12.04.-04.06.2026 / Oper
Elektra
Richard Strauss
19:30 - 21:15
Oper
19:30 - 21:15
Oper
15:00 - 16:45
Oper
19:30 - 21:15
Oper
Im Anschluss: Nachgefragt
18:30 - 20:15
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit, Zahl, so viel Du willst! Oper
Über den Fluch der Rache
Tragödie in einem Aufzug (1909)
Text von Hugo von Hofmannsthal
Text von Hugo von Hofmannsthal
Eine Spur der Gewalt zieht sich durch das verfluchte Geschlecht der Atriden, lange bevor diese Oper beginnt: Elektras Großvater setzte seinem Bruder die eigenen Söhne als Speise vor, Vater Agamemnon opferte Elektras Schwester Iphigenie, die verzweifelte Mutter Klytämnestra und ihr Geliebter Aegisth erschlugen Agamemnon mit einem Beil im Bad. Auch die Kinder finden keine Ruhe: Elektra kann nicht trauern, verzweifelt und rau bohrt sie sich in ihren Hass. Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden, die mörderische Mutter und der Geliebte sterben. Ihre Schwester Chrysotemis verweigert die Gefolgschaft, ihr Bruder Orest soll Rache für den geliebten Vater vollstrecken: Die nächste Generation nimmt das Beil zur Hand…
Der dichtgewebte Einakter von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal für riesiges Orchester und dramatische Stimmgewalt konfrontiert uns bis heute mit den Extremen der menschlichen Psyche. Der in Schauspiel und Oper für starke Psychogramme gefeierte Regisseur Stephan Kimmig und sein Team sind das erste Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast.
Der dichtgewebte Einakter von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal für riesiges Orchester und dramatische Stimmgewalt konfrontiert uns bis heute mit den Extremen der menschlichen Psyche. Der in Schauspiel und Oper für starke Psychogramme gefeierte Regisseur Stephan Kimmig und sein Team sind das erste Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast.
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühne
Kostüme
Live-Video
Video-Art
Licht
Hendrik Möschler
Dramaturgie
Chrysothemis
Klytämnestra
Aegisth
Orest
Der Vertraute des Orest
Die Vertraute
Die Schleppträgerin
Ein junger Diener
Ein alter Diener
Die Aufseherin
1. Magd
2. Magd
4. Magd
Maria Koroleva/Lavinia Dames
5. Magd
Agamemnon
Aliaksei Liubezny, Pascal Siffert
Orchester
Fokus Musik
Let’s talk about music! Vitali Alekseenok, Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein, nimmt Sie an die Hand oder besser gesagt bei den Ohren, und führt Sie erzählend, erläuternd und mit Hörbeispielen am Klavier mitten hinein in meisterhafte Opern-Partituren und aufregende musikalische (Opern-)Welten.
© Liliya Namisnyk
Einen kurzen Einblick in die Inszenierung gibt Ihnen hier Chefdramaturgin Anna Melcher.
Den Opernführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.
Dauer: 13:54 Minuten
Den Opernführer in der Live-Version können Sie 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer erleben.
Dauer: 13:54 Minuten
Barbara Pelz arbeitet bei der HSBC in Düsseldorf. Nach Klassikern wie „Die Zauberflöte“ oder „La traviata“ möchte die Bankkauffrau die Vielfalt des Musiktheaters besser kennenlernen und auch mit Kolleg*innen darüber ins Gespräch kommen.
© Andreas Endermann
Barbara Pelz über die Premiere am 12.04.2026 in Düsseldorf:
Allem voran: Diese wunderbare Musik und wieder einmal großartige Stimmen haben mich vollends begeistert!
Meine Zeit der griechischen Sagen liegt schon etwas zurück, daher konnte die Handlung durchaus Spannung in mir erzeugen. Das zurückhaltende Bühnenbild hat den Fokus auf den Inhalt noch verstärkt.
Ich bin ein Fan von Videoinstallationen, in diesem Fall hat sie aber keinen Mehrwert für mich gebracht. Die Kameraführung konnte sowohl als Retrospektive, aber auch als Überwachungsmodem verstanden werden, beides passte zum Stück.
Hatte ich klassisch den Tod der Elektra erwartet, fand sie sich zusammen mit ihren Geschwistern am Totenbett der Mutter, augenscheinlich vereint.
In der letzten Szene öffnet sich der Himmel, das Tor zur Freiheit - und damit für mein Verständnis ein offenes Ende. Wird nur Elektra diesen Weg begehen oder alle drei gemeinsam? War das so gewollt oder habe ich das Ende nicht verstanden?
Mein Fazit: Man muss Neues ausprobieren!
Allem voran: Diese wunderbare Musik und wieder einmal großartige Stimmen haben mich vollends begeistert!
Meine Zeit der griechischen Sagen liegt schon etwas zurück, daher konnte die Handlung durchaus Spannung in mir erzeugen. Das zurückhaltende Bühnenbild hat den Fokus auf den Inhalt noch verstärkt.
Ich bin ein Fan von Videoinstallationen, in diesem Fall hat sie aber keinen Mehrwert für mich gebracht. Die Kameraführung konnte sowohl als Retrospektive, aber auch als Überwachungsmodem verstanden werden, beides passte zum Stück.
Hatte ich klassisch den Tod der Elektra erwartet, fand sie sich zusammen mit ihren Geschwistern am Totenbett der Mutter, augenscheinlich vereint.
In der letzten Szene öffnet sich der Himmel, das Tor zur Freiheit - und damit für mein Verständnis ein offenes Ende. Wird nur Elektra diesen Weg begehen oder alle drei gemeinsam? War das so gewollt oder habe ich das Ende nicht verstanden?
Mein Fazit: Man muss Neues ausprobieren!
Stephan Schwering über die Vorstellung am 18.04.2026 in Düsseldorf:
Zunächst einmal: An der musikalischen Leistung gibt es wohl wenig zu rütteln. Das Orchester stemmt diese gewaltige, dicht verwobene Partitur mit beeindruckender Wucht und Präzision, das hat mir gefallen. Auch die Sängerinnen und Sänger liefern enorme stimmliche Leistungen ab. Das ist großes Können, keine Frage. Ich habe aber gemerkt, dass mich dieses Stück auf Dauer eher auf Distanz hält, als dass es mich hineinzieht. Die Inszenierung von Stephan Kimmig hat diesen Eindruck für mich noch verstärkt. Die Verlegung der Handlung in eine Art Autowerkstatt – Elektra schraubt an Autos, das Beil liegt im Kofferraum – sollte den antiken Stoff wohl in die Gegenwart holen. Für mich hat das aber nicht wirklich funktioniert. Im Gegenteil: Es wirkte stellenweise fast unfreiwillig komisch. Die archaische, hochdramatische Sprache traf auf eine sehr moderne Bildwelt, und daraus entstand eine merkwürdige Reibung, die eher peinlich als erhellend wirkte. Auch der Einsatz von Videoelementen hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Grundsätzlich finde ich solche Mittel spannend, weil sie neue Perspektiven eröffnen können. Aber wenn eine Videosequenz den Eindruck erwecken will, live zu sein, sollte sie das auch sein – sonst entsteht eine gewisse Unehrlichkeit im Bühnengeschehen, die mich rauswirft. Ich habe als Opernscout bisher viel gelernt – gerade darüber, was mir an Oper gefällt: Melodie, Struktur, emotionale Ankerpunkte. All das finde ich hier für mich nur bedingt. Wer allerdings ein Faible für Richard Strauss und ungewöhnliche Regieansätze hat, sollte sich diese Inszenierung unbedingt ansehen. Sie ist definitiv besonders – nur eben nicht für jeden etwas.
Zunächst einmal: An der musikalischen Leistung gibt es wohl wenig zu rütteln. Das Orchester stemmt diese gewaltige, dicht verwobene Partitur mit beeindruckender Wucht und Präzision, das hat mir gefallen. Auch die Sängerinnen und Sänger liefern enorme stimmliche Leistungen ab. Das ist großes Können, keine Frage. Ich habe aber gemerkt, dass mich dieses Stück auf Dauer eher auf Distanz hält, als dass es mich hineinzieht. Die Inszenierung von Stephan Kimmig hat diesen Eindruck für mich noch verstärkt. Die Verlegung der Handlung in eine Art Autowerkstatt – Elektra schraubt an Autos, das Beil liegt im Kofferraum – sollte den antiken Stoff wohl in die Gegenwart holen. Für mich hat das aber nicht wirklich funktioniert. Im Gegenteil: Es wirkte stellenweise fast unfreiwillig komisch. Die archaische, hochdramatische Sprache traf auf eine sehr moderne Bildwelt, und daraus entstand eine merkwürdige Reibung, die eher peinlich als erhellend wirkte. Auch der Einsatz von Videoelementen hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Grundsätzlich finde ich solche Mittel spannend, weil sie neue Perspektiven eröffnen können. Aber wenn eine Videosequenz den Eindruck erwecken will, live zu sein, sollte sie das auch sein – sonst entsteht eine gewisse Unehrlichkeit im Bühnengeschehen, die mich rauswirft. Ich habe als Opernscout bisher viel gelernt – gerade darüber, was mir an Oper gefällt: Melodie, Struktur, emotionale Ankerpunkte. All das finde ich hier für mich nur bedingt. Wer allerdings ein Faible für Richard Strauss und ungewöhnliche Regieansätze hat, sollte sich diese Inszenierung unbedingt ansehen. Sie ist definitiv besonders – nur eben nicht für jeden etwas.
Musik erreicht Stephan Schwering immer emotional – egal, ob Pop, Rock, Soul oder elektronische Musik. Warum sollte das mit der Oper und dem Ballett nicht auch so sein, fragt sich der Direktor der Stadtbüchereien in Düsseldorf.
© Andreas Endermann
Als Innenarchitektin arbeitet Ulla Blennemann seit 26 Jahren in der Düsseldorfer Carlstadt. Sie mag Sport und klassische Musik, singt selbst solistisch und geht gern in die Oper. Wird sie auch Opern-neulinge dafür gewinnen?
© Andreas Endermann
Ulla Blennemann über die Premiere am 12.04.2026 in Düsseldorf:
Die Premiere von Richard Strauss‘ „Elektra“ am 12.04. war meine erste „Elektra“. Eine Oper mit dramatischer, ergreifender und düsterer Handlung die sich stark über die einprägsame Musik übermittelt. Das Orchester war sehr gut; wenn man eine Schwachstelle ausmachen konnte, vielleicht stellenweise etwas zu laut. Die musikalisch-gesangliche Leistung der Sänger*innen gefiel mir extrem gut – große Stimmen, die der Musik unbedingt standhalten müssen, was hier durchaus gelungen ist.
Die Regie und Inszenierung von Stephan Kimmig gefiel mir in einigen Kreationen nicht wirklich gut. Schön fand ich die schlichte Villa mit Patio; die wirkungsvolle Beleuchtung hätte für meinen Geschmack dramatischer wechseln können. Der Einsatz der Videokunst hat mir in seiner Form nicht gefallen, lenkte ab, erschien wie ein Hilfsmittel und eine unästhetische Untermalung von Drama und Spannung. Die Kostüme gefielen mir zu Beginn, wurden im Verlauf aber optisch eher uninteressant. Schade, dass die angekündigte Auflösung der Originalhandlung der Oper nicht interessant genug aufgelöst wurde. Alles in allem gefiel mir der Opernabend, es war schön Neues entdecken zu können, auch wenn die Inszenierung nicht ganz aufging.
Die Premiere von Richard Strauss‘ „Elektra“ am 12.04. war meine erste „Elektra“. Eine Oper mit dramatischer, ergreifender und düsterer Handlung die sich stark über die einprägsame Musik übermittelt. Das Orchester war sehr gut; wenn man eine Schwachstelle ausmachen konnte, vielleicht stellenweise etwas zu laut. Die musikalisch-gesangliche Leistung der Sänger*innen gefiel mir extrem gut – große Stimmen, die der Musik unbedingt standhalten müssen, was hier durchaus gelungen ist.
Die Regie und Inszenierung von Stephan Kimmig gefiel mir in einigen Kreationen nicht wirklich gut. Schön fand ich die schlichte Villa mit Patio; die wirkungsvolle Beleuchtung hätte für meinen Geschmack dramatischer wechseln können. Der Einsatz der Videokunst hat mir in seiner Form nicht gefallen, lenkte ab, erschien wie ein Hilfsmittel und eine unästhetische Untermalung von Drama und Spannung. Die Kostüme gefielen mir zu Beginn, wurden im Verlauf aber optisch eher uninteressant. Schade, dass die angekündigte Auflösung der Originalhandlung der Oper nicht interessant genug aufgelöst wurde. Alles in allem gefiel mir der Opernabend, es war schön Neues entdecken zu können, auch wenn die Inszenierung nicht ganz aufging.
Christine Kubatta über die Premiere am 12.04.2026:
Ein Premierenabend, der in seiner Intensität volle Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen einforderte. Die Frage, ob sich der vererbte Kreislauf der Gewalt durchbrechen lässt, bleibt am Ende offen und wird dem Publikum mit nach Hause gegeben.
Die Oper erzählt von einer Familie, deren Leitmotiv von Rache und Vergeltung geprägt ist. Stephan Kimmig inszeniert Elektra in karger, aber moderner Umgebung. Das Bühnenbild gleicht einem Gefängnisatrium, nüchtern und reduziert. Nichts scheint wirklich abzulenken und so nimmt das psychologische Drama von der ersten Sekunde an seinen Lauf. Überreizung, Angst und die Dynamik der Rachegedanken, die die Familie beherrschen, übertragen sich in dieser Inszenierung auf das Publikum. In den letzten Sekunden der Aufführung stehen die Geschwister Elektra, Chrysothemis und Orest da und hinterlassen einen Moment tiefen Verlorenseins. Das Ende bleibt offen und lädt das Publikum zur eigenen Deutung ein.
Insgesamt eine stimmgewaltige und orchestral überwältigende Aufführung. Man muss sie gesehen haben!
Ein Premierenabend, der in seiner Intensität volle Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen einforderte. Die Frage, ob sich der vererbte Kreislauf der Gewalt durchbrechen lässt, bleibt am Ende offen und wird dem Publikum mit nach Hause gegeben.
Die Oper erzählt von einer Familie, deren Leitmotiv von Rache und Vergeltung geprägt ist. Stephan Kimmig inszeniert Elektra in karger, aber moderner Umgebung. Das Bühnenbild gleicht einem Gefängnisatrium, nüchtern und reduziert. Nichts scheint wirklich abzulenken und so nimmt das psychologische Drama von der ersten Sekunde an seinen Lauf. Überreizung, Angst und die Dynamik der Rachegedanken, die die Familie beherrschen, übertragen sich in dieser Inszenierung auf das Publikum. In den letzten Sekunden der Aufführung stehen die Geschwister Elektra, Chrysothemis und Orest da und hinterlassen einen Moment tiefen Verlorenseins. Das Ende bleibt offen und lädt das Publikum zur eigenen Deutung ein.
Insgesamt eine stimmgewaltige und orchestral überwältigende Aufführung. Man muss sie gesehen haben!
Christine Kubatta, Head of Market Development der Fresenius Hochschule in Düsseldorf, nutzt gern das Kulturangebot der Stadt. Trotz ihres Kunststudiums hatte sie bisher wenig Bezug zum Opernhaus – das möchte sie als Scout für Oper und Ballett ändern.
© Andreas Endermann
Markus Baireuther kam zum Studium nach Düsseldorf und blieb. Der Buchhändler („Der Bücher Ober“) schätzt die Vielfalt der Kultur in der Stadt. Er besuchte schon viele Opern und Ballette – besonders in der Ära von Martin Schläpfer. Nun ist er gespannt auf Neues.
© Andreas Endermann
Markus Baireuther über die Premiere am 12.04.2026 in Düsseldorf:
Bisweilen ist die Vergangenheit ein Gefängnis. Verhindert sie doch oftmals, aktiv in Gegenwart und Zukunft zu agieren. Die Opernliteratur, an sich reich an starken Protagonisten, präsentiert uns hier mit dieser Oper zwei Frauen als Opfer der eigenen Familie. Klytämnestra und Elektra können ihr persönliches Glück nur finden, wenn die jeweils andere nicht mehr am Leben ist. Aber beide sind, á la Pedro Almodóvar, „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ und somit unfähig zur letzten Konsequenz. Es entwickelt sich eine eigene Art der Spannung: mit anzusehen wie beide sich gegenseitig in existenzieller Bedrohung betören und
belauern.
Nicht zuletzt durch die hochgradige Expressivität dieser Komposition, von den Düsseldorfer Symphonikern hervorragend dargeboten, bleibt einem dieser Abend in Erinnerung. Wir erlebten großartige Stimmen, die sich trotz der musikalischen Kraft aber gut behaupten können. Und nicht nur das – auch im Ausdruck der Gefühle evozierten sie bei
mir Gänsehaut. Mehr als nur ein Wermutstropfen war für mich die Schlichtheit dieser Inszenierung (Bühnen- und Kostümbild). Diese Ansammlung von komplizierten Seelenlagen, hätten m.E. einen anspruchsvolleren dramaturgischen Rahmen verdient. Alles in Allem, ein Abend der begeistert hat.
Bisweilen ist die Vergangenheit ein Gefängnis. Verhindert sie doch oftmals, aktiv in Gegenwart und Zukunft zu agieren. Die Opernliteratur, an sich reich an starken Protagonisten, präsentiert uns hier mit dieser Oper zwei Frauen als Opfer der eigenen Familie. Klytämnestra und Elektra können ihr persönliches Glück nur finden, wenn die jeweils andere nicht mehr am Leben ist. Aber beide sind, á la Pedro Almodóvar, „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ und somit unfähig zur letzten Konsequenz. Es entwickelt sich eine eigene Art der Spannung: mit anzusehen wie beide sich gegenseitig in existenzieller Bedrohung betören und
belauern.
Nicht zuletzt durch die hochgradige Expressivität dieser Komposition, von den Düsseldorfer Symphonikern hervorragend dargeboten, bleibt einem dieser Abend in Erinnerung. Wir erlebten großartige Stimmen, die sich trotz der musikalischen Kraft aber gut behaupten können. Und nicht nur das – auch im Ausdruck der Gefühle evozierten sie bei
mir Gänsehaut. Mehr als nur ein Wermutstropfen war für mich die Schlichtheit dieser Inszenierung (Bühnen- und Kostümbild). Diese Ansammlung von komplizierten Seelenlagen, hätten m.E. einen anspruchsvolleren dramaturgischen Rahmen verdient. Alles in Allem, ein Abend der begeistert hat.

