25.11.–31.12.2022 / Ballett

Der Nuss­knacker

Ballett in zwei Akten von Demis Volpi in Zusammenarbeit mit jungen Choreograph*innen
Termine
19:30 - 21:30
Wiederaufnahme Ballett
78685848382819
Klassik Abo, Wechselnde Wochentage-Abo E
15:00 - 17:00
Ballett
78685848382819
19:00 - 21:00
Ballett
78685848382819
Wechselnde Wochentage-Abo B
19:30 - 21:30
Ballett
78685848382819
Samstags-Abo
15:00 - 17:00
Ballett
78685848382819
18:00 - 20:00
Ballett
78685848382819
Wechselnde Wochentage-Abo D
19:30 - 21:30
Ballett
78685848382819
Gemischtes Abo I
18:30 - 20:30
Ballett
78685848382819
19:00 - 21:00
Ballett
91,5080,3070,3060,8053,6046,4036,70
Beschreibung
ca. 2 Stunden, eine Pause
Empfohlen ab 6 Jahren
Klare Sache, dass bei einem Nussknacker vor allem eines nicht fehlen darf: Weihnachten. Es geht dabei um unsere ganz persönliche Nostalgie, um die Verzückung der Festlichkeiten, und um die vielleicht letzten Überbleibsel bedeutungsvoller Rituale in unserem Alltag.

Demis Volpi zeigt uns mit seinem Nussknacker, der 2016 in Antwerpen Premiere feierte und nun für das Ballett am Rhein neu interpretiert wird, ein Familienportrait: einen großbürgerlich großzügigen, liebevollen Haushalt, in dem die jugendliche Clara an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. In den gewohnten Familientrubel platzt der exzentrisch verschrobene Drosselmeier. Er schenkt Clara einen Nussknacker, der ihre Phantasie beflügelt und sie nachts auf eine verrückte Reise in die Welt der allermenschlichsten Wünsche und Ängste führt.

Das Spektrum dieser Reise schlägt sich auch in einer Mehrstimmigkeit choreographischer Sprachen nieder. So ergänzen verschiedene Handschriften junger Choreograph*innen diesen Abend.

Uraufführung am 24. Januar 2016 am Ballett Vlaanderen, Stadsschouwburg, Antwerpen.
Diese Produktion wurde für das Ballett Vlaanderen kreiert.
Choreographie
Demis Volpi, Wun Sze Chan, Michael Foster, Neshama Nashman, James Nix, Bahar Gökten und Yeliz Pazar (Nutrospektif)
Musik
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Bühne und Kostüm
Dramaturgie
Musikalische Leitung
Besetzung
Kinderchor
Düsseldorfer Mädchen- und Jungenchor
Bezaubernder Ausflug ins Märchenland
Regina Goldlücke
Rheinische Post
Stimmen unserer Scouts zu "Der Nussknacker"
Zur Premiere im Opernhaus Düsseldorf
Mit dem „Nussknacker“ verband ich klassisches Ballett, wie ich es schon in meiner Kindheit kennengelernt hatte. Ich war natürlich gespannt, was Demis Volpi aus diesem Stoff machen würde.
Meine Erwartungen wurden weit übertroffen!
Die Premiere entführte mich in eine ideensprühende Zauberwelt, in der ich vor lauter Begeisterung Zeit und Raum um mich herum vergaß. Zu Tschaikovskys vertrauten Melodien entfaltete sich ein bunter Bilderbogen mit vielfältigen Tanzdarbietungen, mit beeindruckenden Kostümen und einem märchenhaften Bühnenbild. Besonders gut gefielen mir die Divertissements, wie der Tanz der Mäuse, der Cupcakes, der Blumen, der Lichterketten und auch die Fotosession der Familie. Es ergaben sich immer wieder überraschende Konstellationen. Demis Volpi ist es mit der Einbeziehung junger Choreograph*innen gelungen, einen frischen und nicht allzu ernsten Blick auf die Geschichte des Erwachsenwerdens von Clara zu werfen. Trotzdem bleibt genug Seriosität, um Claras Aufbegehren gegen die Mutter und ihre beginnenden Liebesgefühle für einen Mann in Gestalt des Nussknackers gut nachvollziehen zu können.
Dr. Sassa von Roehl
Karolina Wais
Ein absolut hörenswertes und sehenswertes Stück, auch für Kinder!
Das Bühnenbild ist riesig: riesige Türen, riesiger Tannenbaum, ein Schattenspiel zu Anfang. Das alles und die nach so langer Zeit wieder in vollständiger Besetzung spielenden Düsseldorfer Symphoniker nehmen das Publikum von Anfang an auf eine fantastische Reise mit.
Die Kostüme sind fabelhaft. Es tanzen Schneeflocken, Blumen, die Lichterkette vom Weihnachtsbaum, Muffins und Kuchen in so bezaubernden Kostümen, dass immer wieder ein Staunen im Publikum zu hören ist.
Die Choreographie ist ebenfalls bezaubernd und empfängt zwischen den einzelnen Sequenzen Applaus. Mit welch kindlicher Freude Clara, mit welcher Leichtigkeit und Anmut Claras Mutter und wie holzig der Nussknacker tanzen, ist imponierend. Zudem sind zahlreiche Gags (der Vater trägt zum Beispiel eine Brille) in das Stück eingearbeitet, so dass es ein wunderschöner und leichter Ballettabend für die ganze Familie werden kann.
Am Ende bedankt sich das Publikum mit Standing Ovations für diese fantastische Vorstellung und das völlig zu Recht.
Zur Premiere im Theater Duisburg
Was für eine bezaubernde, verzaubernde Aufführung des Nussknacker Balletts; das war ein Abend im Duisburger Stadttheater, der nach meiner Meinung seinesgleichen sucht und mir eine wunderschöne weihnachtliche Einstimmung beschert hat. Die Inszenierung von Demis Volpi und jungen Choreograph*innen begeisterte mich mit hervorragenden Tänzer*innen, überaus phantasiereichen herrlichen Kostümen, einem wunderbar ideenreichen Bühnenbild. Katharina Schlipf, so ist mein Eindruck, hat mit viel Liebe zum Detail, Sinn für Komik und großer Lust und Freude daran gearbeitet.
Paula Alves als Clara stellte in ihrem Tanz mit ihrer Leichtigkeit und Körpersprache perfekt die Verwandlung eines noch gerade spielenden Kindes zu einer Jugendlichen, die sich das erste Mal verliebt, dar. Gustavo Carvalho gelang die Darstellung eines hölzernen, kantig-eckigen, Nüsse knackenden Kerls hin zu einem beweglichen Menschen ideal. Neben allen anderen hoch zu lobenden Tänzer*innen gefiel mir Evan L‘Hirondelle mit seiner tänzerisch kraftstrotzenden übermütigen Darstellung des frechen Bruders. Zu weiteren Glanz- und Höhepunkten gehörten für mich an diesem Abend der „Spanische Tanz“ choreographiert von Neshama Nashman und der „Tanz der Mäuse“ vom Duo Nutrospektif. Ein rundherum gelungener Abend, der bei mir noch weihnachtlich beschwingt nachklingt.
Dagmar Ohlwein
Isabel Fedrizzi
Gleich zu Beginn wird der Zuschauer durch die Silhouetten hinter einer großen transparenten Flügeltür Zeuge eifriger Vorbereitungen auf den Heiligen Abend. Als endlich die große Wohnzimmertür den Blick freigibt, tritt man ein in die bunte, trubelige und fröhliche Atmosphäre des Weihnachtsabends der Familie und fühlt sich gleich zuhause inmitten der schönen Kulissen, der freudig beschäftigten Familienmitglieder, des riesigen Tannenbaums… Beinahe mit dem Durchblättern eines klassisch und üppig illustrierten Märchenbuchs zu vergleichen ist dann das Eintauchen in die romantische Geschichte: der Patenonkel bringt Clara den Nussknacker als Geschenk mit, das Mädchen ist nachhaltig fasziniert. Es zieht sie nächtlich wieder ins Wohnzimmer zu ihrem Geschenk und sie erlebt gemeinsam mit ihrem seltsamen Gefährten die abenteuerlichen Traumepisoden mit Schneeflocken, Cupcakes, tanzenden Blumen und glitzernden Lichterketten. Diese einzelnen Episoden sind faszinierend umgesetzt von vier jungen Choreograph*innen und gänzlich passend in das Gesamtwerk eingeflochten.
Dieser Abend lebt von seinem Facettenreichtum – im Tanz, bei den Kostümen, den Kulissen, dem Licht: abwechslungsreich, variabel, „traumhaft“ – er entführt ein bisschen in die Welt der Phantasie und ist eine wunderschöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit!
Behind the scenes
Die Choreograph*innen Wun Sze Chan, Michael Foster, Neshama Nashman, James Nix, Bahar Gökten und Yeliz Pazar (Nutrospektif) sprechen über ihre Arbeit an Demis Volpis Ballett „Der Nussknacker”.
Ballettführer Audio
Einen kurzen Einblick in das Ballett „Der Nussknacker” und seine Hintergründe gibt Ihnen hier Dramaturg Maurice Lenhard. Den Ballettführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.

Dauer: 10:38 Minuten

Wei­tere Em­pfeh­lung­en