Ensemble-Abschied für Linda Watson

In der Spielzeit 1995/96 trat Linda Watson zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein auf. Ihre Sieg­linde in Richard Wagners „Die Walküre“ legte den Grundstein einer jahrzehntelangen Verbun­denheit. Die Brünnhilde in „Der Ring des Nibelungen“ wurde eine ihrer wichtigsten Partien. Als Wotans Lieblings­­tochter in der „Walküre“ verabschiedet sich die Sopranistin nun aus dem festen Ensemble: Der Wieder­auf­nahme am Donnerstag, 16. Juni, folgt am Sonntag, 19. Juni, um 17.00 Uhr ihre offizielle Verabschiedung im Opernhaus Düsseldorf, bevor sie am Samstag, dem 25. Juni 2022 ihren letzten Auftritt hat.
Linda Watson
Linda Watson gehört zu den wichtigsten Wagner- und Strauss-Sängerinnen unserer Zeit und hat an der Deutschen Oper am Rhein ihre Weltkarriere begonnen. Hier war sie von 1997 bis 2004 und dann erneut ab 2013/14 festes Ensemblemitglied, erweiterte ihr dramatisches Repertoire um alle maßgeblichen Sopranpartien von Richard Wagner und Richard Strauss und übernahm diese Rollen an sämtlichen großen Opernhäusern der Welt. Zwischen 1998 und 2010 gastierte sie regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen – zahlreiche Aufnahmen und Aufzeichnungen zeugen von ihrer Ausnahmestellung als Sängerin. 2004 wurde sie an der Deutschen Oper am Rhein und 2020 in Österreich zur Kammersängerin ernannt. Bis heute gibt sie ihre Erfahrung in Meister­kursen an die jungen Sängerinnen und Sänger im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein weiter.
Simon Neal (Wotan) und Linda Watson (Brünnhilde) in „Die Walküre“

Ehrung für Ensemblemitglied Wolfgang Schmidt

Wolfgang Schmidt
„Der Ring des Nibelungen“ hat auch die Karriere von Wolfgang Schmidt geprägt, der seit 1988 zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gehört. Als Würdigung seiner außerordentlichen künstlerischen Lebens­leistung erhält der Tenor zu Beginn der „Rheingold“-Vorstellung am Samstag, 18. Juni, um 19.30 Uhr die Ehrenmitglied­schaft der Deutschen Oper am Rhein.
Von seinem Stammhaus, an dem er fast alle bedeutenden Partien seines Fachs gesungen hat, startete Wolfgang Schmidt seine internationale Karriere und gastierte als einer der weltweit führenden Heldentenöre an allen großen Opernhäusern, u. a. an der Mailänder Scala, der Staatsoper Wien und der Metropolitan Opera New York. Er sang bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen und seit 1992 immer wieder bei den Bayreuther Festspielen. Besonders in den Partien des Siegfried in „Siegfried“ und „Götterdäm­merung“, die er auch an der Deutschen Oper am Rhein mehrfach gesungen hat, war Wolfgang Schmidt viele Jahre einer der gefragtesten Sänger weltweit. 1996 verlieh ihm die Deutsche Oper am Rhein den Titel des Kammersängers. Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied wird Generalintendant Christoph Meyer ihn am 18. Juni 2022 in den Ruhestand verabschieden.
Wolfgang Schmidt (Herodes), Renée Morloc (Herodias) in „Salome“