehende Handlung konnte ich nicht erkennen, sondern es war für mich eher eine Aneinanderreihung von unterschiedlichen Szenen und Stimmungen, welche die Liebe und Faszination zu der Stadt Buenos Aires ausdrückten.
Auf jeden Fall sehr inspirierend.

Nico Brandenburg spielt E- und Kontrabass, ist künstlerischer Leiter der „Jazzschmiede“ und Dozent an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Die Oper ist das Kulturinstitut, mit dem er bisher am wenigsten Kontakt hatte – umso mehr freut er sich auf das Projekt.
Barbara Pelz arbeitet bei der HSBC in Düsseldorf. Nach Klassikern wie „Die Zauberflöte“ oder „La traviata“ möchte die Bankkauffrau die Vielfalt des Musiktheaters besser kennenlernen und auch mit Kolleg*innen darüber ins Gespräch kommen.
Barbara Pelz über die Premiere am 07.02.2026 in Düsseldorf:
¡Vamos a Argentina!
„María de Buenos Aires“ - meine erste Operita, meine erste spanische Oper - ganz besonders. Dass ich keine richtige Handlung erwarten solle, darauf wurde ich im Vorfeld vorbereitet. Nicht vorbereitet war ich auf die fesselnde knisternde Atmosphäre, die Ekstase, die die gesungenen und gesprochenen Texte ausgelöst haben, und nicht zuletzt die südamerikanische Leidenschaft, die die Tangotänzer bravourös umgesetzt haben. Eine großartige tänzerische und stimmliche Darbietung!
Piazzollas Musik hat mich verzaubert, die Klänge des Bandoneons haben die Authentizität noch verstärkt.
Unterstützt durch transparente Vorhänge und Videoinstallationen war das an sich schon kreative Bühnenbild umso abwechslungsreicher.
Ich kann diese Aufführung sehr empfehlen: Hinsetzen, offen sein für Neues, fallen lassen und genießen!

Stephan Schwering über die Premiere am 07.02.2026 in Düsseldorf:
Dieser Abend in der Oper hat mich wirklich beeindruckt. „María de Buenos Aires“ ist keine klassische Oper, sondern eine „Operita“, und genau darauf muss man sich einlassen. Wer eine traditionelle Inszenierung mit Handlung erwartet, könnte überrascht sein. Wer jedoch Tango liebt, wird diesen Abend lieben. Die Aufführung wirkte auf mich wie ein Traum: skurril, poetisch, manchmal fast surreal – mit immer neuen, unerwarteten Szenen, die einen förmlich hineinziehen, erreicht durch ein abwechslungsreiches Bühnenbild. Man muss sich treiben lassen, denn eine Geschichte wird nicht geradlinig erzählt, vielmehr werden wechselnde Stimmungen in Bildern transportiert.
Und die Musik ist wirklich großartig. Astor Piazzollas Klangwelt ist intensiv, leidenschaftlich und voller Atmosphäre. Orchester und Sänger haben das mit beeindruckender Präzision umgesetzt. Besonders gefallen haben mir auch die Tanzeinlagen – sie waren kraftvoll, sinnlich und ein echter Höhepunkt des Abends - voller Leidenschaft für Tango. Insgesamt eine kühne, für mich besondere Inszenierung mit starken Leistungen aller Mitwirkenden. Wer einmal etwas anderes sehen möchte als eine klassische Oper in der Oper, sollte unbedingt hingehen.

Musik erreicht Stephan Schwering immer emotional – egal, ob Pop, Rock, Soul oder elektronische Musik. Warum sollte das mit der Oper und dem Ballett nicht auch so sein, fragt sich der Direktor der Stadtbüchereien in Düsseldorf.
Schon beim ersten Opernbesuch mit 10 Jahren spürte die Architektin Monika Pytlik, dass Oper und Ballett mit starken Empfindungen verbunden sind. Als Scout will sie auf ihre Emotionen achten, und diese auch strukturieren.
Monika Pytlik über die Premiere am 07.02.2026 in Düsseldorf:
Sensationell! - Eine fantastisch gesungene Oper, mit atemberaubenden Tanzsequenzen à la Musical. Einem Sprecher, dem man ewig zuhören möchte, auch wenn er mehr auf atmosphärischer, denn auf inhaltlicher Ebene zu verstehen ist. Die Düsseldorfer Symphoniker spielen die Tangorhythmen so authentisch, dass man das Dorf schlichtweg verlässt. Insbesondere wenn Carmela Delgado das Bandoneon auf der Bühne spielt. Die Musik, der Gesang, das Schauspiel, der Tanz, das Bühnenbild, die begleitenden Statisten, die Farbstimmung, das Licht und die Kostüme sind in den Stimmungswechseln der Bilder perfekt aufeinander abgestimmt. Nie überrissen oder gar kitschig. Diese Inszenierung der Tango Operita ist meisterlich gelungen. Eine beeindruckend vielschichtige Komposition, die man wirklich nicht verpassen sollte.

Markus Baireuther über die Premiere am 07.02.2026 in Düsseldorf:
Diese Stadt, die ich für meine Vergangenheit hielt,
ist meine Zukunft, meine Gegenwart…
Jorge Luis Borges
(aus dem Gedicht „Vorstadt“)
Dieses musikalische Werk entzieht sich der eindeutigen Bezeichnung der Oper. Piazzolla selbst nannte es eine „Operita“, für mich ist es eher ein Musical. Es ist für Piazzolla die Bearbeitung des Tangos mit aktuellen musikalischen Einflüssen, hin zum sogenannten „Tango Nuevo“. Wir erleben hier eine Melange aus vielerlei Elementen, nämlich, traditionellem Tango, klassischer Musik und Jazz, verwoben mit surrealistischer Poesie à la Borges, garniert mit mythischen Sprachbildern.
Inhaltlich, eigentlich handlungsarm, wird María, allegorisch überhöht zu Buenos Aires. Wir erhalten Einlass in eine dunkle, dekadente, aber auch poetische, melancholische, durchaus lebenswerte Welt. In der Trauer um María wird hier ein Fest des Lebens und der Liebe zelebriert.
Von Beginn an durchdringen die Rhythmen meinen Körper, eigentlich möchte ich aufspringen und tanzen.
Großartige Protagonisten runden das Bild ab. Angefangen von Kostüm über Bühne bis hin zur Lichtkunst. Herausragend die Bandeonista Carmela Delgado.
Unbedingt ansehen und anhören, denn es ist ein Ereignis.

Markus Baireuther kam zum Studium nach Düsseldorf und blieb. Der Buchhändler („Der Bücher Ober“) schätzt die Vielfalt der Kultur in der Stadt. Er besuchte schon viele Opern und Ballette – besonders in der Ära von Martin Schläpfer. Nun ist er gespannt auf Neues.
Als Innenarchitektin arbeitet Ulla Blennemann seit 26 Jahren in der Düsseldorfer Carlstadt. Sie mag Sport und klassische Musik, singt selbst solistisch und geht gern in die Oper. Wird sie auch Opern­neulinge dafür gewinnen?
Ulla Blennemann über die Premiere am 07.02.2026 in Düsseldorf:
Was für ein berauschender, hingebungsvoller, emotionaler und mitreißender Abend in der Premiere von „María de Buenos Aires“! Operita – keine Oper im klassischen Sinn. Vom ersten Takt der Ouvertüre war ich eingefangen in der exotischen, wunderbaren Musik von Piazzolla. Jazz, Pop, Musical, Oper, Sprechgesang, nicht minder hervorragend dargeboten von „unseren“ Symphonikern unter der Leitung des italienisch-argentinischen Dirigenten Mariano Chiacchiarini. Die ganze Inszenierung war für mich ein künstlerisches Highlight in allen Bereichen: Surreal – hoch kreativ, jedoch nicht kitschig oder schrill, stimmlich fantastisch besetzt, schauspielerisch und tänzerisch großartig. Das Bühnenbild wunderbar, von Beginn an viel schwarz und dramatisch beleuchtet, mit reduzierten Farbnuancen in Pink-Rottönen. Jedes der 16 „Bilder“ ein in sich fließendes Kunstwerk. Wichtig zu wissen, es ist keine stringente Handlung des Stücks, einfach hingehen, mit offenem Herz und Auge und sich in die Welt von Buenos Aires, dem Flair, den Farben, allen Facetten von Tango und einer Welt von María in vielen Frauentypen verführen lassen – und, wäre es nicht fesselt genug, über der menschlicher Maria, schwebt der katholische Glauben der Stadt – besonders an „heiligen Sonntagen“ – ein kurzweiliger, tiefsinnig, emotional mitreißender und beeindruckender Abend! UNGEBINGT ANSCHAUEN!




Mi Buenos Aires Querido

Im Kontext von Piazzollas Oper begeben wir uns zudem auf eine literarisch- musikalische Reise mit dem argentinischen Autor Jorge Luis Borges. Seine Texte kreisen um die von den Gauchos geprägte Kultur der Vorstädte, ihre Rituale und Musik, die Milonga und den Tango. Borges' Gedichte wurden u.a. von Astor Piazzolla vertont.
Bariton Jorge Espino wird den Abend mitgestalten.

Milonga

Argentinischer Tango auf der Bühne des Opernhauses
Argentinischer Tango auf der Bühne des Opernhauses

Anlässlich dieser Neuproduktion von „María de Buenos Aires“ veranstaltet die Deutsche Oper am Rhein erstmals eine Milonga – auf der Großen Bühne im Opernhaus Düsseldorf sind alle eingeladen, das Tanzbein zu schwingen.

DJ ist Jonas Maria Joma. Überraschungen halten der Tangosänger Alejandro Guyot aus Buenos Aires und die Bandoneonista Carmela Delgado aus Paris sowie die Tango-Profis aus der Geburtsstadt des Tango Argentino Agostina Tarchini und Mariano Agustín Messad bereit.

Opernführer Audio
Es ist das einzige musiktheatrale Werk Astor Piazzollas, des großen Erfinders des „Tango Nuevo".
„Tango ist kein Tanz, er ist ein Lebensgefühl", sagt er. Seine „María de Buenos Aires" ist die Geschichte einer Frau, aber auch Puls und Geschichte einer ganzen Stadt: Buenos Aires. María ist Frau, Tango und Stadt zugleich.

Einen kurzen Einblick in seine Operíta (kleine Oper) gibt Ihnen hier Dramaturgin Juliane Schunke.
Den Opernführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.

Dauer: 10:40 Minuten

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